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Cute Aggression in Design und Werbung.

Cute Aggression in Design und Werbung. Wie sie den Drang niedlich süße Tiere und Tierbabys erdrücken und zerquetschen zu wollen nutzen können um ihre Produkte zu verkaufen.

„Cute I could crush it“. Wie Marken das Phänomen der Cute Aggression nutzen, um ihre Produkte zu verkaufen. Macht Niedlichkeit aggressiv? Sind süße Dinge niedlich? Vorab zum Thema Cute Aggression: Natürlich befürworten wir keinesfalls Gewalt gegenüber Tieren. Niedlich oder nicht. Wir denken auch nicht, dass es normal ist, solche Gefühle zu empfinden, auch wenn manche […]

Cute Aggression in Design und Werbung. Wie Marken den Drang niedliche süße Tiere zerdrücken zu wollen nutzen um Produkte zu verkaufen.

Laut Psychologen ist es normal, niedliche Tierbabys töten zu wollen. Bleiben Sie folglich bitte ruhig und lesen Sie weiter.

„Cute I could crush it“. Wie Marken das Phänomen der Cute Aggression nutzen, um ihre Produkte zu verkaufen. Macht Niedlichkeit aggressiv? Sind süße Dinge niedlich?

Vorab zum Thema Cute Aggression: Natürlich befürworten wir keinesfalls Gewalt gegenüber Tieren. Niedlich oder nicht. Wir denken auch nicht, dass es normal ist, solche Gefühle zu empfinden, auch wenn manche Wissenschaftler dies behaupten. Auch das Bild oben wurde mithilfe einer KI generiert, die zum Thema „Katze“ und „Ketchup“ gebrieft wurde. Es dient der Illustration der folgenden Thesen. Aber jetzt zum Thema.

Wir kennen sie alle. Von Süßigkeiten über Creme-Verpackungen bis zum Social-Media-Meme, das für neue Jobs wirbt. Eine Flut der Entzückung und Niedlichkeit überrollt seit Jahren die Konsumwelt mit Fotos von süßen Tierbabys, Katzen, Hunden, Hundewelpen, Babys und vielem mehr. So hoch ist die Not der Marketingverantwortlichen, dass mittlerweile südamerikanische Capybaras auf Badezusätzen zum Einsatz kommen.

Das Konzept Cute Aggression beschreibt das Phänomen, bei dem Menschen auf extrem niedliche Reize mit Ausdrücken von Aggression reagieren, und bietet faszinierende Möglichkeiten für Marketingstrategien. Im Angelsächsischen nennt man das „dimorphous expressions of positive emotion“. Dieses Phänomen, das sich in Verhaltensweisen wie dem Wunsch äußert, etwas Niedliches zu kneifen oder fest zu drücken, hat weitreichende Implikationen für die Kommunikationsindustrie.

Psychologische Grundlagen von „Cute Aggression“ niedlich – Das passiert im Gehirn

Der Begriff „süße Aggression“ wurde 2013 erstmalig von den beiden Psychologinnen Rebecca Dyer und Oriana Aragon auf einer Tagung der „Society for Personality and Social Psychology“ vorgestellt. Wie sich herausstellte, handelt es sich hierbei um eine nicht selten auftretende menschliche Gegenreaktion auf überwältigende positive Gefühle, die durch extrem niedliche Reize ausgelöst werden. Laut einer Studie von Oriana Aragón et al. (2015) hilft diese Reaktion Menschen, ihre emotionalen Zustände auszugleichen und zu regulieren. Das Phänomen wird als Teil einer breiteren Palette emotionaler Ausdrucksformen verstanden, die dazu dienen, starke Gefühle zu bewältigen. Dies wird durch mehrere aktuelle Studien, u.a. der Yale University belegt.

Wenn Sie also das Gefühl haben, dass Sie die niedliche Katze auf der gerade gekauften Schokoladenverpackung am liebsten an die Wand werfen oder zerdrücken wollen (also sowohl die Verpackung als auch die Katze selbst) – dann ist das eine ganz normale Reaktion: Cute I could crush it! Die Erklärung dahinter: Wenn wir etwas als besonders niedlich empfinden, führt das oft zu derart starken Emotionen, dass der Körper diese nicht verarbeiten kann. Es beschreibt also ein Phänomen des entgegengesetzten Verhaltens. Starke positive Emotionen führen wohl bei vielen Menschen zu einem Gefühl der Überforderung. Je süßer der Reiz, desto stärker der Drang mancher Menschen, ganz fest drücken zu wollen, als Gegenreaktion sozusagen. Zu dem Ergebnis, dass diese Aggression als Kompensationsleistung des menschlichen Empfindens zu werten ist, kam auch die Psychologin Katherine Stavropoulos von der University of California im Jahr 2015. Testpersonen wurden Fotos von süßen Tieren vorgelegt. Ergebnis des Versuchs: Je niedlicher die Fotos waren, desto aggressiver wurden die Impulse bei den Probanden wahrgenommen. Je höher die Bewertungen der Niedlichkeit der Tierfotos ausfielen, desto stärker waren die Gehirnströme. Wie sich zeigte, wurde das Belohnungszentrum im Gehirn angeregt – ein Mechanismus, der auch bei der Markenwahrnehmung eine zentrale Rolle spielt. Als eine Art Übersprunghandlung reagiert das menschliche Gehirn scheinbar mit dem Impuls, drücken zu müssen, und auch wenn das Gefühl als Reaktion des Körpers zuerst einmal befremdlich wirken kann, ist es als völlig normal und ungefährlich einzustufen. Denn die aggressiven Impulse werden nicht in die Tat umgesetzt.

