Brand Eins über Kakoii

Aktuelle Trends im Verpackungsdesign

Der europäische Verpackungsmarkt hatte 2018 einen Wert von rund 195 Milliarden Euro und für das Jahr 2023 werden 214 Milliarden Euro prognostiziert. In dieser Zeit wird die Branche auf wichtige Veränderungen reagieren, wie den Einsatz von E-Commerce-Formaten, die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungsdesigns und Verpackungen, die sich an den modernen Lebensstil anpassen. Um in einem immer […]

Aktuelle Trends im Verpackungsdesign

Der europäische Verpackungsmarkt hatte 2018 einen Wert von rund 195 Milliarden Euro und für das Jahr 2023 werden 214 Milliarden Euro prognostiziert. In dieser Zeit wird die Branche auf wichtige Veränderungen reagieren, wie den Einsatz von E-Commerce-Formaten, die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungsdesigns und Verpackungen, die sich an den modernen Lebensstil anpassen. Um in einem immer stärker visuell geprägten Umfeld relevant zu bleiben, priorisieren Marken ihre Verpackungsdesigns und entwickeln originelle, aufmerksamkeitsstarke Verpackungen als zentralen Bestandteil ihrer Marketingstrategie und schaffen einzigartige Verpackungsinteraktionen.

Plastikfreie Verpackung

Der Verzicht auf Kunststoff ist ein wachsender Trend. Papier- und Kartonmaterialien tragen am meisten zum Verpackungsabfall bei, gefolgt von Kunststoff und Glas, wobei ein erheblicher Teil aus der Lebensmittelverpackung stammt. Als Reaktion darauf sehen wir mehr und mehr Fortschritte in der Entwicklung nachhaltiger Materialien für Verpackungen. Von algenbasierten Kunststoffen über durchsichtige Hanffolien bis hin zu Pilz-Styropor gibt es echte Alternativen zu Plastik & Co.

Minimalismus, der Farben zum Leuchten bringt

Minimalismus scheint nicht zu verschwinden und das aus gutem Grund. Immer mehr Marken streben danach, transparent zu sein. Gibt es einen besseren Weg, dies zu tun, als durch das Verpackungsdesign? Bei der minimalistischen Verpackung wird alles Unwesentliche entfernt und die Substanz des Objekts freigelegt. Ein Kernprinzip des Minimalismus, das im Packaging ein willkommenes Zuhause gefunden hat und Elemente wie Farbe und Typografie erstrahlen lässt.

Helle Farbverläufe

Es ist keine Überraschung, dass Farbverläufe Designer und Kunden gleichermaßen faszinieren. Sie bieten Verpackungsdesignern die Möglichkeit, etwas zu kreieren, das sich frisch und neu anfühlt, indem sie Farben mischen und daraus etwas Einzigartiges und Revitalisierendes schaffen. Häufig dient hier die Natur als Vorbild. Farbverläufe bieten nicht nur Tiefe, sondern sehen auch in digitalen Formaten fantastisch aus.

Nude-Paletten

Nude ist nicht nur eine Farbe, sondern eine komplexe Mischung aus Pfirsich-, Rosen- oder Ockeruntertönen, mit Sahne- oder Schokotönen. Der Wandel zu einer umfassenden Palette von neutralen Farben hat in verschiedenen Designbereichen und vor allem im Packaging, immer mehr an Attraktivität gewonnen. Wir sehen, wie Designer natürliche Farbtöne verwenden, um ihr Verpackungsdesign zu grundieren und mit Kombinationen aus Nude-, Sepia- und Pastellpaletten zu spielen. Bei diesem Trend geht es darum, weich und verspielt zu sein.

Flat Design

Die Wurzeln des Flat Designs gehen auf den Schweizer Stil oder den International Typographic Style zurück, der in den 1920er Jahren aufkam und Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Fundament für das Grafikdesign wurde. Da der Ansatz bei gedruckten Materialien begann, ist es nur logisch, dass wir ihn im Packaging wiederfinden. Der Fokus auf ein einfaches Design, Farbe, Typografie und die insgesamt minimalistische Herangehensweise machen flache Illustrationen ideal für fast jedes Druckmaterial.

