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No Sex – Kosmetik

Unisex Kosmetik Konzept: Verpackungsdesign jenseits binärer Geschlechterrollen

Geht es immer um Sex? Ein Kosmetik-Packaging-Konzept jenseits von Gender

Eine Frage, die nicht nur auf dem Pflegemarkt relevant ist. Kosmetikmarken beziehen sich seit Menschengedenken auf Sexualität. Egal, ob Sie sich als Frau oder Mann identifizieren oder sich gar nicht erst in binäre Geschlechterrollen einordnen – es gibt ganz sicher das passende Produkt. Dabei ist es Ihrer Haut vollkommen egal, wo Sie sich auf der Gender-Definitionsskala befinden, wenn das Pflegeprodukt nur die passende Wirkstoffkombination besitzt.

Connect: Eine Konzeptstudie für den japanischen Markt

Diese Pflegeserie, die wir für den japanischen Markt entwickelt haben, ist eine Konzeptstudie für eine Linie von hochwirksamen Pflegeprodukten, die sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Haut orientiert. Unser Ansatz geht bewusst über das hinaus, was man heute unter Unisex-Kosmetik versteht. Wer sich intensiver mit japanischem Verpackungsdesign beschäftigt, weiß: In Japan ist die Verbindung zwischen Produkt, Verpackung und Nutzer seit jeher tiefer gedacht als im Westen.

Und wir sind in unserer Feldforschung im Design einen Schritt weitergegangen und behaupten: Unisex muss nicht „minimalstes Packaging-Design“ heißen. Die Gestaltung der Serie spielt bewusst mit Materialkontrasten, taktilen Oberflächen und einer Farbwelt, die sich keinem Geschlecht zuordnen lässt – aber trotzdem Emotion und Begehren weckt. Und um es noch weiter in der Zukunft anzusiedeln: Hier geht es nicht um Sex, sondern ausschließlich um die Wirksamkeit für den Körper und die Verbindung zu sich selbst. Daher der japanische Name: Connect.

Warum Gender-neutrales Kosmetik-Packaging ein wachsender Markt ist

Der globale Markt für genderneutrale Kosmetik wächst rasant. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher lehnen es ab, dass Pflegeprodukte in „rosa für sie“ und „dunkelblau für ihn“ unterteilt werden. Marken wie Aesop, Le Labo oder Byredo haben vorgemacht, dass eine geschlechtsneutrale Ästhetik nicht nur funktioniert, sondern sogar als Premiumsignal wahrgenommen wird. Der Verzicht auf Gender-Codes im Kosmetik Verpackungsdesign ist dabei keine Reduktion, sondern eine bewusste gestalterische Entscheidung, die Raum für eine stärkere Produkt- und Wirkstoffkommunikation schafft.

Für Verpackungsdesigner bedeutet das: Die klassischen visuellen Codes – Pastellrosa, geschwungene Schriften, florale Muster auf der einen Seite; Schwarz, Anthrazit, kantige Typografie auf der anderen – werden durch eine neue Designsprache ersetzt. Diese neue Sprache arbeitet mit Materialqualität statt Farbklischees, mit Typografie statt Illustration und mit Haptik statt plakativem Gender-Signaling.

Was das Projekt Connect für uns bedeutet

Connect ist für uns mehr als eine Konzeptstudie. Es ist ein Manifest dafür, dass gutes Branding und Markenwahrnehmung nicht auf überholten Stereotypen basieren müssen. Die Verbindung aus japanischer Designphilosophie, funktionaler Wirkstofforientierung und einer Ästhetik, die sich jedem Geschlecht öffnet, zeigt einen Weg, den immer mehr Marken gehen werden. Wir sind stolz darauf, diesen Weg schon früh eingeschlagen zu haben.

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