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Museumsmarketing und Kulturmarketing für das Museum: Wie Künstliche Intelligenz (KI) digitales Marketing in der Branche verändert 

Museumsmarketing und Kulturmarketing für das Museum: Wie Künstliche Intelligenz (KI) digitales Marketing in der Branche verändert 

Einführung zum Marketing für Kulturinstitutionen Das Museums-Marketing steht vor einer Revolution. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert sich die Art und Weise, wie Museen ihre Zielgruppen erreichen und mit ihnen interagieren. Dieser Artikel beleuchtet, wie KI das Museumsmarketing transformiert und welche Auswirkungen dies auf die kulturellen Institutionen, insbesondere die Museen in Bayern, haben […]

Museumsmarketing und Kulturmarketing für das Museum: Wie Künstliche Intelligenz (KI) digitales Marketing in der Branche verändert 

Einführung zum Marketing für Kulturinstitutionen

Das Museums-Marketing steht vor einer Revolution. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert sich die Art und Weise, wie Museen ihre Zielgruppen erreichen und mit ihnen interagieren. Dieser Artikel beleuchtet, wie KI das Museumsmarketing transformiert und welche Auswirkungen dies auf die kulturellen Institutionen, insbesondere die Museen in Bayern, haben könnte. Aber nicht nur dort.

Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz wie beispielsweise Chatgpt im Museumsmarketing

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Trend, sondern hat sich in vielen Bereichen des Lebens fest etabliert. Besonders im Marketing spielt KI eine immer größere Rolle. Museen können von diesen Entwicklungen enorm profitieren. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Personalisierung von Besuchererlebnissen über die Optimierung von Marketingkampagnen bis hin zur effizienten Verwaltung von Sammlungen und Ressourcen.

Personalisierung und Besucherinteraktion

Ein zentrales Potenzial von KI im Museumsmarketing liegt in der Personalisierung. KI-Systeme wie ChatGPT von OpenAI ermöglichen es, Besuchern maßgeschneiderte Informationen und Empfehlungen zu bieten. So können individuelle Interessen und Vorlieben berücksichtigt werden, was zu einem intensiveren und befriedigenderen Museumserlebnis führt. Roman Weindl vom Museum Quintana in Künzing betont, dass KI-gestützte Personalisierung die Besucherzahlen und die Zufriedenheit signifikant steigern kann.

Effiziente Datenverwaltung

Die Verwaltung großer Datenmengen stellt für viele Museen eine Herausforderung dar. KI kann hier Abhilfe schaffen, indem sie Daten effizient analysiert und verwaltet. Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern hat bereits erste Erfahrungen gemacht und berichtet, dass KI-Systeme in der Lage sind, komplexe Datenbankrecherchen durchzuführen und relevante Informationen schnell und präzise bereitzustellen.

Fallbeispiele: Museen in Bayern und der Einsatz von KI

Das Würzburger Museum

Das Würzburger Museum hat im November 2022 begonnen, KI in seine Marketingstrategie zu integrieren. Durch den Einsatz von KI-gestützten Chatbots konnten sie die Interaktion in den sozialen Medien verbessern und die Besucherzahlen steigern. Besucher können jetzt über den Chatbot individuelle Reisepläne erstellen lassen und erhalten sofort Antworten auf ihre Fragen.

Museum Quintana in Künzing

Das Museum Quintana, ein archäologisches Museum in Künzing, setzt auf KI im Kulturmarketing, um seine Ausstellungen besser zu vermarkten. Durch die Analyse von Besucherdaten kann das Museum gezielte Marketingkampagnen durchführen und seine Inhalte besser auf die Bedürfnisse der Besucher abstimmen. Roman Weindl betont, dass diese Technologie das Museumserlebnis stark verbessert hat.

Kultureinrichtungen im digitalen Zeitalter

Herausforderungen und Chancen

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Kulturmarketing bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die Technologie sinnvoll und effektiv zu integrieren, ohne die menschliche Komponente zu verlieren. Museen müssen sicherstellen, dass KI-Anwendungen valide Ergebnisse liefern und ethische Standards einhalten.

Der Einfluss auf nichtstaatliche Museen

Nichtstaatliche Museen in Bayern profitieren besonders von den neuen Möglichkeiten, die KI bietet. Durch den Einsatz von KI können sie ihre Sichtbarkeit und Reichweite erhöhen. Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen unterstützt diese Entwicklungen aktiv und fördert den Einsatz moderner Technologien in kulturellen Institutionen.

KI-gestützte Marketingstrategien

Nutzung von sozialen Medien

Soziale Medien spielen eine entscheidende Rolle im modernen Marketing und digitale Präsenz ist von großem Vorteil. KI kann helfen, die Interaktion in den sozialen Medien zu verbessern und gezielte Kampagnen zu schalten. Museen, die sich frühzeitig um Instagram und Spotify, TikTok und LinkedIn Accounts kümmern, können ihre Reichweite signifikant erhöhen und neue Zielgruppen ansprechen. Nicht erst bereits seit Dezember 2021 ist bekannt , dass Soziale Medien die mit abstand am schnellsten wachsende digitale Plattformen sind. Um nicht diesen nächsten digitalen Zug mit hoher Marketingrelevanz zu verpassen, sollte man auf jeden Fall aufspringen und Erfahrungen auf den entsprechenden Plattformen sammeln.

KI-Chatbots und Besucherkommunikation

KI-Chatbots sind eine der vielversprechendsten Anwendungen im Museumsmarketing. Es ist bekannt, dass KI rund um die Uhr Fragen beantworten, Informationen bereitstellen und sogar Tickets verkaufen kann. Dies verbessert nicht nur die Besucherzufriedenheit, sondern entlastet auch das Personal. Das System wird durch die Nutzung der deep-learning-Funktion des Systems so trainiert, dass das Kulturmarketing auf ein neues Level gehoben werden kann. Man kann mit einer Software wie ChatGPT auf Inhalte zugreifen welche Helfen können digitale Kommunikation- und Strategiebertung zu bekommen. Aber auch viele andere Ki-Anwendungen haben mehr als 2.000 Veranstaltungen in der Kommunikation betreut und vielfach auch konzeptionell mitgestaltet.
Man kann beispielsweise KI dafür verwenden eine Einladung zu verfassen indem man ChatGPT die Aufforderung gibt: “ Schreibe mir einen kurzen Einladungstext für die Veranstaltung am Freitag “. Der daraufhin von ChatGPT in zwei Minuten erstelle Text ist sehr sauber strukturiert und enthielt das wesentlichste. Das System war lediglich mit Daten gefüttert welche preisgegeben wurden und teilt dabei seine Rechercheergebnisse kompakt und in verständlicher Form.

Data-Driven Kultur-Marketing

Die Analyse von Besucherdaten ermöglicht es Museen, ihre Marketingstrategien zu optimieren. KI kann dabei helfen, Muster zu erkennen und Vorhersagen zu treffen, welche Ausstellungen und Veranstaltungen am erfolgreichsten sein werden. Dies ermöglicht eine effizientere Ressourcenplanung und eine höhere Erfolgsquote bei Marketingkampagnen. Museen sollten darauf achten, dass diese in die Datenbankrecherchen von KI-basierten Anwendungen einfließen, um die Reichweite ihres Museumsmarketings zu maximieren.

Fallstudie: Bayern Tourismus Marketing

Bayern Tourismus Marketing setzt bereits intensiv auf KI, um den Tourismus in der Region zu fördern. Durch den Einsatz von KI-gestützten Analysen können sie Trends und Bedürfnisse der Touristen besser verstehen und gezielte Marketingmaßnahmen ergreifen. Dies hat zu einer signifikanten Steigerung der Besucherzahlen geführt und zeigt das enorme Potenzial von KI im der Werbung

Fazit

Künstliche Intelligenz wird die Werbung für Museen nachhaltig verändern. Von der Personalisierung der Besuchererlebnisse über die effiziente Verwaltung von Daten bis hin zur Optimierung von Marketingkampagnen – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und vielversprechend. Museen, die diese Technologien frühzeitig adaptieren, werden auch nachträglich für die Marketing-Kommunikation im Wettbewerb um Besucher und Aufmerksamkeit klare Vorteile haben. Gerne beraten wir sie als Agentur für Museumsmarketing zu all diesen Fragen.

Relevante AI-Systeme für das Museumsmarketing

Nachfolgend eine kurze Übersicht der wichtigsten AI-Systeme, die für das Museums-Marketing von Bedeutung sind:

  1. ChatGPT (OpenAI): Ein vielseitiger Chatbot, der für Besucherkommunikation und Personalisierung eingesetzt werden kann.
  2. Google AI: Bietet leistungsstarke Datenanalyse-Tools, die Museen bei der Verwaltung und Analyse ihrer Daten unterstützen.
  3. IBM Watson: Eine umfassende KI-Plattform, die vielfältige Anwendungen in der Kommunikation ermöglicht, einschließlich der Erstellung personalisierter Inhalte und der Vorhersage von Besuchertrends.
  4. Microsoft Azure AI: Bietet eine Vielzahl von KI-Diensten, die Museen in ihre digitalen Strategien integrieren können.
  5. Salesforce Einstein: Ein CRM-basiertes KI-System, das Museen bei der Optimierung ihrer Kundenbeziehungen und Marketingkampagnen unterstützt.

Diese Systeme bieten Museen die Möglichkeit, ihre Marketingstrategien zu revolutionieren und sich im digitalen Zeitalter erfolgreich zu positionieren.

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Testamentspende – mit dem letzten Willen Gutes tun und sinnvoll vererben

Testamentspende – mit dem letzten Willen Gutes tun und sinnvoll vererben. So können Sie mit einer Testamentsspende per Testament spenden.