Cute Aggression in Design und Werbung: Einblicke und Strategien für Marketingexperten

Cute Aggression beim Marketing

Im Marketing kann und wird dieser Mechanismus bereits genutzt, um eine stärkere emotionale Reaktion und Bindung zu erzeugen. Die Verwendung von solchen Bildern kann starke emotionale Reaktionen beim Publikum auslösen. Diese Reaktionen können von einem erhöhten Interesse und einer gesteigerten Konzentration bis hin zu einer tieferen emotionalen Bindung an die Marke reichen. Eine Studie von Nittono et al. (2012) legt nahe, dass Niedlichkeit die kognitive Leistung verbessern kann, was wiederum zu einer besseren Aufnahme und Erinnerung der Werbebotschaft führen kann.

Diese Strategie eignet sich besonders für Produkte, die mit Fürsorge, Kindlichkeit oder Emotionalität verbunden sind. Beispielsweise könnten Werbekampagnen für Babyprodukte, Haustierzubehör oder bestimmte Lebensmittel von der Verwendung niedlicher Charaktere profitieren. Im Food Packaging setzen Süßwarenhersteller seit Jahrzehnten auf niedliche Tiermotive – von der Milka-Kuh bis zum Haribo-Goldbär. Auch im Verpackungsdesign für Kinderprodukte oder Pharma-Produkte für Kinder finden sich ähnliche Mechanismen, bei denen kindgerechte Verpackungen die Angst vor der Medikamenteneinnahme reduzieren sollen.

Niedlichkeit allein reicht nicht – Empfehlungen für Marketingverantwortliche zum Thema Cute Aggression

  1. Gezielte Nutzung von Putzigkeit: Verwenden Sie entzückende Bilder oder Charaktere, um eine starke emotionale Reaktion zu provozieren. Achten Sie darauf, dass die Niedlichkeit nicht übertrieben wirkt und zum Kontext der Werbung passt.
  2. Zielgruppenverständnis: Verstehen Sie die demografischen und psychologischen Eigenschaften Ihrer Zielgruppe. Nicht jede Zielgruppe reagiert gleich auf Cute Aggression, daher ist eine genaue Zielgruppenanalyse entscheidend.
  3. Ausgewogenheit zwischen Niedlichkeit und Produktrelevanz: Achten Sie darauf, dass die niedlichen Elemente in der Werbung die Botschaft der Marke oder des Produkts nicht überschatten, sondern unterstützen. Im Branding gilt: Der Charakter muss zur Markenidentität passen.
  4. Ethik und soziale Verantwortung: Stellen Sie sicher, dass Ihre Werbemaßnahmen ethischen Standards entsprechen und keine negativen Assoziationen oder Missverständnisse hervorrufen, insbesondere im Hinblick auf die Darstellung von Tieren.

Aggressivität als Ventil. Was das für Sie bedeutet

Der beschriebene Mechanismus bietet eine einzigartige Gelegenheit, die emotionale Wirkung von Kommunikation zu verstärken. Aber seien Sie vorsichtig, wenn Sie es einfach für eine gute Idee halten, Ihr Produkt mit Tierbabys zu bewerben. Es könnte genau das Gegenteil bewirken. Nur mit einem durchdachten und zielgerichteten Ansatz kann Cute Aggression zu einer effektiven und differenzierten Werbestrategie beitragen, die sowohl einprägsam als auch wirkungsvoll ist. Das Wissen um die Verpackungspsychologie – also wie Verpackungen unbewusste Kaufentscheidungen steuern – ist dabei der Schlüssel. Bei Interesse erzählen wir Ihnen gerne mehr darüber.

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Die Funktion der Verpackung im Marketing: Verpackungsdesign als Marketinginstrument

Verpackung Marketing - warum es eine zentrale Rolle für den Erfolg von Marken und Produkten spielt. Alles, was Sie wissen sollten. Funktion Verpackung Marketing

Verpackung, Marketing, Funktion – was Marken und Designer wissen sollten Verpackung und Marketing? Lange Zeit galten Verpackungen nur als funktionales Element, mit welchem man das Endprodukt schützen konnte. Doch dieses Bild hat sich in der letzten Zeit deutlich gewandelt. Mittlerweile gehören gute und durchdachte Packagings zum Marketing und stellen einen nicht unerheblichen Teil im Mix […]

Verpackung und Marketing: Warum Packaging eine zentrale Rolle für den Erfolg von Marken spielt

Verpackung, Marketing, Funktion – was Marken und Designer wissen sollten

Verpackung und Marketing? Lange Zeit galten Verpackungen nur als funktionales Element, mit welchem man das Endprodukt schützen konnte. Doch dieses Bild hat sich in der letzten Zeit deutlich gewandelt. Mittlerweile gehören gute und durchdachte Packagings zum Marketing und stellen einen nicht unerheblichen Teil im Mix dar. Doch was zeichnet gute und wirkmächtige Umverpackung eigentlich aus?

Die Funktion von Verpackungsdesign im Marketing

Marketing läuft auf vielen verschiedenen Ebenen ab und muss die unterschiedlichsten Elemente berücksichtigen. Die Verpackung ist mehr als nur ein Blickfang. Mit diesem Effekt sorgt sie zwar für den größten Marketing-Erfolg, doch auch darüber hinaus spielt sie auf mehreren Ebenen eine wichtige Rolle. Zum einen schützt sie den Inhalt und sorgt somit für die Kundenzufriedenheit durch Produktqualität. Auch die Auswahl der Materialien spielt eine wichtige Rolle, denn Nachhaltigkeit wird von vielen Verbrauchern bewertet. Schafft es ein Unternehmen, die Verpackung nachhaltig und dennoch attraktiv zu gestalten, kann sie als Marketinginstrument auf mehreren Ebenen zum Erfolg führen.

Unternehmen können zudem die eigenen Verpackungen im Marketing-Mix unterschiedlich fokussiert bewerben. Während manche Unternehmen vor allem auf den Point of Sale schauen und die Verpackung attraktiver und sichtbarer gestalten, nutzen andere die verschiedenen Social-Media-Kanäle, um explizit die eigenen Produkte zu bewerben und die Kunden zu Interaktionen aufzufordern. Beide Varianten haben unterschiedliche Schwerpunkte, können aber erhebliche Erfolge erzielen.