Retro-Verpackungen

Die Retro-Ästhetik ist beim Verpackungsdesign beliebter denn je, insbesondere bei Lebensmitteln und Getränken. Vintage verkauft sich vor allem, weil es Authentizität vermittelt. Das spiegelt sich sowohl im Aussehen als auch in der Haptik der Produkte wider. Neben der Verwendung von Vintage-Fonts sehen wir immer mehr Illustrationen, Handschriften oder Retro-Farbmuster, die das Gefühl von Tradition vermitteln.

Atypische Verpackungen

Wenn wir die Wahl zwischen zwei Produkten mit dem gleichen Preis haben, werden wir fast immer das Produkt mit der attraktiveren Verpackung wählen. Atypische Verpackungen überraschen den Kunden, da sie unterhaltsam und häufig auch interaktive sind. Es gibt Kekse in Dosen, die in lustige Masken umgewandelt werden können, Weinflaschen mit kleinen Rätseln auf dem Etikett und Parmesan in Form eines Bleistifts. Doch bei diesem Trend ist auch Vorsicht geboten. Untersuchungen haben gezeigt, dass ungewöhnliche Verpackungsdesigns dazu führen, dass Verbraucher die Produktangaben länger studieren.

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kakoii ist als Agentur für Verpackungsdesign seit über 20 Jahren im Bereich Grafikdesign, Verpackungstechnik und Packaging tätig. Gerne beraten wir Sie umfassend.

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Kosmetikindustrie – Dekorative Kosmetik, Pflege und mehr – ein Marktstatus

Beauty-Industry – Potentiale und Trends Der Branchenverband der deutschen Kosmetikindustrie (IKW), veröffentlichte eine Marktübersicht über den Stand und die Entwicklung im erstem Halbjahr 2019. Dabei überzeugt die deutsche Beauty Industrie vor allem durch starke Exportzahlen, bei einem stabilen Binnenmarkt. Im Inland erwirtschafteten die Unternehmen insg. 7,8 Milliarden Euro. Der Export wuchs im Zeitraum um 7,8 […]

Beauty-Industry – Potentiale und Trends

Kosmetikindustrie - Dekorative Kosmetik, Pflege und mehr - ein MarktstatusDer Branchenverband der deutschen Kosmetikindustrie (IKW), veröffentlichte eine Marktübersicht über den Stand und die Entwicklung im erstem Halbjahr 2019. Dabei überzeugt die deutsche Beauty Industrie vor allem durch starke Exportzahlen, bei einem stabilen Binnenmarkt. Im Inland erwirtschafteten die Unternehmen insg. 7,8 Milliarden Euro. Der Export wuchs im Zeitraum um 7,8 %, wobei das Kosmetiksegment einen überdurchschnittlichen Anstieg um 8,4 % zu verzeichnen hatte. Die Hauptstützen des Wachstums waren hierbei die Sektoren Düfte und dekorative Kosmetik. Der Gesamtumsatz betrug 12,8 Milliarden Euro, wobei die Kosmetikindustrie ein Umsatzwachstum von 3,2 % erzielte. Weltweit erwirtschaftete die Beauty-Branche auf den Hauptmärkten in Europa, USA, Asien, Brasilien und Indien im Jahr 2018 einen Umsatz von 326 Milliarden Euro.
Die global tätige Marktforschungsagentur Mintel präsentierte im Jahr 2015 einen Trendreport, in dem die Megatrends für die kommenden Jahre bis 2025 identifiziert wurden. Die Beauty- und Personal Care Analysten identifizierten vier zentrale Themen als Herausforderung für die Kosmetikindustrie.

 

Zentrale Herausforderungen für die Kosmetikindustrie

1. Übermensch
Die Verbraucher erwarten nicht nur die nachweisbare Wirksamkeit der Produkte, sie möchten auch die Kontrolle darüber behalten. Eine Möglichkeit bietet die Echtzeitvisualisierungen der Wirksamkeit. Ein weiterer Aspekt ist die smarte Vernetzung des Badezimmers. Die Smartwatch dient als Kontrollinstrument und Diagnosemittel auf dem Weg zu einer individuell gesteuerten Beauty-Behandlung.