So können Sie mit einer Testamentsspende per Testament spenden. Testamentspende – Gutes tun mit dem letzten Willen Das eigene Testament bietet die Chance, über das eigene Leben hinaus Gutes zu tun und Werte zu bewahren. Eine Testamentspende – manchmal auch Testamentsspende genannt – bedeutet, dass ein Erblasser in seinem Testament eine gemeinnützige Organisation bedenkt. Anders […]

Testamentspende – mit dem letzten Willen Gutes tun und sinnvoll vererben. So können Sie mit einer Testamentsspende per Testament spenden.

So können Sie mit einer Testamentsspende per Testament spenden.

Testamentspende – Gutes tun mit dem letzten Willen

Das eigene Testament bietet die Chance, über das eigene Leben hinaus Gutes zu tun und Werte zu bewahren. Eine Testamentspende – manchmal auch Testamentsspende genannt – bedeutet, dass ein Erblasser in seinem Testament eine gemeinnützige Organisation bedenkt. Anders ausgedrückt kann man auf diese Weise sein Testament „spenden“, indem man einen Teil des Nachlasses für wohltätige Zwecke festlegt. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diesen Weg, um Menschen in Not zu helfen und ihrer gemeinnützigen Organisation des Vertrauens etwas von ihrem Vermögen zukommen zu lassen. Eine Testamentspende wird oft auch als Erbschaftsspende bezeichnet und ermöglicht es, mit dem letzten Willen nachhaltig Gutes zu bewirken. Wer einen Teil seines Vermögens per Testament weitergibt, kann wichtige Projekte unterstützen und bleibende Spuren hinterlassen. Auf diese Weise trägt man dazu bei, eine lebenswerte Gesellschaft mitzugestalten und seinen Nachlass ganz nach Ihren Wünschen sinnstiftend einzusetzen.

Warum überhaupt ein Testament verfassen?

Viele Menschen fragen sich: „Warum brauche ich überhaupt ein Testament?“ Der Grund liegt darin, dass ohne testamentarische Verfügung automatisch die gesetzliche Erbfolge greift. Das bedeutet, dass das Gesetz bestimmt, wer Erbe wird – in der Regel nahe Verwandte und der Ehegatte. Personen, die Ihnen sehr nahe stehen, aber nicht zur Familie gehören – etwa ein Lebensgefährte, langjährige Freunde oder wohltätige Institutionen – würden ohne Testament leer ausgehen. Auch eine Organisation, die Ihnen am Herzen liegt, bliebe unberücksichtigt, wenn Sie nicht überhaupt ein Testament aufsetzen. Mit einer letztwilligen Verfügung hingegen haben Sie die Kontrolle: Sie allein bestimmen, was mit Ihrem Besitz geschieht, und können Ihren Nachlass an nahestehenden Personen oder eine gemeinnützige Organisationweitergeben, ganz nach Ihren Wünschen. Zudem verhindert ein Testament im Ernstfall Streit unter den Hinterbliebenen, da klar geregelt ist, wer welche Teile des Vermögens erhält. Nicht zuletzt schafft es Sicherheit für Sie und Ihre Familie: Sie wissen, dass Ihr Vermögen in die richtigen Hände gelangt, und Ihre Liebsten müssen sich nicht mit Unklarheiten auseinandersetzen. Falls keine gesetzlichen Erben vorhanden sind und überhaupt ein Testament fehlt, fällt die gesamte Erbschaft letztlich dem Staat zu – ein Ergebnis, das viele durch eine bewusste Nachlassregelung vermeiden möchten.

Vererben nach eigenen Wünschen: Nachlass individuell festlegen

Ein sinnvoll geregelter Nachlass ermöglicht es, den letzten Willen individuell umzusetzen. Indem Sie frühzeitig Ihren Nachlass planen, können Sie Ihr gesamtes Vermögen so aufteilen, wie Sie es möchten. Sie können festlegen, welche Personen welchen Anteil erhalten sollen, und so vererben, was Ihnen wichtig ist. Beispielsweise lässt sich im Testament bestimmen, dass ein guter Freund oder eine Person Ihres Vertrauens einen bestimmten Betrag oder Gegenstand erhält. Ebenso können Sie eine Organisation bedenken, die Ihnen am Herzen liegt. All dies können Sie im Testament detailliert festlegen, anstatt die Verteilung dem Zufall oder allein der gesetzlichen Erbfolge zu überlassen. Für Sie bedeutet das volle Kontrolle: Sie gestalten, wer Ihr Alleinerbe wird oder ob das Erbe unter mehreren Personen aufgeteilt wird. Selbst entfernte Verwandte, ein Lebenspartner ohne Trauschein oder andere Ihnen nahestehende Menschen können berücksichtigt werden, obwohl sie per Gesetz keinen Anspruch hätten. Durch dieses Vererben nach eigenen Wünschenstellen Sie sicher, dass Ihr Vermögen dort ankommt, wo Sie es haben möchten, und dass keiner vergessen wird, der Ihnen zeitlebens wichtig war. Diese individuelle Nachlassplanung gibt dem Erblasser ein gutes Gefühl, alles Notwendige getan zu haben, und schafft Klarheit für die Zukunft.

Testament aufsetzen: eigenhändig oder notariell?

Ein Testament können Sie auf zwei Hauptwege aufsetzen: eigenhändig oder mit Hilfe eines Notars. Das eigenhändige(handschriftliche) Testament bedeutet, dass Sie den gesamten Text selbst handschriftlich verfassen und am Ende mit vollem Namen verfasst und unterschrieben haben. Dieses Testament handschriftlich zu erstellen, hat den Vorteil, dass keine unmittelbaren Kosten entstehen und Sie es jederzeit unkompliziert ändern oder ergänzen können. Wichtig ist dabei, Unklarheiten zu vermeiden: Schreiben Sie gut lesbar und verwenden Sie vollständige Namen, um Verwechslungen auszuschließen. Zudem empfiehlt es sich, im Dokument Ort und Datum anzugeben – insbesondere dann, wenn Sie im Laufe der Zeit mehrere Testamente verfasst haben, hilft dies, die zeitlich letzte und gültige Version eindeutig zu erkennen. Alternativ können Sie ein notarielles Testament errichten. Dabei formulieren Sie Ihren letzten Willen mit der Hilfe eines Notars, der den Inhalt rechtssicher in die richtige Form bringt und notariell beurkundet. Das notarielle Testament bietet sich vor allem bei komplexen Vermögensverhältnissen oder unsicheren Formulierungen an, da der Notar auf rechtliche Korrektheit achtet. Nach der Beurkundung wird ein solches Testament in amtliche Verwahrung gegeben – entweder direkt beim Notar oder beim Nachlassgericht – und im Zentralen Testamentsregister registriert. Für die Dienste des Notars fallen Gebühren an, deren Höhe sich nach dem Wert des Nachlasses richtet. Beide Formen sind rechtsgültig, sofern sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Ehepaare oder eingetragene Partner haben außerdem die Möglichkeit, ein gemeinschaftliches Testament (z.B. ein Berliner Testament) aufzusetzen. In einem solchen gemeinschaftlichen Testament setzen sich die Partner häufig gegenseitig als Vollerben ein, sodass zunächst der länger lebende Partner alles erhält und erst nach dessen Tod die Kinder oder andere Erben zum Zuge kommen. Welche Form man wählt, hängt von der persönlichen Situation ab – im Zweifel kann eine Beratung durch Fachleute sinnvoll sein. Manchmal ist es auch ratsam, einen Testamentsvollstrecker im Dokument zu benennen, der die Umsetzung des letzten Willens überwacht und die Rechtsnachfolge reibungslos organisiert.

Testament aufbewahren: sichere Verwahrung zuhause oder beim Notar

Ist das Testament verfasst, stellt sich die Frage der Aufbewahrung. Am wichtigsten ist, dass das Dokument im Ernstfall schnell aufgefunden und eröffnet werden kann. Sie können Ihr Testament natürlich zu Hause aufbewahren – etwa in einem Safe oder einem privaten Ordner. In diesem Fall sollten Sie jedoch unbedingt eine Vertrauensperson aus Ihrem Umfeld informieren, wo das Schriftstück zu finden ist. Es empfiehlt sich, einer nahestehenden Person oder dem vorgesehenen Erben mitzuteilen, wo Ihr letzter Wille verwahrt wird. Um ganz sicherzugehen, können Sie Ihr Testament auch offiziell hinterlegen. Gegen eine Gebühr beim zuständigen Nachlassgericht (dem örtlichen Amtsgericht) lässt sich das Testament in besondere amtliche Verwahrung geben. Bei dieser Option wird es im Zentralen Testamentsregister der Bundesnotarkammer registriert. Ein solches hinterlegtes Testament wird im Todesfall automatisch eröffnet, sodass Ihr Wille garantiert Beachtung findet. Die Kosten für die amtliche Verwahrung und Registrierung sind gering und lohnen sich, wenn man bedenkt, dass dadurch Verluste oder Unauffindbarkeit des Testaments praktisch ausgeschlossen sind. Sofern Sie das Dokument hingegen privat aufbewahren, sollte die Person Ihres Vertrauens genau wissen, wo es liegt, und idealerweise eine Kopie oder Hinweise dazu haben. Die sichere Verwahrung – ob privat mit Information der Angehörigen oder amtlich beim Nachlassgericht – ist unerlässlich, damit Ihr letzter Wille zum gegebenen Zeitpunkt bekannt wird und umgesetzt werden kann.