Die Verpackung im Marketing-Mix

Wie sehr das eigene Packaging im Mix berücksichtigt wird, hängt stark vom Unternehmen und dem Wert der unterschiedlichen Produkte ab. Bei Artikeln des alltäglichen Lebens spielt die Verpackung vor allem eine Rolle am Point of Sale. Hier sollte sich das eigene Produkt sichtbar von der Konkurrenz abheben – eine Aufgabe, die besonders im Food Packaging täglich entscheidend ist. Bei Produkten in einer höheren Preisklasse spielt auch die Präsentation über alle Kanäle hinweg eine wichtige Rolle. Hochwertige und einzigartige Packagings sind beispielsweise bei Unboxings von besonderem Wert, da diese den Fokus noch stärker auf das Produkt richten können. Wenn Unternehmen es schaffen, dass nicht nur die eigenen Produkte, sondern auch deren Verpackungen vom Kunden als besonders angesehen werden, können diese eine deutlich größere Reichweite erzielen.

Beispiele für Verpackung als Marketinginstrument

Wer sich mit dem Thema Verpackungsgestaltung und Marketing auseinandersetzen möchte, tut dies am besten anhand bereits bekannter Beispiele. Die Gestaltung der Verpackung hat nicht nur Schutzfunktion durch das Verpackungsmaterial, sondern das ganzheitliche, haptische Design einer Verpackung ist umfassender Markenbotschafter und beeinflusst die Kaufentscheidungen. Schauen wir uns einmal vier bekannte und erfolgreiche Beispiele an.

Die Cola-Flasche: Einzigartige Form – weltweit bekannt

Das wohl bekannteste Packagingdesign der Welt ist die klassische Cola-Flasche in Glas. Die Coca-Cola Company hat sich sehr früh dazu entschieden, ein eigenes Flaschendesign auf den Markt zu bringen und somit die eigenen Getränke sofort erkennbar zu machen. Zwar hat sich die Form der Flasche im Laufe der Zeit leicht verändert, dennoch ist das Design noch immer so gut erkennbar, dass man die Flaschen jederzeit identifizieren kann. Selbst ohne die Banderole könnte heute beinahe jeder Mensch auf der Welt eine Cola-Flasche von anderen Herstellern unterscheiden. Ein Paradebeispiel dafür, wie Verpackungsdesign die Markenwahrnehmung über Jahrzehnte hinweg prägt.

Super Streusel: Produkt mit Mehrwert

Ein eher neues Produkt auf dem Markt hat es geschafft, die eigene Verpackung noch stärker in den Fokus zu rücken, ohne dabei Kompromisse hinsichtlich der Sicherheit eingehen zu müssen. Bei den Produkten handelt es sich um Lebensmittel, welche vornehmlich im Back-Sortiment einzuordnen sind. Die Verpackungen sind äußerst bunt bedruckt und fallen sowohl am Point of Sale als auch zu Hause besonders ins Auge. Zudem sind die Dosen so gestaltet, dass man diese auch nach dem Entnehmen der Inhalte weiterhin nutzen kann. Die einheitliche Formensprache und die bunten, ansprechenden Bilder und Schriftarten prägen sich hervorragend ein. Dies wird auch auf Social Media besonders deutlich: Wenn Back-Influencer verschiedene Gerichte zubereiten, stehen neben den meist einheitlich gefärbten Behältern für Mehl und andere Zutaten die besonders bunten Dosen von Super Streusel.

Versandboxen von Coolblue – Social Media effektiv nutzen

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt der Technik-Vertrieb Coolblue. Die eingängigen Farben des Unternehmens finden sich auch auf den verschiedenen Versandverpackungen des Händlers. Dieser hat eine Aktion ins Leben gerufen, bei welcher die Kunden unter dem Hashtag Coolblue Packaging Fun kreative Dinge mit diesen Verpackungen anstellen sollten. So konnte man nicht nur einen Laptop aus der blauen Pappe bewundern, sondern viele Teilnehmer haben ihre Kreativität auf ganz unterschiedlichen Ebenen ausgelebt. Somit gelang es dem Unternehmen nicht nur, die Menschen für die eigenen Produkte zu begeistern, sondern auch mit den eigenen Verpackungen auf Social Media enorme Reichweite zu erzielen.

Produktverpackung als Geschenk – Whiskey als Beispiel

Der Markt für alkoholische Getränke ist in Deutschland traditionell groß. Doch egal ob im stationären Handel oder online, die zu große Auswahl an Produkten macht es für Unternehmen schwierig, sich passend zu positionieren. Hier zeichnen sich vornehmlich die Produzenten von Whiskey besonders aus, da diese es in vielen Preissegmenten geschafft haben, die Verpackung als Marketinginstrument zu nutzen. Umverpackungen für Flaschen bieten den Vorteil des besseren Schutzes, steigern aber zugleich auch die Attraktivität des Produkts. Hochwertige Umverpackungen wirken wertig und lassen den Whiskey wie ein Geschenk aussehen. Solche Verpackungen erhöhen nachweislich die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs und helfen, die Markenidentität besser zu vermitteln.

Das bedeutet für Sie: Verpackung im Marketing nicht unterschätzen

Unternehmen, welche bisher die eigenen Verpackungen weniger stark eingesetzt haben, sollten überlegen, ob hier Optimierungen hilfreich sein könnten. In Zeiten, in denen Influencer durch Unboxings Reichweite erzeugen und auch Kunden immer größeren Wert auf Sichtbarkeit und Wertigkeit legen, kann das Verpackungskonzept eine erhebliche Rolle spielen. Werden dabei Funktionalität und Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigt, kann dies den Wert der Marke und der Produkte deutlich steigern. Ein professioneller Verpackungsrelaunch kann dabei der richtige Startpunkt sein – ob im Bereich Kosmetik Packaging oder Pharma Packaging.