2. Nachhaltigkeit
Der Verbraucher erwartet, dass die Entwicklung und Produktion von Kosmetika unter den Aspekten Naturschutz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen gestaltet wird. Der bewusste Umgang mit Ressourcen passt zu der neuen Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst. Die CO 2-neutrale Wertschöpfungskette gehört in Zukunft ebenso zur Selbstverständlichkeit, wie Initiativen auf dem Gebiet der sozialen Verantwortung.

3. Energielieferanten
Kosmetikprodukte sollen neue Energie liefern und vitalisieren. Sie liefern den Ausgleich zu einer Erfahrung von Erschöpfung und Müdigkeit. Kosmetika werden Bestandteil eines aktiven, gesunden Lebensstils.

4. Naturkosmetik
Natürliche Inhaltsstoffe werden zukünftig eine noch weiter gesteigerte Rolle spielen. Es gibt ein gesteigertes Interesse an selbst hergestellter Kosmetik. Ein Potential sehen die Mint-Analysten in der Bereitstellung von Kosmetikboxen, welche die Grundzutaten liefern, aber dem Konsumenten das Gefühl vermitteln ein individuelles Produkt zu benutzen. Die Betonung handwerklicher Elemente wird ebenso in Imagekampagnen eine herausragende Bedeutung einnehmen.

 

Wandelndes Konsumverhalten bei Kosmetikprodukten

In den letzten Jahren zeichnen sich aufgrund der veränderter Verbrauchsgewohnheiten und der demographischen Entwicklung deutliche Wandlungsprozesse im Konsumentenverhalten ab. Zusammengefasst lässt sich sagen: die Kundschaft der Beauty Industrie ist bereit mehr Geld in hochwertige Produkte zu investieren, sie wird älter und sie wird männlicher. Das Hochpreissegment macht ca. 35 % des Umsatzes aus und weist innerhalb der Branche die höchsten Wachstumsraten auf. Gerade bei Marken im Top Level-Bereich steht das Erlebnis und die Inszenierung im Mittelpunkt. Auch der Durchschnittskonsument, der seine Kosmetika überwiegend im Drogeriemarkt kauft, ist durchaus für Marken zu sensibilisieren. Entsprechend der Alterung der Gesellschaft, vollzieht sich auch eine Verschiebung der Zielgruppen zu den Verbrauchern 40+.

 

Auch Männer kaufen immer mehr Kosmetik

Obwohl Kosmetika weiterhin ein weibliches Marktsegment sind, steigt die Zahl der Männer, die regelmäßig zu Kosmetikprodukten greifen, deutlich an. Gerade jüngere Männer sind deutlich stärker bereit in Pflegeprodukte zu investieren. Ein Problem bleibt die Markenbindung bei Kunden unter 25 Jahren. Es fehlen hier derzeit spezielle Strategien wie sie im Fashionsegment praktiziert werden.

 

Ein schwerer Markt, um Kosmetikmarken erfolgreich zu machen?

Sowohl etablierte Firmen als auch Start-Ups haben es heute deutlich schwerer in dem anspruchsvollen Markt erfolgreich zu werden. Die Kommunikationsagentur kakoii hat deswegen eine eigene Unit „Beauty brand experts“ gegründet, um neuen aber auch bestehenden Firmen schlüsselfertige Beratungs- und Umsetzungsdienstleistungen anzubieten. Von der Markenstrategie über Corporate Design, Packaging Design bis zur Markteinführungskampagne.