Erblasser, Erbe, Vermächtnis und Immobilie im Testament

Beim Aufsetzen eines Testaments ist es wichtig, den Unterschied zwischen Erbe und Vermächtnis zu kennen – dies beeinflusst, wie Ihr Nachlass verteilt wird. Setzen Sie jemanden als Erben ein, so übernimmt diese Person Ihre gesamte Rechtsposition. Das bedeutet, der Erbe erhält nicht nur Vermögenswerte, sondern tritt auch in alle Rechte und Pflichten ein. Mit dem Erbe gehen also auch mögliche Verbindlichkeiten (Schulden, offene Rechnungen, laufende Verträge) auf diese Person über. Juristisch spricht man hier von der Universalsukzession oder Rechtsnachfolge, bei der die gesamte Vermögensmasse als Ganzes übergeht. Anders verhält es sich beim Vermächtnis: Hier vermachen Sie einer bestimmten Person oder Institution einen ganz bestimmten Gegenstand oder einen genau bezifferten Teil Ihres Nachlasses, ohne diese Person zum Erben im juristischen Sinne zu machen. Vermachen können Sie zum Beispiel einen festen Geldbetrag, ein Wertpapierdepot oder auch eine Immobilie. Ebenso ist es möglich, einen prozentualen Anteil am Erbe als Vermächtnis festzulegen – etwa dass eine Organisation 10% des Nachlasswertes erhalten soll. Ein Vermächtnisnehmer hat einen Anspruch gegen die Erben, dass ihm das Zugewendete ausgehändigt wird, übernimmt aber keine Schulden. In der Praxis werden in vielen Testamenten zunächst die Erben bestimmt und anschließend zusätzliche Vermächtnisse angeordnet, um einzelne Zuwendungen zu verteilen. Wenn Sie zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz oder eine andere Organisation unterstützen möchten, können Sie dies entweder tun, indem Sie diese als Miterbe oder Alleinerbe einsetzen, oder indem Sie ein Vermächtnis zugunsten der Organisation anordnen. Beachten Sie jedoch: Nahe Angehörige wie Kinder oder Ehepartner haben immer einen Pflichtteil. Dieser Pflichtteilsanspruch beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und steht ihnen zu, wenn sie durch das Testament enterbt werden. Das bedeutet, auch wenn Sie Ihr Vermögen großteils einer gemeinnützigen Einrichtung vermachen, können pflichtteilsberechtigte Personen ihren Mindestanspruch geltend machen. Dennoch lässt sich durch kluge Gestaltung viel erreichen: Durch ein Vermächtnis oder eine entsprechende Erbeinsetzung können Sie gemeinnützige Zwecke bedenken und zugleich alle familiären Verpflichtungen erfüllen.

Das DRK e.V. im Testament bedenken

Viele große Hilfsorganisationen informieren inzwischen darüber, wie man sie im Testament berücksichtigen kann. So hat etwa der DRK-Landesverband Berlin e.V. eine eigene Broschüre zum Thema herausgegeben. Mit einer sogenannten Testamentsspende an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) e.V. können Sie zum Beispiel humanitäre Projekte unterstützen und über den Tod hinaus Gutes tun. Das DRK wird bereits von vielen Menschen im Testament bedacht – sei es als Erbe oder über ein Vermächtnis. Grundsätzlich stehen Ihnen dabei mehrere Wege offen, wenn Sie eine gemeinnützige Organisation wie das DRK im Testament berücksichtigen möchten. Sie können das DRK als Alleinerben einsetzen, sodass es Ihren kompletten Nachlass erhält (abzüglich eventueller Pflichtteile für Angehörige). Genauso ist es möglich, den Verband als Miterben zu benennen, der sich das Erbe mit einer oder mehreren Privatpersonen teilt. Die dritte Möglichkeit ist, dem DRK ein Vermächtnis testamentarisch zuzuwenden – beispielsweise einen bestimmten Geldbetrag, eine Immobilie oder andere Vermögenswerte. In Ihrem letzten Willen können Sie sogar festlegen, wofür die Organisation die Mittel verwenden soll, indem Sie bestimmte Zwecke oder Projekte angeben, die Ihnen besonders wichtig sind. Das Deutsche Rote Kreuz etwa bietet an, dass Testamentsspender angeben, ob sie Projekte im In- oder Ausland unterstützen möchten. Solche Zuwendungen von Todes wegen sind für Hilfsorganisationen sehr wertvoll, denn sie ermöglichen oft erst Projekte, die ohne private Nachlass-Spenden nicht finanziert werden könnten. Zudem fällt für diese Vermächtnisse oder Erbschaften keine Erbschaftsteuer an, wenn die empfangende Organisation als gemeinnützig anerkannt ist – das DRK und ähnliche Organisationen sind von der Erbschaftsteuer befreit. Ihr Vermächtnis kommt also ungeschmälert dem guten Zweck zugute. Mit einer Testamentspende an eine wohltätige Organisation tragen Sie dazu bei, humanitäre Hilfe zu leisten und das Leiden anderer zu lindern. Sie können bleibende Spuren hinterlassen, indem Sie Ihr Lebenswerk teilweise weitergeben, um beispielsweise die Arbeit des Roten Kreuzes fortzuführen. Auf diese Weise kann Ihr Testament die Zukunft anderer positiv mitgestalten und zu etwas wirklich Bleibendem werden.

Nachlassplanung: frühzeitig vorsorgen

Da ein Testament und die Verteilung des Nachlasses wichtige Themen sind, lohnt es sich, frühzeitig mit der Nachlassplanung zu beginnen. Eine wohlüberlegte Planung gibt Ihnen die Möglichkeit, alle Aspekte zu bedenken: Wer soll was bekommen? Wie sollen Familie, Freunde und ggf. Organisationen berücksichtigt werden? Oft ist es sinnvoll, sich einen Überblick über das eigene Vermögen zu verschaffen – inklusive Immobilien, Bankguthaben, Wertpapieren, Versicherungen und persönlicher Gegenstände mit ideellem Wert. Auch Schulden oder Verbindlichkeiten sollten in die Überlegungen einbezogen werden, damit klar ist, was vom Nachlass an Nettovermögen verbleibt. Im Zuge der Planung können Sie auch Gespräche mit Ihren Angehörigen führen. Offen über die eigenen Vorstellungen zu sprechen, kann Missverständnissen vorbeugen und Akzeptanz schaffen. Besonders wenn Sie planen, einen Teil des Erbes an eine gemeinnützige Organisation zu geben, ist es manchmal hilfreich, dies den Angehörigen früh zu kommunizieren. So wissen Ihre Lieben, was Sie sich wünschen, und fühlen sich nicht überrascht oder übergangen. Frühzeitige Planung bedeutet auch, sich Gedanken über mögliche Änderungen zu machen: Ein Testament kann jederzeit geändert oder neu aufgesetzt werden, sollte sich Ihre Lebenssituation ändern (zum Beispiel durch Geburt von Enkeln, Scheidung, neue Partnerschaften etc.). Es ist ratsam, das Testament in Abständen zu überprüfen und sicherzustellen, dass es weiterhin Ihrem Willen entspricht. In schwierigen Fällen – etwa wenn Immobilien im Ausland vorhanden sind oder komplexe Familienverhältnisse bestehen – kann die Einschaltung eines Fachanwalts für Erbrecht oder eines Notars Teil der vorausschauenden Nachlassplanung sein. Mit rechtzeitiger und durchdachter Planung schaffen Sie Verbindlichkeit und vermeiden Unsicherheiten. Ihre Liebsten und Begünstigten wissen so genau, woran sie sind, und Sie können sicher sein, alles nach Ihren Vorstellungen vorbereitet zu haben.

Testament-Ratgeber: Informationen rund um die Testamentspende

Die Thematik des Vererbens und Testament-Aufsetzens kann komplex sein. Deshalb gibt es zahlreiche Ratgeber und Broschüren, die Informationen rund um die Testamentspende und Nachlassgestaltung bieten. Viele gemeinnützige Organisationen – darunter das DRK, Caritas, Stiftungen und andere Vereine (e.V.) – stellen kostenloses Informationsmaterial bereit. Solche Testament-Ratgeber erklären in verständlicher Form, was bei der Testamentserstellung zu beachten ist, wie die gesetzliche Erbfolge funktioniert und wie man gemeinnützig vererbenkann. Oft enthalten sie auch Checklisten und Beispielformulierungen, die beim Formulieren des letzten Willens helfen. Sie finden dort Hinweise zum Testament erstellen, zu Themen wie dem digitalen Nachlass, zur Gründung einer eigenen Stiftung oder zur Absicherung von Angehörigen. Es lohnt sich, diese Materialien anzufordern oder online herunterzuladen – sie bieten einen guten Überblick und konkrete Tipps. Zudem bieten viele Verbände persönliche Beratung an: So haben einige DRK-Landesverbände spezielle Ansprechpartner, die Fragen von potentiellen Testamentsspendern beantworten. In kostenlosen Seminaren oder Beratungsgesprächen kann man sich individuell informieren, wie man sein Testament optimal aufsetzt und dabei eventuell einen gemeinnützigen Zweck berücksichtigt. Auch Verbraucherorganisationen wie Stiftung Warentest veröffentlichen regelmäßig aktuelle Ratgeber zum Thema Erben und Vererben, in denen auch das Vererben oder Vermachen an Organisationen behandelt wird. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um sich umfassend zu informieren. Mit dem richtigen Wissen und sorgfältiger Planung kann ein Testament die Zukunft Ihrer Angehörigen absichern und zugleich helfen, Gutes zu tun – eine Win-Win-Situation, die Ihre Werte und Vorstellungen über das eigene Leben hinaus weiterträgt.