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Der Schlüssel zu gutem OTC Packaging

Verpackungslösungen im Pharma Packaging: Erstellung von OTC Pharmaverpackungen als Hersteller oder Agentur - eine pharmazeutische Produkt Verpackung unter Berücksichtigung der Richtlinien für OTC Packaging Design

OTC Packaging Design: Verpackungslösungen für frei verkäufliche Pharmaprodukte Wichtige Kompetenzen für gute Verpackungslösungen im OTC-Bereich Das Packaging Design von OTC (Over-the-Counter) Medikamenten ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die eine Vielzahl von Herausforderungen und spezifischen Anforderungen mit sich bringt. Im hart umkämpften pharmazeutischen Markt spielt die Verpackung eine zentrale Rolle. Sie muss nicht nur den gesetzlichen und […]

OTC Packaging Design: Verpackungslösungen für frei verkäufliche Pharmaprodukte

OTC Packaging Design: Verpackungslösungen für frei verkäufliche Pharmaprodukte

Wichtige Kompetenzen für gute Verpackungslösungen im OTC-Bereich

Das Packaging Design von OTC (Over-the-Counter) Medikamenten ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die eine Vielzahl von Herausforderungen und spezifischen Anforderungen mit sich bringt. Im hart umkämpften pharmazeutischen Markt spielt die Verpackung eine zentrale Rolle. Sie muss nicht nur den gesetzlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechen, sondern auch als effektives Vermarktungstool dienen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Als Pharma Packaging Agentur begleiten wir Pharmaunternehmen und Healthcare-Akteure bei genau dieser Aufgabe. Es herrschen im OTC-Bereich gänzlich andere Vorschriften als beispielsweise bei einem Nahrungsergänzungsmittel aus der Drogerie. Der Verpackungsdesigner benötigt die Kompetenz, flexible Lösungen für die Pharmaverpackung zu finden, um sich trotz strenger Vorschriften im Marktumfeld eine gute Positionierung zu schaffen. Das zeigen aktuelle Studien.

Die Rolle der Verpackung im OTC-Markt

Verpackungen sind im pharmazeutischen Bereich mehr als nur eine Hülle für das Produkt. Sie erfüllen mehrere wesentliche Funktionen: Schutz des Produkts, Informationsvermittlung durch die Print-Elemente auf der Umverpackung und die beigelegte Packungsbeilage sowie Markendarstellung, da sich die Produkte im Regal voneinander abheben müssen. Besonders im OTC-Bereich, wo Verbraucher Produkte ohne Rezept kaufen können, ist die Verpackung ein kritischer Touchpoint. Sie muss Vertrauen wecken und alle notwendigen Informationen klar und verständlich vermitteln. Das Verpackungsdesign ist daher ein zentrales Element der Markenstrategie.

Herausforderungen im OTC Packaging Design

Gesetzliche Anforderungen und Produktschutz

Eine der größten Herausforderungen beim Design von OTC-Verpackungen ist die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Die Verpackungen müssen unter anderem sicherstellen, dass die Produkte vor äußeren Einflüssen geschützt sind und keine Fälschungen möglich sind. Fälschungssicherheit kann durch spezielle Sicherheitscodes, Etiketten und Veredelungsmöglichkeiten erhöht werden. Darüber hinaus müssen die Verpackungen robust genug sein, um das Produkt während der gesamten Supply Chain zu schützen.

Informationsvermittlung und Nutzerfreundlichkeit

Verpackungen von OTC-Produkten müssen klare und umfassende Produktinformationen bieten. Dies umfasst Dosierungsanweisungen, Inhaltsstoffe, Warnhinweise und Anweisungen zur Handhabung. Die Typografie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Gut lesbare Schriften und eine klare Strukturierung der Informationen sind essenziell, um Missverständnisse zu vermeiden.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor im modernen OTC Packaging Design. Die Verbraucher und auch die Pharmaindustrie fordern zunehmend umweltfreundliche Verpackungen. Hierbei geht es um den Einsatz von recycelbaren Materialien und die Minimierung von Verpackungsabfällen. Nachhaltigkeit kann durch innovative Materialien und effiziente Verpackungstechnologien erreicht werden. Wie künstliche Intelligenz diese Prozesse zusätzlich unterstützt, beschreiben wir in einem eigenen Artikel.

Lösungen für ein erfolgreiches OTC Packaging Design

Maßgeschneiderte Lösungen und Flexibilität

Ein erfahrener Hersteller von Pharmaverpackungen kann maßgeschneiderte Lösungen anbieten, die sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch den Marketingzielen gerecht werden. Flexibilität in der Produktion ermöglicht es, individuell angepasste Lösungen für verschiedene Pharmaprodukte zu entwickeln, von Nahrungsergänzungsmitteln bis hin zu verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Hochwertige Materialien und Technologieeinsatz

Der Einsatz von hochwertigen Materialien und fortschrittlicher Technologie ist unerlässlich für den Produktschutz und die Funktionalität der Verpackungen. Hochwertige Folien und stabile Faltschachteln bieten nicht nur Schutz, sondern auch eine ansprechende Optik.

Kreatives und effizientes Verpackungsdesign

Die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Agentur für Pharma Packaging kann helfen, innovative und einzigartige Lösungen zu entwickeln. Ein gutes Verpackungsdesign sollte nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend sein und die Marke effektiv repräsentieren. Durch den Einsatz von Veredelungsmöglichkeiten und kreativen Konstruktionen kann sich das Produkt von der Konkurrenz abheben. Ein gelungenes Beispiel dafür ist unser Verpackungsrelaunch für Hexal.

Globaler Ansatz und umfassende Beratung

Ein globaler Ansatz und umfassende Beratung durch erfahrene Experten sind entscheidend, um den komplexen Anforderungen der verschiedenen Märkte gerecht zu werden. Die Pharmaindustrie ist weltweit tätig, und die Verpackungen müssen oft an unterschiedliche gesetzliche Vorgaben und kulturelle Präferenzen angepasst werden.

