Kosmetikindustrie – Dekorative Kosmetik, Pflege und mehr – ein Marktstatus

Beauty-Industry – Potenziale und Trends
Der Branchenverband der deutschen Kosmetikindustrie (IKW) veröffentlichte eine Marktübersicht über den Stand und die Entwicklung der Branche. Dabei überzeugt die deutsche Beauty-Industrie vor allem durch starke Exportzahlen bei einem stabilen Binnenmarkt. Weltweit erwirtschaftete die Branche auf den Hauptmärkten in Europa, USA, Asien, Brasilien und Indien einen Umsatz von über 300 Milliarden Euro. Das zeigen aktuelle Studien.
Die global tätige Marktforschungsagentur Mintel identifizierte vier zentrale Megatrends als Herausforderung für die Kosmetikindustrie. Diese haben unmittelbare Auswirkungen auf das Kosmetik-Verpackungsdesign und die Markenführung der Branche.
Zentrale Herausforderungen für die Kosmetikindustrie
1. Übermensch
Die Verbraucher erwarten nicht nur die nachweisbare Wirksamkeit der Produkte, sie möchten auch die Kontrolle darüber behalten. Eine Möglichkeit bietet die Echtzeitvisualisierung der Wirksamkeit. Ein weiterer Aspekt ist die smarte Vernetzung des Badezimmers. Die Smartwatch dient als Kontrollinstrument und Diagnosemittel auf dem Weg zu einer individuell gesteuerten Beauty-Behandlung.
2. Nachhaltigkeit
Der Verbraucher erwartet, dass die Entwicklung und Produktion von Kosmetika unter den Aspekten Naturschutz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen gestaltet wird. Der bewusste Umgang mit Ressourcen passt zu der neuen Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst. Die CO₂-neutrale Wertschöpfungskette gehört in Zukunft ebenso zur Selbstverständlichkeit wie Initiativen auf dem Gebiet der sozialen Verantwortung.
3. Energielieferanten
Kosmetikprodukte sollen neue Energie liefern und vitalisieren. Sie liefern den Ausgleich zu einer Erfahrung von Erschöpfung und Müdigkeit. Kosmetika werden Bestandteil eines aktiven, gesunden Lebensstils.
4. Naturkosmetik
Natürliche Inhaltsstoffe werden zukünftig eine noch weiter gesteigerte Rolle spielen. Es gibt ein gesteigertes Interesse an selbst hergestellter Kosmetik. Die Betonung handwerklicher Elemente wird ebenso in Imagekampagnen eine herausragende Bedeutung einnehmen.
Wandelndes Konsumverhalten bei Kosmetikprodukten
In den letzten Jahren zeichnen sich aufgrund veränderter Verbrauchsgewohnheiten und der demografischen Entwicklung deutliche Wandlungsprozesse im Konsumentenverhalten ab. Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Kundschaft der Beauty-Industrie ist bereit, mehr Geld in hochwertige Produkte zu investieren, sie wird älter und sie wird männlicher. Das Hochpreissegment macht ca. 35% des Umsatzes aus und weist die höchsten Wachstumsraten auf. Gerade bei Marken im Top-Level-Bereich steht das Erlebnis und die Inszenierung im Mittelpunkt – hier spielen Branding und Corporate Design eine entscheidende Rolle für die Markenwahrnehmung. Auch der Durchschnittskonsument, der seine Kosmetika überwiegend im Drogeriemarkt kauft, ist durchaus für Marken zu sensibilisieren. Entsprechend der Alterung der Gesellschaft vollzieht sich auch eine Verschiebung der Zielgruppen zu den Verbrauchern 40+.
Auch Männer kaufen immer mehr Kosmetik
Obwohl Kosmetika weiterhin ein weibliches Marktsegment sind, steigt die Zahl der Männer, die regelmäßig zu Kosmetikprodukten greifen, deutlich an. Gerade jüngere Männer sind deutlich stärker bereit, in Pflegeprodukte zu investieren. Ein Problem bleibt die Markenbindung bei Kunden unter 25 Jahren.
Ein anspruchsvoller Markt für Kosmetikmarken
Sowohl etablierte Firmen als auch Start-ups haben es heute deutlich schwerer, in dem anspruchsvollen Markt erfolgreich zu werden. Als Designagentur mit eigener Beauty-Expertise bieten wir schlüsselfertige Beratungs- und Umsetzungsdienstleistungen an – von der Markenstrategie über Corporate Design und Packaging Design bis zur Markteinführungskampagne.