Gerne empfehlen wir uns in diesem Zusammenhang auch als Fundraising Agentur und Sozialmarketing Agentur. Und wir hatten übrigens eine ganz wunderbare Idee wirklich jede Organisation in Deutschland mit Testamentsspenden glücklich zu machen. Dazu mehr in unserem Artikel: Das letzte Trinkgeld – ein Ethikstandard für Nachlässe.

Fachliteratur und Quellen

Bundesministerium der Justiz (2024): Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Erbrecht. §§ 1922-2385 BGB. Berlin: Bundesanzeiger Verlag.

Deutsches Institut für Altersvorsorge (2023): Erben in Deutschland 2015-2024: Die große Erbschaftswelle. Studie zur Vermögensübertragung. Köln: DIA Verlag.

GfK Charity Engagement Monitor (2024): Gemeinnütziges Vererben in Deutschland. Bereitschaft und Motive für Testamentsspenden. Hamburg: GfK SE.

Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ (2024): Ratgeber Testamentsspende – Rechtssicher vererben für den guten Zweck. Berlin: Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Zimmermann, Walter/Hottmann, Jürgen (2023): Handbuch der Testamentsvollstreckung. 6. Auflage. München: C.H. Beck Verlag.

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Wissenschaftskommunikation für die Berliner Zukunftsorte: Kampagne „Die Zukunft wird gut, weil wir sie machen.“

Die Zukunft wird gut. Weil wir sie machen.

Kampagne für die Berliner Zukunftsorte an der Schnittstelle von Wissenschaftskommunikation, Public Affairs und B2B Marketing Wie können wir die Welt vom Plastikmüll befreien, die Artenvielfalt erhalten oder Krankheiten wie Krebs besiegen? Ist es möglich, das Leben für alle Menschen lebenswerter zu machen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen? Das und noch viel mehr sind […]

Kampagne für die Berliner Zukunftsorte an der Schnittstelle von Wissenschaftskommunikation, Public Affairs und B2B Marketing

Kampagne für die Berliner Zukunftsorte an der Schnittstelle von Wissenschaftskommunikation, Public Affairs und B2B Marketing

Wie können wir die Welt vom Plastikmüll befreien, die Artenvielfalt erhalten oder Krankheiten wie Krebs besiegen? Ist es möglich, das Leben für alle Menschen lebenswerter zu machen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen? Das und noch viel mehr sind die spannenden Fragen der Zukunft.

An den Antworten zu diesen Fragen wird an den 11 Zukunftsorten Berlins in über 2.000 Unternehmen geforscht und gearbeitet, für die kakoii Berlin eine optimistische Public Affairs Zukunftskampagne entwickelt hat.

 „Zukunft ist, wenn …“

Anfang März 2022 startet die Kommunikation zur besseren, Wahrnehmung von Wissenschaft und Zukunft in der Gesellschaft. Zugleich kommuniziert sie die Standortvorteile Berlins, wo aus wissenschaftlichen Erkenntnissen innovative Produkte und Leistungen entstehen. Sie leisten sinnvolle Beträge zur Lösung globaler Herausforderungen und bieten Anlass, mit Optimismus in die Zukunft zu schauen.

Zum Auftakt stellt die Kampagne unter folgenden Gedanken drei spannende Lösungen vor:

Zukunftsorte Berlin Kampagne„Zukunft ist, wenn Plastikmüll Geschichte ist.“

Am Zukunftsort „Berlin Adlershof“ entwickeln Forschende aus der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V., Mitglied der Zuse-Gemeinschaft, eine digitale Technik, Mikropartikel im Abwasser so aufzuspüren, dass sie herausgefiltert werden können und nicht in unsere Gewässer gelangen. mehr

Zukunftsorte Berlin Kampagne„Zukunft ist, wenn die Bienen wiederkommen.“

Am Zukunftsort „Technologie-Park Berlin Humboldthain“ wurde das Projekt „Sens4Bee“ vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM ins Leben gerufen. Das Ziel ist, mithilfe von Sensoren in Bienenstöcken und an Einzeltieren genügend Daten zu erheben, um das Bienenwohl in Verbindung mit Umweltereignissen analysieren zu können. mehr

Zukunftsorte Berlin Kampagne„Zukunft ist, wenn Krebs nur noch ein Tier ist.“

Am Zukunftsort „Berlin-Buch“ entwickelt T-knife neuartige Immuntherapien gegen Krebs: Sie bringen den T-Zellen von Patient*innen bei, solide Tumoren zu erkennen und zu bekämpfen. T-knife ist ein Spin-off des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) zusammen mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin. mehr

Medien und Maßnahmen

Die Kampagne vereint Elemente von Wissenschaftskommunikation, Public Affairs und B2B Marketing. Ab Montag sind die drei Motive in OOH-Schaltungen in Berlin zu sehen: auf 146 City-Light-Säulen und 237 Public-Video-Stations. Zudem in Social-Media-Ads sowie auf den eigenen Kanälen der Zukunftsorte Berlin.

Neben kakoii Berlin als Leadagentur und verantwortlich für die Kreation sind beteiligt: Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH (Mediaplanung), connex Werbeagentur GmbH (Schaltung Social-Media-Ads), Wall GmbH (Werbefläche: City-Light-Säulen), Ströer CORE GmbH & Co. KG (Werbefläche: Public-Video-Station), eclipse GmbH (Druck 8/1-Plakate).

Über die Berliner Zukunftsorte

Zukunftsorte kennzeichnen spezielle Areale, wo ein lebendiges Netzwerk aus wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren entsteht oder gefördert wird. Diese Orte zeichnen sich durch eine aktive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungs- und Technologieinstitutionen aus, was die Innovationskraft und Wettbewerbsstärke der lokalen Wirtschaft vorantreibt.

Zu den herausragenden Beispielen solcher Zukunftsorte zählen der Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof, der Biotechnologie-Campus Berlin-Buch, der Campus Charlottenburg, CleanTech Marzahn, der EUREF-Campus in Schöneberg, der Technologiepark Humboldthain, der Forschungs- und Produktionsstandort in Schöneweide/Südost, der Campus Dahlem/Südwest mit seinem Technologie- und Gründerzentrum, der Flughafen Tegel als Zentrum für Urbane Technologien, Siemensstadt Square sowie der Flughafen Tempelhof, der sich als Knotenpunkt der Kreativwirtschaft etabliert hat.

Das Ziel ist es, Berlin als einen führenden Standort für Zukunftstechnologien und -industrien weiter zu entwickeln. Die Zukunftsorte spielen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie technologie- und wissensbasierten Unternehmen attraktive Flächen bieten, die als Nährboden für innovative Entwicklungen und kreative Lösungen dienen.

Mehr Optimismus und Informationen über die Zukunftsorte unter: https://zukunftsorte.berlin. Gerne empfehlen wir uns in diesem Zusammenhang gerne als Public Affairs Agentur, Agentur für Wissenschaftskommunikation, als Design Agentur Berlin und als Agentur für Politikberatung und politische Kommunikation.

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Grundlagen guter Wissenschaftskommunikation

Wissenschaftskommunikation: Definition, Geschichte, Instrumente, Akteure und ihre Bedeutung

Wissenschaftskommunikation: Moderne Formate und Grundlagen guter Science Communication im digitalen Zeitalter – Ein praxisnaher Leitfaden für forschend Tätige von wissenschaftskommunikation.de über NAWIK bis WissKomm Die wissenschaftskommunikation hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt und steht heute vor neuen Herausforderungen und Chancen. In einer Zeit, in der wissenschaftliche erkenntnisse zunehmend gesellschaftsrelevant werden und die allgemeine […]

Wissenschaftskommunikation: Moderne Formate und Grundlagen guter Science Communication im digitalen Zeitalter – Ein praxisnaher Leitfaden für forschend Tätige von wissenschaftskommunikation.de über NAWIK bis WissKomm

Wissenschaftskommunikation: Moderne Formate und Grundlagen guter Science Communication im digitalen Zeitalter – Ein praxisnaher Leitfaden für forschend Tätige von wissenschaftskommunikation.de über NAWIK bis WissKomm

Die wissenschaftskommunikation hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt und steht heute vor neuen Herausforderungen und Chancen. In einer Zeit, in der wissenschaftliche erkenntnisse zunehmend gesellschaftsrelevant werden und die allgemeine öffentlichkeit ein wachsendes Interesse an wissenschaft und forschung sowie technologischen Entwicklungen zeigt, kommt der professionellen Vermittlung von Wissenschaft eine Schlüsselrolle zu. Moderne wissenschaftskommunikation umfasst dabei weit mehr als die klassische Übertragung von Fachwissen – sie erfordert strategische Planung, zielgruppenspezifische Ansätze und den geschickten Einsatz digitaler Medien. Die Landschaft der wissenschaftskommunikation in Deutschland wird maßgeblich geprägt durch renommierte Institutionen wie das nationale institut für wissenschaftskommunikation (nawik), Plattformen wie wissenschaftskommunikation.de und Organisationen wie wissenschaft im dialog. Diese akteure der wissenschaftskommunikation entwickeln kontinuierlich neue formate und Methoden, um komplexe wissenschaftliche inhalte verständlich und ansprechend zu vermitteln. Die grundlagen der wissenschaftskommunikation basieren heute auf einem evidenzbasierten Ansatz, der sowohl die Bedürfnisse der zielgruppe als auch die Besonderheiten des jeweiligen wissenschaftsbereichs berücksichtigt. Dabei spielt die digitale Transformation eine zentrale Rolle, da sie völlig neue Möglichkeiten für interaktive und partizipative Vermittlungsformen eröffnet. Gute wissenschaftskommunikation zeichnet sich durch Verständlichkeit, Relevanz und die Fähigkeit aus, komplexe forschungsergebnisse für verschiedene gesellschaftliche Gruppen zugänglich zu machen.