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Die erste Bademeditation der Welt: Easy Mind von Dresdner Essenz

Wir freuen uns sehr mit und für Dresdner Essenz eine echte Produktinnovation entwickelt zu haben – und zwar die erste Bademeditation der Welt. Für viele Menschen ist die Badewanne das letzte Refugium mit reiner Ich-Zeit. Gleichzeitig haben viele Menschen von der stressreduzierenden Wirkung von Achtsamkeit gehört und würden sie gerne in ihren Alltag integrieren. Da […]

Achtsamkeit Meditation Easy Mind Dresdner Essenz

Wir freuen uns sehr mit und für Dresdner Essenz eine echte Produktinnovation entwickelt zu haben – und zwar die erste Bademeditation der Welt. Für viele Menschen ist die Badewanne das letzte Refugium mit reiner Ich-Zeit. Gleichzeitig haben viele Menschen von der stressreduzierenden Wirkung von Achtsamkeit gehört und würden sie gerne in ihren Alltag integrieren. Da macht es Sinn, den Moment mit dem Thema zu kombinieren.

Mit der Produktserie „Easy Mind“ haben wir endlich den einfachen Zugang zu mehr Achtsamkeit geschaffen. Im Zentrum stehen Bademeditationen mit derzeit 3 Themen “Selbstliebe“, „Nachtruhe“, und „Loslassen“. Sie ermöglichen jedem ohne besondere Voraussetzungen, etwas für sich und sein Wohlbefinden zu tun. Weiterhin gibt es drei darauf abgestimmte Aromaöle mit Massageanleitung.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Der auf der Packung aufgedruckte QR-Code bzw. die kurz-URL führt zu von Achtsamkeitscoach Marilena Berends gesprochenen Meditationen, die auf die Badesituation und den Duft des jeweiligen Badezusatz abgestimmt sind. So wird das Baderitual auf ganz entspannte Weise zu einem Achtsamkeitsritual.

Die Produkte sind seit heute Deutschlandweit in Drogeriemärkten (DM, Rossmann) und im Dresdner-Online-Shop erhältlich. Eine begleitende Anzeigenkampagne läuft in Titeln wie Ökotest, Myself, MaVie, Happinez und Emotion sowie online.

Was uns besonders am Herzen lag: Easy Mind unterscheidet sich ganz grundlegend von anderen Pflegeprodukten, die sich an den Terminologien als reine Marketingdekoration bedienen. Es war bei der Produktentwicklung allen Beteiligten sehr wichtig, einen echten, ehrliche Mehrwert für das Leben der Menschen zu bieten. Und wir wünschen jeder Nutzerin und jedem Nutzer von Easy Mind, dass sie damit einen tieferen Einstieg in die Themen Achtsamkeit und Meditation findet. Denn natürlich geht es auch außerhalb der Badewanne weiter.

 

 

Bademeditationen – kleine Rituale der Achtsamkeit mit großer Wirkung!

Achtsamkeit ist mehr als ein Modetrend: Achtsamkeitsbasierte Verfahren können tatsächlich bei emotionalen Stresssituationen helfen, so ist mittlerweile die Achtsamkeitsmeditation MBSR als wirksame Behandlung bei psychosomatischen Beschwerden und Erschöpfungszuständen anerkannt und das Erlernen dieser Technik wird in Deutschland von einigen Krankenkassen sogar bezahlt.

Denn viele Studien zeigen: Viel wichtiger für das Gesamtwohlbefinden und für die allgemeine Stressresilienz als der Jahresurlaub sind die vielen kleinen Erholungsphasen im Alltag. Psychologen empfehlen daher, die Erholung nicht nur auf das Wochenende und den Urlaub zu verschieben, sondern bewusst in den Alltag zu integrieren. Dafür sind Achtsamkeitsrituale ganz besonders geeignet.

So weit, so gut, allerdings hat nicht jeder Zugang zu entsprechenden Kursen oder Angeboten. Nicht alle Menschen haben das Yoga-Zentrum um die Ecke, beziehungsweise bewegen sich in einem entsprechenden Umfeld, in dem die Beschäftigung mit diesen Themen selbstverständlich ist. Und selbst diejenigen, die solchen Themen offen gegenüberstehen, haben das Gefühl, dass Achtsamkeit etwas sei, das sie erst erlernen – also ihrem stressigen Alltag noch hinzuaddieren müssten.