Effiziente Abwicklung und Überwachung

Effiziente Abwicklung und kontinuierliche Überwachung des gesamten Verpackungsprozesses sind unerlässlich, um die Qualität und Sicherheit der Produkte zu gewährleisten. Eine zuverlässige Überwachung und regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass die Verpackungen den hohen Standards der Branche entsprechen.

Fazit

Das Packaging Design von OTC Medikamenten stellt zahlreiche Herausforderungen, bietet jedoch auch viele Möglichkeiten, sich durch innovative und hochwertige Verpackungslösungen abzuheben. Durch die Berücksichtigung gesetzlicher Anforderungen, den Einsatz nachhaltiger Materialien und die Zusammenarbeit mit spezialisierten Agenturen können Hersteller erfolgreiche und effektive Verpackungen entwickeln. Die Rolle der Verpackung als Vermarktungstool und Schutzmittel kann nicht unterschätzt werden – sie ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg im hart umkämpften Over-the-Counter-Markt. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die Besonderheiten im RX Packaging, das andere regulatorische Schwerpunkte setzt.

Quellen

Pharma Packaging Trends 2024, Pharma Market Research Institute.

Studie zur Fälschungssicherheit in der Pharmaindustrie, European Pharmaceutical Review, 2023.

Nachhaltigkeit in der Pharmaindustrie, Global Packaging Association, 2023.

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kakoii lässt Claudia Schiffer sprechen für das Berliner Holocaust Denkmal

kakoii lässt Claudia Schiffer sprechen für das Berliner Holocaust Denkmal

Zum Leidwesen der Klatschpresse wird Claudia Schiffer derzeit wenig gesichtet: Sie ist schwanger und meidet deshalb die Öffentlichkeit. Claudia-Fans kommen dieser Tage trotzdem auf ihre Kosten, da das Modell in einem neuen TV-Spot präsent ist. Allerdings nicht visuell, sondern nur stimmlich. Offizielle Begründung für die Fokussierung auf die Stimme: Ihre äußere Erscheinung wurde ausgespart, um […]

kakoii lässt Claudia Schiffer sprechen für das Berliner Holocaust Denkmal

Zum Leidwesen der Klatschpresse wird Claudia Schiffer derzeit wenig gesichtet: Sie ist schwanger und meidet deshalb die Öffentlichkeit. Claudia-Fans kommen dieser Tage trotzdem auf ihre Kosten, da das Modell in einem neuen TV-Spot präsent ist. Allerdings nicht visuell, sondern nur stimmlich. Offizielle Begründung für die Fokussierung auf die Stimme: Ihre äußere Erscheinung wurde ausgespart, um die Aufmerksamkeit ganz auf die Botschaft Claudia Schiffers zu konzentrieren.“ Wir vermuten für diese Entscheidung zwar eher pragmatische Gründe, also die Unlust, als Schwangere aufzutauchen. Aber sei’s drum! Schließlich ist Schiffers Auftritt löblich, denn der TV-Spot unterstützt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das derzeit in Berlin entsteht.

Entwickelt wurde die Kampagne unentgeltlich von der Berliner Agentur kakoii um Stefan Mannes und Thekla Heineke. Beide arbeiteten früher schon für den Förderkreis zur Denkmal-Errichtung, damals noch bei der inzwischen geschlossenen Agentur Im Stall. Aus dieser Zeit entstand auch das umstrittene Plakat „Den Holocaust hat es nie gegebenʻʻ. Diese Anzeige war es auch, die Schiffer auf die Arbeit des Vereins aufmerksam machte. Von sich aus bot sie dann ihre Unterstützung an. Das Ergebnis ist jetzt zu hören.

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin, auch bekannt als das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, ist ein bedeutendes Mahnmal im Zentrum von Berlin, nahe dem Brandenburger Tor. Es wurde zur Erinnerung an die sechs Millionen Juden errichtet, die während des Holocaust ermordet wurden. Das Mahnmal, das von dem Architekten Peter Eisenman entworfen wurde, besteht aus 2.711 Betonstelen, die in einem wellenförmigen Feld angeordnet sind. Die Stelen haben unterschiedliche Höhen und das Gelände ist uneben, was beim Durchgehen zwischen den Stelen ein Gefühl der Desorientierung und Isolation hervorrufen soll, was metaphorisch an die Erfahrungen der Juden während des Holocaust erinnern soll. Unter dem Mahnmal befindet sich ein Ort der Information, der über die Opfer des Holocaust informiert und ihre Geschichten erzählt. Das Mahnmal wurde am 10. Mai 2005 offiziell eingeweiht und ist seitdem ein wichtiger Ort des Gedenkens und der Reflexion für Besucher aus aller Welt.

Claudia Schiffer ist eine berühmte deutsche Supermodel und Schauspielerin, die in den 1990er Jahren zu internationaler Berühmtheit gelangte. Geboren am 25. August 1970 in Rheinberg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, wurde Schiffer zu einem der weltweit gefragtesten Models, bekannt für ihre Auftritte auf den Titelseiten zahlreicher Modezeitschriften, darunter Vogue, Elle, und Harper’s Bazaar. Sie wurde auch zum Gesicht verschiedener Werbekampagnen großer Modemarken wie Chanel, Versace und Calvin Klein. Neben ihrer Modelkarriere hat Schiffer auch in einigen Filmen mitgewirkt und sich als Geschäftsfrau etabliert, indem sie ihre eigene Modelinie und Parfümkollektion herausbrachte. Sie gilt als eine der erfolgreichsten Models der 1990er Jahre und hat sich auch in den folgenden Jahrzehnten eine dauerhafte Präsenz in der Mode- und Unterhaltungsindustrie bewahrt.

Hier geht es zur Website des Denkmals. Gerne empfehlen wir uns in diesem Zusammenhang auch als Fundraising Agentur, Sozialmarketing Agentur, als Public Affairs Agentur | Agentur für politische Werbung | Politikberatung Agentur.