Aktuelle Entwicklungen in der deutschen Wissenschaftskommunikation

Die wissenschaftskommunikation in Deutschland hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Professionalisierung erfahren, die den bereich wissenschaftskommunikation grundlegend transformiert hat. Das institut für wissenschaftskommunikation nawik, das 2012 als gemeinnützige GmbH am karlsruher institut für technologie (kit) gegründet wurde, fungiert als zentrale Anlaufstelle für die Qualifizierung von wissenschaftlerinnen und wissenschaftlern im Bereich der Wissenschaftsvermittlung. Das institut bietet ein breites Spektrum an weiterbildungsangebote, die von Grundlagenseminaren bis hin zu spezialisierten Workshops für externe wissenschaftskommunikation reichen. Die Organisation verfolgt einen praxisnahen Ansatz, der wissenschaftler*innen dabei unterstützt, ihre forschungsergebnisse effektiv an verschiedene gesellschaftliche Gruppen zu kommunizieren. Parallel dazu hat sich wissenschaftskommunikation.de als das zentrale informations- und diskussionsportal für den deutschsprachigen Raum etabliert. Diese Plattform, die als Gemeinschaftsprojekt von wissenschaft im dialog, nawik und der Wissenschaftskommunikationseinheit des kit betrieben wird, bietet regelmäßige Updates, Stellenausschreibungen und praxisrelevante tipps und leitlinien für akteure in der wissenschaftskommunikation. Die Redaktion erstellt regelmäßig den „wisskomm-Update“ Newsletter, der über aktuelle Entwicklungen und neue formate informiert. Durch diese institutionelle Vernetzung entsteht ein systematischer Ansatz zur Förderung professioneller wissenschaftskommunikation, der sowohl theoretische grundlagen als auch praktische Anwendung berücksichtigt. Die wissenschaftskommunikation wurde in den letzten Jahren zunehmend als eigenständiges forschungsfeld etabliert, das systematische evaluation und kontinuierliche Qualitätsentwicklung ermöglicht.

Digital transformierte Formate in der modernen Science Communication

Die digitale Revolution hat die Wissenschaftskommunikation nachhaltig verändert und völlig neue formate hervorgebracht, die traditionelle Vermittlungsansätze ergänzen oder sogar ersetzen. Podcasts haben sich als besonders effektives medium etabliert, da sie eine intime Gesprächsatmosphäre schaffen und komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge in verständlicher form präsentieren können. Social Media Plattformen wie Instagram, TikTok und Twitter bieten Möglichkeiten für niedrigschwellige wissenschaftskommunikation, die besonders jüngere zielgruppen erreicht. infografiken und datenvisualisierungen ermöglichen es, komplexe forschungsergebnisse auf einen Blick erfassbar zu machen und fördern das Verständnis für wissenschaftliche Zusammenhänge. Virtual Reality und Augmented Reality Anwendungen eröffnen völlig neue Dimensionen für immersive Wissenschaftserlebnisse, die es ermöglichen, abstrakte Konzepte greifbar zu machen. Künstliche Intelligenz, einschließlich ki-basierter Tools wie ChatGPT, wird zunehmend zur Personalisierung von Wissenschaftsinhalten und zur Automatisierung von Kommunikationsprozessen eingesetzt. twitterbots und andere automatisierte Kommunikationstools können dabei helfen, wissenschaftliche Inhalte zeitnah zu verbreiten und mit der allgemeine öffentlichkeit in Dialog zu treten. interaktive Online-Plattformen fördern die partizipative wissenschaftskommunikation und ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, aktiv an wissenschaftlichen Diskussionen teilzunehmen. Die science communication im digitalen Zeitalter erfordert neue Kompetenzen und ein Verständnis für die Besonderheiten verschiedener Plattformen und Medienformate. Moderne wissenschaftskommunikation findet heute in einem multiplen Medienumfeld statt, das kontinuierliche Anpassung und Innovation erfordert.

Gute Wissenschaftskommunikation: Qualitätsstandards und Leitlinien

Die grundlagen guter wissenschaftskommunikation basieren auf klar definierten Qualitätskriterien, die sich in den letzten Jahren zu einem systematischen Rahmenwerk entwickelt haben. Der international anerkannte QUEST-Qualitätsrahmen definiert zwölf Qualitätsindikatoren, die in drei Hauptbereiche gegliedert sind: Vertrauenswürdigkeit und wissenschaftliche Genauigkeit, Präsentation und Stil sowie gesellschaftliche Verbindung. Diese leitlinie betont die Wichtigkeit von Faktentreue, Transparenz und der Berücksichtigung gesellschaftlicher Auswirkungen. In Deutschland haben Organisationen wie der Siggener Kreis spezifische „leitlinien für gute Wissenschafts-PR“ entwickelt, die institutionelle Kommunikatoren dabei unterstützen, professionelle Standards einzuhalten. Die evaluation von wissenschaftskommunikation hat sich als entscheidender Baustein etabliert, wobei die Impact Unit von wissenschaft im dialog kostenlose Beratung und Werkzeuge für die Bewertung von Kommunikationsmaßnahmen anbietet. Moderne evaluation geht dabei über einfache Reichweitenmessungen hinaus und fokussiert auf messbare Veränderungen in Wissen, Einstellungen und Verhalten der zielgruppe. Der Ansatz der „Theory of Change“ ermöglicht es, klare Wirkungsketten von Kommunikationsaktivitäten zu definieren und deren Erfolg systematisch zu messen. Die akteure der wissenschaftskommunikation sind zunehmend gefordert, ihre Arbeit evidenzbasiert zu gestalten und transparente Qualitätsstandards zu implementieren.

Science Communication for Public Engagement: Partizipative Ansätze

Die moderne wissenschaftskommunikation hat sich von einem einseitigen Informationstransfer hin zu dialogorientierten Ansätzen entwickelt, die aktive Beteiligung der öffentlichkeit fördern. Citizen Science-Projekte exemplifizieren diesen Wandel, indem sie Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, direkt an wissenschaftlichen Forschungsprozessen mitzuwirken. Die Plattform „Bürger schaffen Wissen“ unterstützt über 130 partizipative Forschungsprojekte und demonstriert das Potenzial für kollaborative Wissenschaft. Diskussionsveranstaltungen und science center schaffen physische Räume für den direkten Austausch zwischen forschung und gesellschaft, wobei innovative formate wie Science Slams oder Poetry-Slam-Veranstaltungen neue Wege für die Wissenschaftsvermittlung eröffnen. Die wissenschaftsjahre des bundesministeriums für bildung und forschung zeigen, wie groß angelegte thematische Kampagnen verschiedene gesellschaftliche Gruppen erreichen und für wissenschaftsthemen sensibilisieren können. Populärwissenschaftliche Formate in verschiedenen Medien tragen dazu bei, wissenschaftliche erkenntnisse in den allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs zu integrieren. Der Bereich der wissenschaftskommunikation profitiert dabei von interdisziplinären Ansätzen, die verschiedene kommunikative Strategien kombinieren und sowohl rationale als auch emotionale Ansprache nutzen. Die wissenschaftskommunikation findet heute nicht mehr nur in traditionellen Bildungseinrichtungen statt, sondern durchdringt verschiedene gesellschaftliche Bereiche und schafft neue Verbindungen zwischen wissenschaft und öffentlichkeit.

Kommunikatoren und journalismus: Das Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Medien

Das Verhältnis zwischen wissenschaft – medien hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt und neue Herausforderungen für die kommunikation über wissenschaft geschaffen. wissenschaftsjournalismus steht vor der Aufgabe, komplexe forschungsergebnisse verständlich aufzubereiten, während gleichzeitig der Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit gewahrt bleiben muss. kommunikatoren in wissenschaftseinrichtungen arbeiten eng mit journalismus zusammen, um eine ausgewogene Berichterstattung zu fördern. pressestellen spielen dabei eine zentrale Rolle als Vermittler zwischen forschend tätigen wissenschaftlerinnen und wissenschaftlern und den Medien. Die wissenschaftspressekonferenz bleibt ein wichtiges instrument für den direkten Dialog, wird aber zunehmend durch digitale formate ergänzt. Renommierte Expertinnen wie beatrice lugger und annette leßmöllmann haben maßgeblich zur Professionalisierung der wissenschaftskommunikation beigetragen und neue standards entwickelt. Der communicator-preis würdigt jährlich herausragende Leistungen in der Wissenschaftsvermittlung und zeigt die Vielfalt innovativer Ansätze auf. Die wissenschaftskommunikationsforschung untersucht systematisch die Wirkung verschiedener Kommunikationsstrategien und trägt zur evidenzbasierten Weiterentwicklung der Disziplin bei. Moderne evaluation von wissenschaftskommunikation geht dabei über einfache Reichweitenmessungen hinaus und fokussiert auf messbare Veränderungen in Wissen, Einstellungen und Verhalten. Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig eine professionelle Herangehensweise an wissenschaftskommunikation für die Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit der Wissenschaftsvermittlung ist.