Dabei ist Achtsamkeit etwas, was jeder von uns bereits jeden Tag praktiziert: Das ist die Botschaft von „Easy Mind“. Mit den Bademeditationen knüpfen wir an bereits vorhandene Achtsamkeitsrituale an. Jedes Mal, wenn man sich Zeit für ein entspannendes Bad und die Körperpflege nimmt, tut man etwas für sich selbst. Diese Phasen der Rückbesinnung noch intensiver zu nutzen und in den Alltag zu verlängern, möchten wir allen mit dieser einzigartigen Pflegeserie ermöglichen. Ganz entspannt und ohne Druck. Achtsam eben.

 

Informationen zu den Achtsamkeits-Produkten

 

Hintergrundinformationen zum Thema Achtsamkeit

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/ratgeber-archiv/meldungen/article/erholung-nicht-auf-urlaub-verschieben-achtsamkeit-steigert-regenerationsfaehigkeit-im-alltag/

https://www.beobachter.ch/gesundheit/psychologie/psychologie-ich-habe-keine-zeit-fur-achtsamkeit

https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/future-forecast/gibt-es-einen-megatrend-achtsamkeit/

https://www.welt.de/icon/partnerschaft/article164369793/Achtsamkeit-ist-der-Gegentrend-zur-Digitalisierung.html

https://trends.google.de/trends/explore?q=%2Fm%2F04csl7&date=all&geo=DE

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK268642/#results.s1

 

Über kakoii

Hier geht es zu unserem Kompetenzbereich Verpackungsdesign / Verpackungsgestaltung / Packaging.

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Agentur mit Weltverbesserungskompetenz: kakoii kann sogar Gesetze ändern!

Volksbegehren Artenvielfalt mit großer Mehrheit verabschiedet Um es vorweg zu nehmen. Nein. Natürlich haben nicht wir das bayrische Naturschutzgesetz geändert, sondern die bayrischen Wähler. Aber wir freuen uns wirklich sehr, Teil des erstaunlichsten und erfolgreichsten Volksbegehrens seit zwei Jahrzehnten gewesen zu sein. Es ist über ein Jahr her, seitdem uns die ÖDP als Initiator des […]

Volksbegehren Artenvielfalt mit großer Mehrheit verabschiedet

Volksbegehren Artenvielfalt mit großer Mehrheit verabschiedet

Volksbegehren in Bayern mit großer Mehrheit verabschiedet. Foto: Volksbegehren Artenvielfalt

Um es vorweg zu nehmen. Nein. Natürlich haben nicht wir das bayrische Naturschutzgesetz geändert, sondern die bayrischen Wähler. Aber wir freuen uns wirklich sehr, Teil des erstaunlichsten und erfolgreichsten Volksbegehrens seit zwei Jahrzehnten gewesen zu sein. Es ist über ein Jahr her, seitdem uns die ÖDP als Initiator des Volksbegehrens bat Sie bei dem Vorhaben zu unterstützen. Ein unmögliches Vorhaben?

Bayern ist nun nicht unbedingt bekannt für vorwärtsdenkenden Aktivismus und Hinterfragen des Status Quo. Umso stärker ist darum das Zeichen, das gesetzt wurde, nachdem der Schlachtruf „Rettet die Bienen!“ hier nicht nur nicht verhallen ist, sondern mit durchschlagendem Erfolg im Lamdtag zum Abschluss gebracht wurde: Die Annahme des Gesetzentwurfes gleich einer Revolution und bringt in Bayern eines der weitreichendsten Artenschutzgesetze Europas auf den Weg.

In einer Zeit des Armchair-Aktivismus, in der Parteien mit dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit Wahlkampf machen, beweist das Volksbegehren, dass Einsatz und Leidenschaft etwas ändern können. Eben genau dann, wenn aus Klicktivism auf die Straßegehvism und aus Sonntags Netflix bingen vor dem Rathaus anstellen wird. Angeführt von der vermeintlich kleinen und manchmal belächelten ÖDP, die mit unermüdlichem Optimismus und Streitlust seit Jahrzehnten für Umweltthemen kämpfen, konnte so eine Grassrootbewegung entstehen, die mit einer von Greta wachgeküsste Gesellschaft der Politikverdrossenheit den Mittelfinger zeigt.