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Kulturmarketing Grundlagen

Ein modernes Instrument für das Kulturmarketing Konzept

Ein modernes Instrument für das Kulturmarketing Konzept Wer sich heute im Bereich des Fundraisings und des Kulturmanagements bewegt, der weiß, dass die bloße Begeisterung für die Kunst allein oft nicht ausreicht, um die Kassen zu füllen oder die Säle zum Bersten zu bringen. Als erfahrener Fundraisingexperte blicke ich oft in Gesichter von Kulturschaffenden, die den […]

Ein modernes Instrument für das Kulturmarketing Konzept

Ein modernes Instrument für das Kulturmarketing Konzept

Wer sich heute im Bereich des Fundraisings und des Kulturmanagements bewegt, der weiß, dass die bloße Begeisterung für die Kunst allein oft nicht ausreicht, um die Kassen zu füllen oder die Säle zum Bersten zu bringen. Als erfahrener Fundraisingexperte blicke ich oft in Gesichter von Kulturschaffenden, die den Spagat zwischen hohem ästhetischem Anspruch und der harten Realität der Auslastungszahlen kaum noch bewältigen können. Dabei ist die Lösung kein Hexenwerk, sondern eine Frage der klugen Strategie, die wir heute unter einem Begriff zusammenfassen, der so manchem Puristen noch immer Schweißperlen auf die Stirn treibt. Es geht um das Thema Kulturmarketing, welches weit mehr ist als nur das bloße Verteilen von Flyern oder das Schalten von teuren Anzeigen in regionalen Tageszeitungen. In meiner langjährigen Praxis habe ich gelernt, dass eine fundierte theoretische Basis gepaart mit operativem Geschick den entscheidenden Unterschied macht, ob eine Institution lediglich existiert oder wahrhaft floriert. Wir müssen uns klarmachen, dass die Welt der Kulturfinanzierung und der Publikumsgewinnung einer ständigen Transformation unterliegt, die eine professionelle Herangehensweise zwingend erforderlich macht. Nur wer die Mechanismen des Marktes versteht, ohne die Seele der Kunst zu verkaufen, wird langfristig eine Relevanz behalten, die über den kleinen Kreis der Eingeweihten hinausreicht. In diesem Sinne lade ich Sie ein, mit mir tief in die Materie einzutauchen und die Grundlagen zu erkunden, die Ihren Kulturbetrieb auf das nächste Level heben werden. Es ist Zeit, die Scheuklappen abzulegen und die Chancen zu ergreifen, die ein modernes Kulturmanagement bietet, wenn es konsequent und mit Leidenschaft umgesetzt wird. Dabei sollten wir nie vergessen, dass Professionalität und eine Prise Humor oft die besten Begleiter auf dem Weg zu neuen Ufern sind.

Der wissenschaftliche Blick von Lorenz Pöllmann

Wenn wir über die theoretische Fundierung dieser Disziplin sprechen, kommen wir an einem Namen in der deutschsprachigen Bildungslandschaft kaum vorbei. Lorenz Pöllmann lehrt und forscht an einer Institution, die sich der Schnittstelle von Kreativität und Ökonomie verschrieben hat. Er ist Professor für Medienmanagement und Eventmanagement an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, wo er sein geballtes Wissen an die nächste Generation von Kulturmanagern weitergibt. In Berlin, einem der pulsierendsten Zentren für kreative Köpfe, lehrt und forscht zum medien- und eventmanagement dieser renommierte Experte und forscht zum medien- und eventmanagement mit einem Fokus, der sowohl die Praxis als auch die akademische Tiefe berücksichtigt. Es ist diese Kombination aus wirtschaftlichem Sachverstand und dem Verständnis für kulturelle Belange, die seine Arbeit so wertvoll für die gesamte Branche macht. Lorenz Pöllmann lehrt und forscht nicht nur im Elfenbeinturm, sondern behält stets die realen Herausforderungen der Kulturbetriebe im Auge, die sich in einem immer härter werdenden Wettbewerb behaupten müssen. Seine Berufung an die Hochschule für Medien zeigt deutlich, dass das Thema Kulturmarketing endlich den Stellenwert in der akademischen Ausbildung erhalten hat, den es für eine nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft benötigt. Wer sich mit seinen Publikationen beschäftigt, merkt schnell, dass hier jemand spricht, der die Suszeptibilität des Marktes genauestens analysiert hat. Durch seine Tätigkeit im Bereich Kommunikation und Wirtschaft gelingt es ihm, Brücken zu schlagen zwischen Welten, die sich früher oft feindselig gegenüberstanden. Es ist daher nur folgerichtig, dass seine Ansätze heute zur Standardlektüre für jeden gehören, der im Kulturbetrieb Verantwortung übernimmt oder dies in Zukunft plant.

Die strategische Einordnung und das Thema Kulturmarketing

Die Grundlagen für ein erfolgreiches Kulturmarketing wurden aktualisiert, um den Anforderungen der digitalen Transformation und des veränderten Nutzerverhaltens gerecht zu werden. In einer Zeit, in der das Überangebot an Freizeitaktivitäten fast schon pleonastisch wirkt, muss sich jede Institution fragen, was ihr Alleinstellungsmerkmal eigentlich ist. Ein modernes Kulturmanagement verlangt heute einen ganzheitlichen Blick aus der Perspektive des Marktes, ohne dabei den Kern des künstlerischen Schaffens zu gefährden. Lorenz Pöllmann zeigt in seinen Ausführungen sehr deutlich, dass Marketing nicht als notwendiges Übel, sondern als Ermöglicher von Kultur verstanden werden sollte. Es geht um die perspektive des Kulturmanagements auf verschiedene Dimensionen der Sichtbarkeit und der Publikumsbindung, die weit über das klassische Sponsoring hinausgehen. Wer heute ein Orchester leitet oder in Museen für die Besuchergewinnung zuständig ist, muss die Klaviatur der Kommunikation perfekt beherrschen. Wir sprechen hier von der strategischen Markenbildung, die eine unverwechselbare Identität schafft und Vertrauen bei den Förderern und dem Publikum gleichermaßen aufbaut. Dabei ist die Bedeutung der Markenbildung für die langfristige Sicherung von Ressourcen kaum zu unterschätzen, da sie die Basis für jede erfolgreiche Fundraising-Kampagne bildet. Die renommierten Kulturbetriebe weltweit haben längst erkannt, dass ein scharfes Profil die beste Versicherung gegen sinkende öffentliche Zuschüsse darstellt. Wer diese Grundlagen ignoriert, handelt fast schon fahrlässig gegenüber der eigenen Mission und den Mitarbeitern, die hinter den Projekten stehen.