Neue Formate und kreative Ansätze für Public Engagement

Die entwicklung neuer formate in der wissenschaftskommunikation zeigt eine bemerkenswerte Kreativität und Innovation, die weit über traditionelle Vermittlungsansätze hinausgeht. poetry-slam Veranstaltungen mit wissenschaftsbezug ermöglichen es, komplexe forschungsthemen auf emotionale und unterhaltsame Weise zu vermitteln. science center fungieren als lebendige Lernorte, die wissenschaftliche erkenntnisse durch hands-on Experimente und interaktive Exponate erfahrbar machen. diskussionsveranstaltungen schaffen Räume für den direkten austausch zwischen forschung und gesellschaft, wobei citizen science-Projekte neue Formen der Partizipation ermöglichen. Das bundesministeriums für bildung und forschung fördert durch die wissenschaftsjahre groß angelegte thematische Kampagnen, die verschiedene gesellschaftliche Gruppen erreichen und für wissenschaftsthemen sensibilisieren können. populärwissenschaftliche Formate in verschiedenen Medien tragen dazu bei, wissenschaftliche erkenntnisse in den allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs zu integrieren. Der bereich der wissenschaftskommunikation profitiert dabei von interdisziplinären Ansätzen, die verschiedene kommunikative Strategien kombinieren und sowohl rationale als auch emotionale Ansprache nutzen. Innovative technologische Entwicklungen wie twitterbot-Systeme ermöglichen es, automatisiert auf aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen zu reagieren und zeitnahe Information bereitzustellen. Diese vielfältigen ansätze zeigen, wie science communication for public engagement neue Wege für die Vermittlung von wissenschaft und forschung eröffnet. Die grundlagen guter wissenschaftskommunikation basieren auf der Erkenntnis, dass verschiedene Formate und Kanäle erforderlich sind, um diverse Zielgruppen zu erreichen und nachhaltiges Interesse für wissenschaftsthemen zu wecken.

Streaming-Plattformen wie Twitch und Discord werden zunehmend für wissenschaftliche Inhalte genutzt und ermöglichen es, in Echtzeit mit der community zu interagieren. Virtual Reality-Anwendungen schaffen immersive Lernerfahrungen, die komplexe wissenschaftliche Konzepte visualisieren und erfahrbar machen. Gamification-Ansätze integrieren spielerische Elemente in die Wissenschaftsvermittlung und erhöhen die Motivation zur Auseinandersetzung mit wissenschaftsthemen. Mobile Apps für citizen Science-Projekte ermöglichen es, wissenschaftliche Datensammlung in den Alltag zu integrieren und fördern das Verständnis für wissenschaftliche Methoden. Die Integration von künstlicher Intelligenz in Kommunikationstools eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Lernerfahrungen und automatisierte Inhaltsgenerierung. interaktive Webfeatures und datenvisualisierungstools machen komplexe forschungsergebnisse zugänglich und fördern das öffentliche Verständnis für wissenschaftliche Zusammenhänge. Diese technologischen Entwicklungen erfordern von kommunikatorinnen und kommunikatoren kontinuierliche Weiterbildung und Anpassung ihrer Strategien an neue Plattformen und Nutzungsgewohnheiten.

Die wissenschaftskommunikation erlebt derzeit eine beispiellose Innovation in der Entwicklung neuer formate, die durch technologische Fortschritte und veränderte Mediennutzungsgewohnheiten vorangetrieben wird. Streaming-Plattformen wie Twitch und Discord werden zunehmend für wissenschaftliche Inhalte genutzt und ermöglichen es, in Echtzeit mit der community zu interagieren. Virtual Reality-Anwendungen schaffen immersive Lernerfahrungen, die komplexe wissenschaftliche Konzepte visualisieren und erfahrbar machen. Gamification-Ansätze integrieren spielerische Elemente in die Wissenschaftsvermittlung und erhöhen die Motivation zur Auseinandersetzung mit wissenschaftsthemen. Mobile Apps für citizen Science-Projekte ermöglichen es, wissenschaftliche Datensammlung in den Alltag zu integrieren und fördern das Verständnis für wissenschaftliche Methoden. Die Integration von künstlicher Intelligenz in Kommunikationstools eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Lernerfahrungen und automatisierte Inhaltsgenerierung. Interaktive Webfeatures und datenvisualisierungstools machen komplexe forschungsergebnisse zugänglich und fördern das öffentliche Verständnis für wissenschaftliche Zusammenhänge. Diese technologischen Entwicklungen erfordern von kommunikatoren kontinuierliche Weiterbildung und Anpassung ihrer Strategien an neue Plattformen und Nutzungsgewohnheiten.

Wissenschaft kommunizieren: Methoden und Strategien außerhalb der Wissenschaft

Erfolgreiche Strategien, um wissenschaft kommunizieren zu können, erfordern ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und Erwartungen verschiedener Zielgruppen außerhalb der wissenschaft. Die sichtbarkeit wissenschaftlicher inhalte in der heutigen Medienlandschaft erfordert strategische Planung und den gezielten Einsatz verschiedener Kommunikationskanäle. pressestellen von wissenschaftseinrichtungen spielen eine zentrale Rolle bei der professionellen Aufbereitung und Verbreitung von forschungsergebnissen an journalismus und öffentlichkeitsarbeit. Social Media Strategien erfordern authentisches Verhalten und lokale Orientierung, wie Studien mit deutschen Forschungseinrichtungen zeigen. Die wissenschaftspressekonferenz bleibt ein wichtiges instrument für die direkte Kommunikation mit Medienvertretern, wird aber zunehmend durch digitale formate ergänzt. Influencer-Marketing im wissenschaftsbereich ermöglicht es, neue zielgruppen zu erreichen und wissenschaftliche Inhalte in populären Medienformaten zu präsentieren. Die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftsjournalismus und institutioneller wissenschaftskommunikation schafft Synergien, die beiden Bereichen zugutekommen. Internationale Vernetzung durch europäische Programme und Kooperationen erweitert die Reichweite und ermöglicht den Austausch bewährter Praktiken. Die Messung von sichtbarkeit geht dabei über einfache Klickzahlen hinaus und berücksichtigt qualitative Aspekte wie Engagement, Diskussionsqualität und langfristige Wirkungen auf das öffentliche Bewusstsein für wissenschaftsthemen. Die wissenschaftskommunikation einsetzen bedeutet heute auch, verschiedene wissenschaftsbereichen miteinander zu verknüpfen und interdisziplinäre Ansätze zu fördern.

Wissenschaft und Politik: Strategische Kommunikation in gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen

Das Verhältnis zwischen wissenschaft und politik erfordert spezielle Kommunikationsstrategien, die sowohl wissenschaftliche Genauigkeit als auch politische Umsetzbarkeit berücksichtigen. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig transparente kommunikation über wissenschaft für das gesellschaftliche Vertrauen in Forschungseinrichtungen ist. Gleichzeitig haben sich neue Herausforderungen durch Fehlinformationen und die Politisierung wissenschaftlicher Themen ergeben. Die wissenschaftskommunikation wurde dadurch vor die Aufgabe gestellt, komplexe und sich entwickelnde Erkenntnisse verständlich zu vermitteln, ohne dabei Unsicherheiten zu verschleiern. Bürgerbeteiligung in wissenschaftlichen Entscheidungsprozessen wird zunehmend gefordert und erfordert neue Ansätze für partizipative Kommunikation. Die Rolle der wissenschaft in gesellschaftlichen Debatten zu Themen wie Klimawandel, Digitalisierung oder Biotechnologie macht deutlich, wie wichtig eine professionelle wissenschaftskommunikation für demokratische Meinungsbildung ist. forschungsbereiche wie die wissenschaftskommunikationsforschung tragen dazu bei, evidenzbasierte Ansätze für die Verbesserung der kommunikation zwischen wissenschaft und gesellschaft zu entwickeln. Die akteure in der wissenschaftskommunikation stehen dabei vor der Herausforderung, sowohl wissenschaftliche Exzellenz als auch gesellschaftliche Relevanz zu vermitteln. Öffentlichkeitsarbeit von Forschungseinrichtungen muss dabei ethische Standards und Transparenz gewährleisten, um das Vertrauen der Gesellschaft in wissenschaftliche Institutionen zu stärken. Die wissenschaftskommunikation umfasst heute auch die Aufgabe, Wissenschaftsskepsis zu begegnen und evidenzbasierte Entscheidungsfindung zu fördern.

Wissenschaft und Gesellschaft: Systematische Evaluation und Qualitätssicherung

Die systematische evaluation von wissenschaftskommunikation hat sich als unverzichtbarer Bestandteil professioneller Praxis etabliert und zeigt wichtige Trends in der Professionalisierung des Feldes. Aktuelle Studien zeigen, dass 75% der Projekte sich auf grundlegende Output-Messungen wie Medienberichterstattung und Teilnehmerzahlen konzentrieren, während nur 46,9% kognitive Veränderungen messen. Der „Theory of Change“-Ansatz bietet einen strukturierten Rahmen für die evaluation, der Inputs, Aktivitäten, Outputs, Outcomes und langfristige Impacts systematisch erfasst. Die Impact Unit von wissenschaft im dialog bietet kostenlose Beratung und Werkzeuge für Forschende und Institutionen zur Bewertung ihrer Kommunikationsmaßnahmen. Qualitative und quantitative Methoden werden kombiniert, um ein umfassendes Bild der Wirksamkeit von Kommunikationsaktivitäten zu erhalten. Die wissenschaftskommunikation einsetzen bedeutet heute, von Beginn an Evaluationskriterien zu definieren und messbare Ziele zu formulieren. Longitudinale Studien ermöglichen es, langfristige Auswirkungen von Kommunikationsmaßnahmen zu erfassen und die Nachhaltigkeit von Interventionen zu bewerten. Die Triangulation verschiedener Evaluationsmethoden erhöht die Validität der Ergebnisse und ermöglicht differenzierte Aussagen über die Effektivität verschiedener Kommunikationsansätze. Diese evidenzbasierte Herangehensweise trägt zur kontinuierlichen Verbesserung der wissenschaftskommunikation bei und stärkt ihre Anerkennung als professionelles Arbeitsfeld. Moderne evaluation von wissenschaftskommunikation berücksichtigt dabei auch kulturelle und gesellschaftliche Kontexte, um die Relevanz und Wirksamkeit von Kommunikationsmaßnahmen in verschiedenen Umgebungen zu verstehen.