Und wenn eine kleine Partei es schafft, in Bayern gegen den Widerstand von Lobbygruppen und CSU (auch wenn Herr Söder das nun euphorisch unter den Tisch fallen lässt) eine Bewegung ins Leben zu rufen, der die Menschen in eine bessere und grünere Zukunft folgen, dann gibt das Hoffnung. Auch weit über die bayerischen Grenzen hinaus: Niedersachen und Baden-Württemberg haben schon ähnliche Volksbegehren angekündigt und viele weitere Bundesländer werden folgen. Und wir sind uns sicher, dass auch sie mit durchschlagendem Erfolg ein Zeichen für politische Teilnahme und die Macht des aktiven Mitmachens setzen werden.

Selten konnten wir unser Motto „Ideas for things that matter“ so sehr beweisen wie durch die partnerschaftliche Arbeit mit der ÖDP, die das Volksbegehren durch viele kleine und große Maßnahmen auf seinen Weg zum Erfolg führte. Yes we can! And yes we did!

Weitere Informationen unter: volksbegehren-artenvielfalt.de und in der Süddeutsche Zeitung „Die Bienen-Revolution von Bayern

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AfD Wähler – Analyse des Social-Media-Verhaltens zeigt Erstaunliches

Die Umfragewerte der AfD steigen trotz aller Skandale. Die etablierten Parteien scheinen nicht nur machtlos, sondern auch erklärungslos zu sein angesichts des Wählerzustroms zum Paria der Parteienlandschaft. Es ist davon auszugehen, dass in den Parteizentralen ein Heer von Politikwissenschaftlern an Erklärungsmodellen für dieses Phänomen forscht, bisher ohne Ergebnis: In den vergangenen Wahlkämpfen von SPD, CSU, […]

Beispiel Social Media AfD

Social Media Posting der AfD. Im Text verlinkt zu einem Artikel der WELT.

Die Umfragewerte der AfD steigen trotz aller Skandale. Die etablierten Parteien scheinen nicht nur machtlos, sondern auch erklärungslos zu sein angesichts des Wählerzustroms zum Paria der Parteienlandschaft. Es ist davon auszugehen, dass in den Parteizentralen ein Heer von Politikwissenschaftlern an Erklärungsmodellen für dieses Phänomen forscht, bisher ohne Ergebnis: In den vergangenen Wahlkämpfen von SPD, CSU, Grünen & Co. in Bayern verfolgten die Parteien eine Strategie der asymmetrischen Demobilisierung. Außer politisch korrekten Anstandsbeteuerungen gab es keine direkte Argumentation gegen die AfD.

Was also macht die AfD anders als andere Parteien? Es lohnt sich, einmal einen Blick auf die Social Media-Aktivitäten der AfD zu werfen. Bei einer genauen Analyse des Social-Media Wahlkampfs zeigt sich, dass ausgerechnet diese Partei die Spezifika des Mediums sehr gut erkannt hat und am professionellsten nutzt. Die Themen sind gut recherchiert, spitz und übertrieben getextet, aber immer mit einer seriösen Quelle verlinkt. So verbindet die AfD gekonnt das freischwebende Empörungspotenzial ihrer Follower mit bestimmten Fakten. Aber warum funktioniert das so gut?

Es gib ein psychologisches Phänomen, welches man auch an sich selbst beobachten kann, nämlich, dass die gleichzeitige Präsentation von sich nicht groß widersprechenden Aussagen grundsätzlich als „wahr“ bewertet wird. Unser Bewusstsein, darauf programmiert überall Zusammenhänge und Kausalitäten zu entdecken, neigt zu einer Verkettung von Informationen die zueinander zu passen scheinen und wenn genau diese Verkettung nicht durch andere Informationen aktiv widerlegt wird – sondern im Gegenteil, einfach nur oft genug wiederholt wird – fühlt sie sich früher oder später richtig an. Der Entscheidungswissenschaftler Daniel Kahnemann hat diesen Mechanismus in seinem Buch „Schnelles Denken – langsames Denken“ detailliert beschreiben. Und Genau dieses Phänomen macht sich die AfD auf ihren Social Media-Kanälen zunutze.