Ein tragfähiges Konzept für die künstlerische Freiheit

Ein wesentlicher Aspekt, der in der Diskussion oft zu kurz kommt, ist die Wahrung der Autonomie, die das Herzstück jeder kulturellen Arbeit bildet. Marketing darf niemals bedeuten, dass der Kurator oder der Intendant seine Vision den vermeintlichen Wünschen des Massengeschmacks unterordnet, nur um die Verkaufszahlen zu steigern. Das Ziel ist vielmehr die Wahrung der künstlerischen Autonomie ihrer Kernleistungen, indem durch professionelle Methoden genau das Publikum gefunden wird, das diese spezielle Kunstform schätzt und unterstützt. Kulturbetriebe unter Wahrung der Freiheit zu führen, erfordert eine hohe Sensibilität und ein tiefes Verständnis für den ästhetischen Prozess. Ein modernes Konzept für das Kulturmanagement integriert diese Autonomie ihrer Kernleistungen ein modernes Verständnis von Dienstleistungsqualität und Besucherorientierung. Es ist diese feine Linie, auf der wir uns bewegen, um einerseits kulturell wertvolle Inhalte zu schaffen und andererseits die ökonomische Basis dafür zu sichern. Das Marketing im Kulturbetrieb ist also kein Diktat der Zahlen, sondern ein Werkzeugkasten, der dem Schaffenden den Rücken freihält. Wenn wir von der Implementierung des Marketingkonzeptes sprechen, meinen wir die Schaffung von Strukturen, die es der Kunst ermöglichen, in ihrer reinsten Form zu erstrahlen, während im Hintergrund die Motoren der Organisation reibungslos laufen. Es ist eine Synecdoche für das gesamte Management, wenn ein einzelner Bereich wie die Kommunikation perfekt mit der Leitung harmoniert. Diese Harmonie ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit an den internen Prozessen und einer klaren gemeinsamen Vision.

Der Einsatz der richtigen Mittel als Instrument im Alltag

Um die Theorie in die Praxis zu überführen, bedarf es konkreter Werkzeuge, die auch im oft stressigen Alltag eines kleinen Theaters oder eines großen Festivals bestehen können. Hierbei hat sich das Kulturmarketing-Canvas als ein äußerst effektives Hilfsmittel erwiesen, um komplexe Sachverhalte schnell und übersichtlich zu visualisieren. Dieses Instrument ermöglicht es Teams, gemeinsam an einer Strategie zu arbeiten und dabei keine wesentlichen Aspekte der Planung zu übersehen. Durch das Kulturmarketing-Canvas wird die strategische Ausrichtung eines Hauses greifbar und für alle Beteiligten nachvollziehbar, was die interne Kommunikation erheblich verbessert. Es hilft dabei, die verschiedenen Nutzendimensionen der Angebote herauszuarbeiten und die passenden Botschaften für die jeweiligen Marktsegmenten zu formulieren. Wer seine Wettbewerber kennt und seine eigenen Stärken präzise benennen kann, hat im Kampf um die Aufmerksamkeit der Menschen bereits einen großen Vorsprung. Das Canvas bietet zudem zahlreiche Leitfragen bietet eine Struktur, die besonders in der Phase der Neuausrichtung oder bei der Planung neuer Projekte Gold wert bei Kulturbetrieben ist. Mit diesem Werkzeug wird das Kulturmarketing-Canvas abgerundet und zu einem integralen Bestandteil der täglichen Managementroutine. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die Dynamik in einem Team verändert, wenn plötzlich alle die gleiche Sprache sprechen und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Diese Klarheit ist oft die Geburtsstunde für innovative Ideen, die weit über das Standardrepertoire hinausgehen und echtes Interesse wecken. Das ist gerade für Kulturbetriebe unter Wahrung der künstlerischen Ausrichtung wichtig.

Die Anwendung des Kulturmanagements auf verschiedene Kulturinstitutionen

Die Flexibilität moderner Managementansätze zeigt sich besonders bei der Übertragung des Kulturmanagements auf verschiedene Kulturinstitutionen, die alle ihre ganz eigenen Gesetze und Traditionen haben. Ob wir nun über verschiedene Kulturinstitutionen wie Theater sprechen, bei denen der Live-Aspekt und die Unmittelbarkeit im Vordergrund stehen, oder über die spezifischen Herausforderungen von Clubs oder Festivals, die oft ein sehr junges und volatiles Publikum ansprechen. Jede Form des kulturellen Ausdrucks benötigt eine maßgeschneiderte Ansprache, die den besonderen Geist des Hauses widerspiegelt. In der Welt der Museen wiederum spielen Fragen der Archivierung und der langfristigen Bildungsarbeit eine zentrale Rolle, die im Marketing entsprechend gewürdigt werden müssen. Auch der Kulturtourismus ist ein Feld, das eine enge Verzahnung von lokaler Kultur und überregionalem Marketing erfordert, um Besucher von fernzuhalten. In all diesen Bereichen ist eine gründliche Marketinganalyse der erste Schritt, um Fehlinvestitionen zu vermeiden und die vorhandenen Mittel effizient einzusetzen. Wir müssen uns fragen, wer unsere Zielgruppe wirklich ist und was sie antreibt, unsere Räume zu betreten oder unsere Tickets zu kaufen. Hierbei spielt die Publikumsforschung eine entscheidende Rolle, da sie uns Daten liefert, die wir nicht einfach nur vermuten dürfen. Das Wissen um das Verhalten der Besucher ermöglicht es uns, Barrierefreiheit nicht nur als bauliche Maßnahme, sondern als mentale Einladung an alle Schichten der Gesellschaft zu verstehen. Wenn wir Marketing als Public Marketing begreifen, dann übernehmen wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung für die Teilhabe an der Kultur.