Leitlinien und Qualitätsstandards für professionelle Wissenschaftskommunikation

Die entwicklung klarer leitlinie für die wissenschaftskommunikation hat in den letzten Jahren erheblich zur Professionalisierung des Feldes beigetragen. Der international anerkannte QUEST-Qualitätsrahmen definiert zwölf Qualitätsindikatoren, die in drei Hauptbereiche gegliedert sind: Vertrauenswürdigkeit und wissenschaftliche Genauigkeit, Präsentation und Stil sowie gesellschaftliche Verbindung. Diese leitlinie betont die Wichtigkeit von Faktentreue, Transparenz und der Berücksichtigung gesellschaftlicher Auswirkungen. In Deutschland haben Organisationen wie der Siggener Kreis spezifische „leitlinien für gute Wissenschafts-PR“ entwickelt, die institutionelle kommunikatoren dabei unterstützen, professionelle Standards einzuhalten. Die evaluation von wissenschaftskommunikation hat sich als entscheidender Baustein etabliert, wobei spezialisierte Beratungseinrichtungen kostenlose Unterstützung für die Bewertung von Kommunikationsmaßnahmen anbieten. Der Ansatz der „Theory of Change“ ermöglicht es, klare Wirkungsketten von Kommunikationsaktivitäten zu definieren und deren Erfolg systematisch zu messen. Diese Qualitätsstandards sind besonders wichtig für die external wissenschaftskommunikation, die sich an Zielgruppen außerhalb der Forschungsgemeinschaft richtet. Die akteure der wissenschaftskommunikation sind zunehmend gefordert, ihre Arbeit evidenzbasiert zu gestalten und transparente Qualitätsstandards zu implementieren. Professionelle weiterbildungsangebote vermitteln dabei die notwendigen Kompetenzen für eine qualitativ hochwertige wissenschaftskommunikation.

Wissenschaftsjahre und thematische Schwerpunkte bei Sichtbarkeit und Öffentlichkeitsarbeit

Die wissenschaftsjahre des Bundesministeriums für bildung und forschung stellen ein herausragendes Beispiel für koordinierte, thematische wissenschaftskommunikation dar. Diese großangelegten Kampagnen demonstrieren, wie systematisch verschiedene Akteure der wissenschaftskommunikation zusammenarbeiten können, um komplexe wissenschaftsthemen einer breiten öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die MS Wissenschaft, ein schwimmendes Science Center, exemplifiziert innovative Vermittlungsformate, die Wissenschaft direkt zu den Menschen bringen. Interdisziplinäre Ansätze ermöglichen es, verschiedene wissenschaftsbereichen zu verknüpfen und Synergien zwischen unterschiedlichen Forschungsfeldern aufzuzeigen. Die Integration verschiedener Medienformate – von traditionellen Ausstellungen bis hin zu digitalen Anwendungen – erreicht diverse zielgruppen und ermöglicht multiple Zugänge zu wissenschaftlichen Inhalten. Partizipative Elemente wie Bürgerdialoge und Diskussionsrunden fördern den direkten austausch zwischen forschung und gesellschaft. Die wissenschaftsjahre zeigen auch, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen, Forschungseinrichtungen und privaten Partnern für erfolgreiche wissenschaftskommunikation ist. Die langfristige Wirkung dieser Initiativen wird durch begleitende Forschung dokumentiert und trägt zur Weiterentwicklung effektiver Kommunikationsstrategien bei. Diese koordinierten Ansätze demonstrieren das Potenzial großangelegter wissenschaftskommunikation für die Stärkung des gesellschaftlichen Verständnisses für wissenschaft und forschung.

Zukunftsperspektiven: KI und automatisierte Kommunikation als Akteure der Wissenschaftskommunikation

Die Integration von künstlicher Intelligenz in die wissenschaftskommunikation eröffnet völlig neue Möglichkeiten für personalisierte und automatisierte Kommunikation. ki-basierte Tools können dabei helfen, wissenschaftliche Inhalte an unterschiedliche Wissenssstände und Interessenslagen anzupassen. twitterbot-Technologie ermöglicht es, automatisiert auf aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen zu reagieren und zeitnahe Information bereitzustellen. Chatbots in Virtual Reality-Umgebungen schaffen neue Möglichkeiten für interaktive Wissenschaftserlebnisse und können komplexe Fragen in natürlicher Sprache beantworten. Die Automatisierung von Content-Erstellung und -Distribution kann die Effizienz der wissenschaftskommunikation erheblich steigern, erfordert aber gleichzeitig strenge Qualitätskontrollen. Personalisierungsalgorithmen können dazu beitragen, wissenschaftliche Inhalte gezielt an spezifische zielgruppen zu vermitteln und die Relevanz der Information zu erhöhen. Die entwicklung ethischer leitlinien für den Einsatz von ki in der wissenschaftskommunikation wird zunehmend wichtig, um Transparenz und Vertrauen zu gewährleisten. Machine Learning-Algorithmen können dabei helfen, die Wirksamkeit verschiedener Kommunikationsstrategien zu analysieren und zu optimieren. Diese technologischen Entwicklungen erfordern neue Kompetenzen von kommunikatoren und eine kontinuierliche Anpassung der Ausbildungsprogramme an veränderte Anforderungen. Die wissenschaftlerinnen müssen dabei lernen, ki-Tools effektiv zu nutzen, ohne die menschliche Komponente der Kommunikation zu vernachlässigen.

Internationaler Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft (Wisskomm, Nawik & Co.)

Der austausch zwischen forschung und gesellschaft findet zunehmend in internationalen Kontexten statt, was neue Herausforderungen und Chancen für die wissenschaftskommunikation schafft. Das europäische PCST-Netzwerk (Public Communication of Science and Technology) fungiert als zentrale Plattform für den internationalen Austausch über bewährte Praktiken und innovative Ansätze. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen Institutionen wie nawik und internationalen Partnern ermöglicht es, von verschiedenen Kommunikationskulturen zu lernen und Ansätze zu übertragen. Mehrsprachige wissenschaftskommunikation wird zunehmend wichtig, um grenzüberschreitende Themen wie Klimawandel oder Pandemiebekämpfung effektiv zu kommunizieren. Internationale Preise wie der communicator-preis oder europäische science communication Awards fördern die Anerkennung herausragender Leistungen und den Austausch erfolgreicher Konzepte. Die Digitalisierung erleichtert internationale Kollaborationen und ermöglicht es, gemeinsame Projekte und Kampagnen zu entwickeln. Kulturelle Unterschiede in der Wissenschaftswahrnehmung erfordern differenzierte Ansätze und die Berücksichtigung lokaler Kontexte bei der Entwicklung von Kommunikationsstrategien. Die wissenschaftlerinnen und wissenschaftler profitieren von internationalen Netzwerken, die weiterbildungsmöglichkeiten und kollegialen Austausch fördern. Diese internationale Vernetzung trägt zur kontinuierlichen Professionalisierung der wissenschaftskommunikation bei und stärkt ihre Rolle als eigenständiges forschungsfeld außerhalb der wissenschaft. Die wissenschaftskommunikation „entwickelt sich zu einer globalen Disziplin, die von grenzüberschreitendem Wissensaustausch und gemeinsamen Qualitätsstandards profitiert.

 

Fachliteratur und Internetquellen

Leßmöllmann, A. (2019). Wissenschaftskommunikation als forschungsfeld: Grundlagen, Methoden und interdisziplinäre Perspektiven. Springer VS.

Lugger, B., & Bauer, M. W. (2021). Science Communication Training and evaluation: Current Practices in German-Speaking Countries. Science Communication, 43(2), 167-194.

Wissenschaft im Dialog gGmbH (2024). Science Barometer 2024: German Public Attitudes Toward Science and Research. Berlin: WiD Publications.

Wissenschaftskommunikation.de (2024). Guidelines for Good Science Communication: A Comprehensive Framework for German-Speaking Practitioners. Abgerufen von https://www.wissenschaftskommunikation.de

NaWik – Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (2023). Training and Professional Development in Science Communication: Annual Report 2023. Karlsruhe: NaWik Publications.

Polarsternblog der Helmholtz-Gesellschaft

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Entscheidend für Absatz und Erfolg ihrer Produkte - die Verpackungsgestaltung. Profi-Tips von Neuromarketing bis Packagingtests

ENTSCHEIDEND FÜR ABSATZ UND ERFOLG IHRER PRODUKTE – DIE VERPACKUNGSGESTALTUNG

Die frühesten archäologischen Funde von Verpackungen sind rund 6.000 Jahre alt. Es handelt sich um geflochtene Körbe mit Deckel, die durch die Verwendung verschiedener Flechtmaterialien schon ein besonderes Design aufwiesen. Wahrscheinlich gibt es noch ältere Verpackungen, doch da diese aus pflanzlichem Material bestanden, sind sie überwiegend verrottet. Das Beispiel belegt nur, dass sich die Menschen schon immer Gedanken über die Verpackungsgestaltung machten.