Nur einem sehr aufmerksamen Leser fallen bei einem genauen Abgleich von Motiv, Begleittext und den genannten Quellen Widersprüche auf.

Social Media Wahlkampf

Parodistische Testanzeige auf Facebook. Von AfD-nahen Usern nicht hinterfragt und fleißig geteilt.

Die Politikberater der Lix-Tetrax-Group haben vor kurzem auf Facebook einen Test zu diesem Thema gestartet und fiktive Parteimotive geschaltet. Gepostet wurden Motive unterschiedlicher Art zu AfD-nahen Themen. Bei der genauen Betrachtung der Kommentare und des Userverhaltens zeigt sich:

  • Unreflektierte Klickkultur: Weniger als 1% der Interagierenden hat offensichtlich realisiert, dass es sich um fiktive Motive handelt. Fake News werden nicht erkannt.
  • Hohes Empörungspotenzial: AfD-Wähler teilen überproportional oft Beiträge.
  • Postfaktische Argumentation: Keiner der Kommentatoren hat die Herkunft der angeblichen Studie oder Wissenschaftler hinterfragt.
  • Verfügbarkeitskaskaden: Die hohen Kontaktzahlen in den medialen Echokammern der AfD-Wähler sorgt für eine kognitive Verzerrung bezüglich der Gewichtung von Problemen.

Sieht man sich daraufhin die Profile der AfD-nahen User genauer an, so fällt auf, dass sich deren Timelines vor allem mit Verlustängsten und Unrechtsgefühlen befassen. Primäre Themen sind nicht etwa Migration, sondern Inhalte wie Tierschutz, Angst vor Altersarmut, Benachteiligung von behinderten Menschen und Kindern sowie Solidarität mit alleinerziehenden Müttern. Dazwischen finden sich rührende Familienbilder in meist klein- oder kleinstbürgerlicher Idylle. Sehen so radikale Rechtsextreme aus?

Social Media Wahlkampf

Parodistische Testanzeige auf Facebook. Von AfD-nahen Usern nicht hinterfragt und fleißig geteilt.

Wenn man das liest, muss man zu dem Schluss kommen, dass es weniger ein Potenzial von 20% rechtsextremen Wählern als vielmehr eine breite Schicht von Bürgern gibt, die das Gefühl hat von Politik und Staat vergessen worden zu sein. Dies hatten auch bereits die Studien der Studie der Hans-Böckler-Stiftung und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zur AfD-Wählerschaft gezeigt.

In ihren Timelines beschäftigen sich AfD-Wähler vor allem mit ihren eigenen Ängsten vor dem sozialen Abstieg, die durch kognitive Verzerrungen extrem überhöht werden. Durch das WYSIATI-Phänomen werden andere Probleme ausgeblendet oder für weniger wichtig erachtet.

Für diese Zielgruppe bietet die AfD eine Plattform, wo zwar keine konkreten Abhilfen vorgeschlagen werden, die aber allein durch ihre Existenz eine emotionale Rache am System erlaubt. Das Gefühl der Selbstwirksamkeit gibt es für die AfD-nahen User dabei noch gratis dazu, schließlich steigen von Woche zu Woche die Likes und Umfragewerte. Die Anklage der Missstände ersetzt die Lösung der Missstände. Mit anderen Worten: Die Social-Media-Strategie der AfD ist im Grunde eine Wut-Therapie. Und das macht sie so erfolgreich und unterscheidet sie von den Argumentationen der anderen Parteien.

Mangels Regierungsbeteiligung der AfD wird sich logischerweise nichts von dem ändern, was diese Bürger umtreibt und besorgt. Aber jeder Prozentpunkt gibt AfD-Wählern und Sympathisanten das Gefühl, es den „Altparteien“ und der „Lügenpresse“ gezeigt zu haben. Und überhaupt dem „System“, das alle Nicht-AfD-Wähler umfasst.

 

Quellen & Links

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