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Beim Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM wird Leistung leider nicht vergütet

Heute wünschen wir das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM zum Teufel. Es bietet am Standort Paderborn Expertise für intelligente Mechatronik im Kontext Industrie 4.0. 

In seiner aktuellen Ausschreibung geht es um das Digital Transformation Office (DTO) des Fraunhofer IEM. Es vereint exzellentes Fachwissen mit dem Lifestyle der Digitalisierung.  (Ja. „Lifestyle“ sic.)

Für die Etablierung und auch die Vermarktung der neuen Marke Digital Transformation Office wird eine Agentur für die Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung eines Corporate Designs, Umsetzung erster Marketingmaterialien sowie für die Unterstützung beim Kommunikationskonzept gesucht. 

Für das DTO soll ein eigenständiges, modernes, frisches und bis zu einem gewissen Grad „hippen“ Design erarbeitet werden. (Ja. „hip“ sic.)

Und das in einem Pitch, in dem bereits vorsorglich formuliert ist: „Wir werden nach Angebotsabgabe drei Agenturen zum Pitch einladen. (Hinweis: Leider können wir keine Aufwandsentschädigung für den Pitch bezahlen)“

Das „leider“ tut uns auch sehr leid.

Wir denken, niemand sollte schlecht oder gar unbezahlt für andere arbeiten. Das sollte ein ethischer Allgemeinplatz sein – nicht erst seit Einführung des Mindestlohngesetzes. Unsere Mitarbeiter arbeiten auch nicht unbezahlt Probe mit dem Versprechen bei überzeugender Leistung vielleicht eingestellt zu werden.

Wir finden die Ausschreibung des Fraunhofer-Instituts für Entwurfstechnik Mechatronik ethisch fragwürdig und offen gesagt einfach unverschämt. Es gibt überhaupt keinen Grund auch im Rahmen von Ausschreibungen Aufwände nicht zu vergüten. Das tun andere Firmen, Verbände und auch Ministerien bei Ausschreibungen auch.

Was ist also los beim Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik?

Wir haben nachgefragt.

Und folgendes erfahren:

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Hallo Frau Fraunhofer (Name geändert ;-),

wir würden gerne wissen weshalb für die angefragt Pitchleistungen keine Vergütung erfolgen kann. Sie schreiben „leider“. Aber es handelt sich um großes Projekt, das sicher vernünftig budgetiert ist.

Wie kommt es dazu ?

Herzliche Grüße

kakoii

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Hallo Herr kakoii, 

eine Vergütung des Pitches wurde in der Budgetierung so einfach nicht vorgesehen. Ich weiß, dass das immer etwas unschön ist. 

Um auch da schon die Zeit und Ressourcen (auch für Anfahrt etc.) im Rahmen zu halten, haben wir uns u.a. auch für die „Online-Pitch“ entschieden. 

Viele Grüße 

Ricarda Fraunhofer

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Hallo Frau Fraunhofer,

was meinen sie mit „nicht vorgesehen“? Es geht ja nicht um die Fahrt, sondern um die geleistete Denkarbeit.

Wessen Entscheidung war das konkret diese nicht zu vergüten ?

Herzliche Grüße

kakoii

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Eine Antwort darauf erfolgt nicht.

 

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