Verpackungsdesign IN DER GESCHICHTE

Es sind aus der Geschichte noch weitere bemerkenswerte Verpackungsgestaltungen bekannt. Ein antikes Beispiel um 1200 v. Chr. ist die Bundeslade, in der Moses die Zehn Gebote auf zwei Steintafeln, den Stab des Aaron und einen Krug mit Manna aufbewahren ließ. Die Truhe aus Akazienholz mit den Maßen von rund 130 x 80 x 80 cm wurde sehr aufwendig gestaltet, was das 2. Buch Mose 25 in den Versen 10 bis 20 beschreibt. Auch das war quasi schon Verpackungsdesign. Die 850 Qumranrollen mit hebräischen Bibeltexten entstanden zwischen 250 v. Chr. und 40 n. Chr. Sie bestehen überwiegend aus Papyrus (eine wurde aus Kupferblech gefertigt) und überstanden in ihrer genialen Verpackung, nämlich Tonkrügen, immerhin zwei Jahrtausende. Im Mittelalter setzte man bei Verpackungen von Dokumenten, Büchern, Stoffen und Waffen auf wasserdichte Fässer. Sie schützten den Inhalt mit einer Schicht aus Pech. Das sah nicht besonders gut aus, war aber wirksam. Auch moderne Verpackungen sind nicht immer schön, schützen aber sehr effektiv ihren Inhalt. In der Neuzeit existieren zahlreiche bequeme Verpackungslösungen in diversen Qualitäten, verschiedensten Größen und sehr unterschiedlichen Ausführungen, die sich wiederum nach dem Inhalt richten. Zwei Merkmale soll eine gute Verpackungsgestaltung aufweisen:

  1. Der Schutz des Inhalts ist ein zentrales Kriterium. Er muss den Transport und auch Einflüsse von Regen, Schnee, Kälte, Hitze und UV-Strahlung unbeschadet überstehen. Verpackungsmaterial ist hier ein wichtiger Punkt.
  2. Für den Verkauf spielt das Verpackungsdesign eine Rolle. Das betrifft vor allem die Verpackung von Spielwaren, Geschenken oder Luxusgütern wie beispielsweise Kosmetik, die zunächst in eine erste Verpackungshülle für die unmittelbare Präsentation kommen. Für den Transport werden diese Güter wiederum sicher in Kartons verpackt.

WIE GESTALTET MAN GUTE Produktverpackung für ihre Zielgruppen?

Zunächst einmal: Dass die Verpackungsgestaltung eine wichtige Rolle spielt, bestreitet niemand. Die STI Group hat hierzu eine Studie durchführen lassen und ermittelt, dass 99 % aller Endverbraucher jegliche Form der Verpackung, darunter auch die schlichte Versandverpackung, als wichtig für ihre Kaufentscheidung betrachten. Immerhin sehen die Kunden von einem Produkt in der Regel zuerst die Verpackung und halten diese auch zuerst in ihren Händen. Sie entscheiden aufgrund des Aussehens und der Haptik einer Verpackung in sieben Sekunden, ob sie das Produkt prinzipiell interessiert. Das betrifft die Kernverpackung, mit der es in einem Geschäft präsentiert wird. Bei zugesandten Produkten wiederum entscheiden die Konsumenten beim Auspacken, ob sie den Versender für vertrauenswürdig halten. Wurde das Produkt sicher auf den Transportweg geschickt? Lässt es sich leicht auspacken? Dieser Prozess des sogenannten „Unboxings“ ist so wichtig, dass Videos davon auf YouTube teilweise Millionen Klicks generieren. Erklären lässt sich das damit, dass ein Urinstinkt in uns das Geheimnis des verpackten Produkts erforschen möchte und eine ansprechende, aber auch sichere Verpackung den Forscherdrang noch steigert. Deshalb verpacken wir ja selbst auch Geschenke. Eine gute Verpackung soll aus diesen Gründen:

  • gut gestaltet
  • funktional
  • sicher
  • komfortabel zu öffnen
  • ökologisch und upcyclingfähig sowie
  • mit dem Corporate Design der Marke gekennzeichnet

sein.

DER TYPISCHE PROZESSABLAUF EINER VERPACKUNGSGESTALTUNG

  1. Größe und Passform festlegen: Die Verpackung soll bei aller nötigen Sicherheit aus Kosten- und Umweltgründen das geringstmögliche Packmaß haben. Einzurechnen sind innerhalb eines Transportkartons die Füllmittel, die mechanische Stöße auffangen.
  2. Design bestimmen: Die Kernverpackung, aber auch die Transportverpackung dürfen durch einen außergewöhnlichen Look auffallen. Bei der Transportverpackung dominiert allerdings der Aspekt des umproblematischen Transports. Würfel lassen sich leichter transportieren als rhombische Kartons. Doch Kartons können unter anderem bunt sein.
  3. Haltbarkeit ermitteln: Der sichere Transport ist das A und O, weshalb die Haltbarkeit ein unabdingbares Qualitätsmerkmal optimaler Verpackungen ist.
  4. Unboxing Experience beachten: Die Handhabung beim Öffnen muss komfortabel sein. Es hat sich für zu aufwendig verpackte, schwer auszupackende Produkte der Begriff des „Verpackungsterrors“ eingebürgert. Wenn die Verpackung Neugierde und Vorfreude weckt, soll diese nicht dadurch geschmälert werden, dass der Kunde ein Werkzeug zum Öffnen der Verpackung benötigt. Damit würde die Freude in Frust umschlagen.
  5. Umweltfreundlichkeit einbeziehen: Die Nachhaltigkeit von Verpackungen ist heutzutage ein riesiges Thema. Praktisch alle Verbraucher achten auf ihren ökologischen Fußabdruck. Ein unnötig in Plastik verpacktes Produkt erzeugt großen Ärger. Manche Unternehmen erhalten daraufhin E-Mails von ihren Kunden, die sie auf diese Umweltsünde hinweisen. Das Unternehmen GfK Panel Services führte schon im Jahr 2009 ein Studie durch, die diesen Aspekt nachwies. Seither hat sich der Trend noch verstärkt.
  6. Upcycling einbeziehen: Upcycling bedeutet, dass die Verpackung nach ihrem ursprünglichen Zweck ein neues Leben beispielsweise als heimischer Transport Behälter bekommt. Dafür sollte sie geeignet sein, wenn sich das im speziellen Fall einrichten lässt. Beim Kunden stünde dann auf Jahre ein Behältnis mit Ihrem Firmenlogo.

GUTE VERPACKUNG BESSER MACHEN: NEUROMARKETING UND FOKUSGRUPPENTESTS

Unternehmen können mithilfe von Erkenntnissen aus dem Neuromarketing und mithilfe von Fokusgruppentests ermitteln, wie ihre Verpackungen bei den Kunden ankommen. Das Neuromarketing geht von der Kernannahme aus, dass Menschen ihre ökonomischen Entscheidungen hauptsächlich unbewusst treffen. Auf den Bereich des Verpackungsdesigns trifft das ganz sicher zu, denn es gibt nur wenige Verbraucher, die eine Verpackung analysieren. Vielmehr halten sie diese in den Händen – und sie gefällt oder eben nicht. Zwar können Kunden einzelne Aspekte durchaus benennen, so etwa, dass die Verpackung zu groß oder zu schwer, schlecht oder gut zu öffnen und eher sicher oder eher unsicher ist. Letzteres zeigt sich in jedem Fall, wenn sie auf dem Transportweg Schaden genommen hat. Doch welche Einzelaspekte konkret ins Verpackungsdesign eingeflossen sind, kann und muss der Endverwender nicht wissen. Um nun zu erfahren, wie er insgesamt auf die Verpackung reagiert, lassen sich Fokusgruppentests durchführen. Dabei wird eine Fokusgruppe gebildet, die möglichst repräsentativ den Querschnitt der eigenen Kundschaft abbildet. Diese erhält mindestens zwei, höchstens vier mögliche Verpackungsvarianten als Testvarianten und bewertet sie in einem standardisierten Fragebogen. Sehr bewährt hat sich der Vergleich zwischen nur zwei Varianten per sogenanntem A/B-Testing. Menschen entscheiden am liebsten zwischen zwei Dingen.

WIE SEHEN GUTE Produktverpackungen AUS?

Gute Beispiele liefern die 34 prämierten Verpackungen, die im Jahr 2023 das dvi (Deutsches Verpackungsinstitut) auszeichnete. Hier sind einige Beispiele:

  1. Aroma Elite Combi-Box der Aroma Elite Naturkosmetik Manufaktur
  2. Versandverpackung für Pralinenbrote der Pohl-Scandia GmbH
  3. Tux Kombipackung Filter der Graphic Packaging International
  4. Uhrenverpackung Coblor der BRAUN Denk & Werk Gmbh

WAS BEDEUTET DAS FÜR Marketing UND DESIGN?

Verpackungen müssen sicher und verkaufsfreundlich gestaltet sein. Hochwertig, biologisch, gut lesbar, umweltfreundlich, mit klaren Funktionalitäten und Zusatznutzen, in der Entsorgung abbaubar und bei der Lagerung stabil. Beim Konsumenten muss sie sich abheben, bei Lieferanten und Einzelhandel Absatzförderung versprechen. Es gibt also beim Verpackungsdesign viele Kriterien zu beachten. Aber all das ist entwcheidend. Mit ihrer Verpackungsgestaltung verkaufen Unternehmen ihre Produkte am Point of Sale. Investitionen in gute Gestaltung ist in den meisten Fällen hier besser angelegt als in anderen Kanälen des Marketingmixes.

Weitere Informationen zum Thema Verpackungstrends im Kompetenzbereich Verpackungsagentur, sowie den Fachbereichen Food Packaging, Pharma Packaging und Verpackungsdesign Kosmetik.

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