Operative Umsetzung und der richtige Marketing-Mix

Sobald die Strategie steht, geht es an die Details der Umsetzung, die im klassischen Marketing-Mix zusammengefasst werden. Hierbei müssen wichtige Entscheidungen zur Leistungs- und Preisgestaltung getroffen werden, die sowohl die wirtschaftliche Tragfähigkeit als auch den kulturellen Auftrag berücksichtigen. Eine kluge Preispolitik kann beispielsweise durch soziale Staffelung die Barrierefreiheit erhöhen und gleichzeitig durch Premium-Angebote zusätzliche Einnahmen generieren. Bei der Implementierung des Marketingkonzeptes ist es zudem essenziell, die Kommunikationskanäle so zu wählen, dass sie die Menschen dort erreichen, wo sie sich heute informieren. Das bedeutet oft eine Abkehr von rein analogen Wegen hin zu einer starken digitalen Präsenz, die aber authentisch bleiben muss. Die Dienstleistungsqualität im Besucherservice, an der Kasse oder in der Garderobe ist dabei ein oft unterschätzter Faktor, der massiv auf das Image einzahlt. Ein freundliches Lächeln kann manchmal mehr bewirken als ein teures Plakatmotiv, auch wenn wir letzteres für die Reichweite natürlich trotzdem brauchen. Jede Maßnahme sollte dabei an einer klaren Kennzahl gemessen werden, um den Erfolg kontrollierbar zu machen. Ohne eine systematische Evaluation und Controlling laufen wir Gefahr, wertvolle Ressourcen in Projekten zu verbrennen, die keinen wirklichen Ertrag für die Institution bringen. Das Controlling im Kulturbetrieb ist kein Kontrollinstrument im negativen Sinne, sondern ein Kompass, der uns zeigt, ob wir noch auf dem richtigen Kurs sind. Es ist die Basis für fundierte Managemententscheidungen, die das Überleben der Einrichtung sichern.

Ein Blick in die Zukunft der Branche

Abschließend lässt sich sagen, dass die Professionalisierung im Bereich des Kulturmarketings keine Modeerscheinung ist, sondern eine existenzielle Notwendigkeit für jeden Kulturbetrieb. Wir erleben gerade eine Zeit, in der die Grenzen zwischen Hochkultur und Unterhaltung immer mehr verschwimmen und der Kampf um die Zeit der Menschen aggressiver geführt wird. Um hier zu bestehen, müssen wir als Experten für Kommunikation und Wirtschaft agieren, ohne dabei unsere Liebe zur Kunst zu verlieren. Die Publikationen von Lorenz Pöllmann bieten hierfür ein hervorragendes Fundament, auf dem wir unsere eigenen Konzepte aufbauen können. Ob es um die ISBN-13 eines Fachbuchs geht oder um die neueste Auflage eines Standardwerks, das Wissen ist vorhanden und muss nur genutzt werden. Als Herausgeber und Autoren tragen Wissenschaftler dazu bei, dass wir die Mechanismen des Marktes besser verstehen lernen. Der Erscheinungstermin eines neuen Fachbuchs sollte daher für jeden ambitionierten Kulturmanager ein wichtiger Termin im Kalender sein. Die Sprache der Ökonomie mag für manche noch immer fremd klingen, aber sie ist die Lingua Franca, wenn es um die Sicherung der Zukunft unserer kulturellen Schätze geht : Ein gut geführtes Haus ist die beste Garantie für Freiheit. Lassen Sie uns also gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Museen, Theater und Konzerthallen nicht nur Orte der Bewahrung, sondern lebendige Zentren der Begegnung bleiben. Mit dem richtigen Instrumentarium und einer klaren Vision werden wir auch die kommenden Herausforderungen meistern. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer eigenen Marketingstrategien und stehe Ihnen jederzeit als Sparringspartner zur Seite.

Fachliteratur

Pöllmann, Lorenz (2022): Kulturmarketing. Grundlagen, Strategien, Instrumente. 2. Auflage, Wiesbaden: Springer Gabler. ISBN-13: 978-3658351540.

Hausmann, Andrea (2017): Kulturmarketing. Eine Einführung. 2. Auflage, Berlin: De Gruyter. ISBN-13: 978-3110543667.

Kirchhoff, Klaus & Piwinger, Manfred (2020): Handbuch Kulturmanagement. Strategien, Marketing, Fundraising. Stuttgart: Schäffer-Poeschel. ISBN-13: 978-3791044569.

Klein, Armin (2019) Herausgeber: Projektmanagement für Kulturmanager. 5. Auflage, Wiesbaden: 1. Auflage, Springer VS. ISBN-13: 978-3658249656.

Glogner-Pilz, Patrick & Föhl, Patrick S. (2016): Handbuch Kulturmanagement und Kulturpolitik. Wiesbaden: Springer VS. ISBN-13: 978-3531181516.

Internetquellen

Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW): https://www.hmkw.de

kakoii Berlin: Kulturmarketing Agentur.

Kulturmanagement Network – Das Fachmagazin für Kulturbetriebe: https://www.kulturmanagement.net

S. Mannes: Grundlagen Kulturmarketing (Blogbeitrag).

Lorenz Pöllmann – Informationen zur Forschung und Lehre: https://www.lorenz-poellmann.de

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