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Beispiele für gelungenes Kulturmarketing – 5 lesenswerte Cases

Kulturmarketing Beispiele – Social Media, Festivals, Ausstellungen und Plakatkampagnen. Spannende Aktionen im Kulturbereich für die Zielgruppe.

Kulturmarketing Beispiele – Social Media, Festivals, Ausstellungen und Plakatkampagnen Während sich Marketing traditionell nach dem Verbraucher richtet (also dessen Perspektive einnimmt und sich nach ihm ausrichtet), geht es beim Kulturmarketing vielmehr darum, die Begegnung zwischen kulturellem Angebot und Besuchern zu gestalten und zu fördern. Wegen des kommerziellen Beigeschmacks, den der Begriff Marketing für viele Menschen […]

Kulturmarketing Beispiele – Social Media, Festivals, Ausstellungen und Plakatkampagnen

Kulturmarketing Beispiele – Social Media, Festivals, Ausstellungen und Plakatkampagnen

Während sich Marketing traditionell nach dem Verbraucher richtet (also dessen Perspektive einnimmt und sich nach ihm ausrichtet), geht es beim Kulturmarketing vielmehr darum, die Begegnung zwischen kulturellem Angebot und Besuchern zu gestalten und zu fördern. Wegen des kommerziellen Beigeschmacks, den der Begriff Marketing für viele Menschen hat, sind kulturelle Einrichtungen zunächst oft skeptisch. Dabei geht es im Grunde darum, den Kontakt zu den Besuchern zu pflegen und den Bekanntheitsgrad zu festigen. Die Beziehung zwischen kultureller Einrichtung und Besucher ist sehr persönlich und oft eine tiefgreifende Verbindung. Durch Kulturmarketing ist es einer kulturellen Institution möglich, sich bewusst zu machen, wer ihr Publikum ist, bei diesem bekannter zu werden und langfristig mehr Publikum anzuziehen. Im Idealfall entsteht aus einer kulturellen Einrichtung oder einem Kunstprojekt eine Marke, die sich etabliert und nicht wieder vergessen wird.

Im Folgenden einige Beispiele, die erfolgreiches Kulturmarketing darstellen. So verschieden wie die Marketingstrategien sind auch die beschriebenen Projekte und Institutionen.

KOSMOS Chemnitz – Konzerte, Events und Festivals als Marketingstrategie gegen Rechtsextremismus

Nach den rechtsextremen Ausschreitungen 2018 war die Stadt Chemnitz überall in den Medien und das Bild, das von der Stadt transportiert wurde, war für viele schockierend und beängstigend. So taten sich verschiedene Akteure aus Chemnitz zusammen und stampften ein Konzert aus dem Boden, wo unter dem Motto #wirsindmehr Musik gespielt wurde, um ein Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen. 65.000 Menschen waren bei diesem Konzert zugegen. Bands wie K.I.Z., die Toten Hosen und Kraftclub traten bei dem Open-Air-Konzert auf.

Aus diesem Konzert entstand der KOSMOS Chemnitz, ein kulturelles Projekt, das auf dem besten Weg ist, sich langfristig zu etablieren. Hier geht es um die Verbindung zwischen Kunst und Politik. Kunst soll erlebbar gemacht werden und Raum für Diskussion, Meinungsaustausch und die Gestaltung der Gesellschaft bieten. Die ganze Stadt wird zum Kunstort und bietet Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe, wie beispielsweise Lesungen im Waschsalon. So wurde die Basis für eine Marke geschaffen, die 2022 (trotz zwei Jahren maßnahmenbedingter Pause) 50.000 Besucher zählte und die Ambitionen hat, Europäische Kulturhauptstadt 2025 zu werden. Was das Projekt KOSMOS Chemnitz heute schon geschafft hat, ist, Chemnitz und den Osten Deutschlands in ein anderes Licht zu rücken und zu zeigen, dass dort nicht nur viel Intoleranz, sondern auch viel Toleranz und Weltoffenheit herrscht. mehr

stARTacademy (Berlin und Südtirol) – Förderer von Talenten im Bereich Theater, Kunst und Literatur

Die stARTacademy wurde 2009 gegründet und ist eine Akademie zur Förderung junger künstlerischer Talente. Ursprünglich war die Förderung rein finanzieller Natur, hat sich inzwischen aber zu einem umfangreichen Künstlernetzwerk entwickelt und beinhaltet außerdem intensive Künstlerpartnerschaften und nachhaltige Karriereförderungen. Die meisten jungen Talente der Akademie sind zwar eigentlich Solokünstler, profitieren jedoch gleichzeitig von den Kooperationen, die die Akademie möglich macht – und zwar auch nachhaltig. Die Nachhaltigkeit wird beispielsweise dadurch offenbar, dass ein Großteil der Geförderten der Akademie auch nach den drei dort verbrachten Jahren treu bleibt. Sowohl bildende Künstler als auch Schriftsteller, Musiker und Tänzer werden in der stARTacademy gefördert. Es ist eine gänzlich andere Form des Kulturmanagements, die hier zum Tragen kommt, als beim Festival KOSMOS Chemnitz, aber auch hier profitieren die Teilnehmenden eindeutig von der wachsenden Bekanntheit, die ihnen durch die Akademie ermöglicht wird. mehr

Insect Respect – ein ganz besonderes Kulturmarketing-Konzept

Wieder ein gänzlich anderes Projekt ist Insect Respect, eine Rettungsaktion für Insekten von den Konzeptkünstlern Frank und Patrik Riklin. Ursprünglich als Marketing-Strategen für die Vermarktung einer Fliegenfalle des Biozid-Unternehmens Reckhaus beauftragt, riefen die beiden Künstler gemeinsam mit dem Geschäftsführer Dr. Hans-Dietrich Reckhaus eine Rettungsaktion ins Leben, die hohe und nachhaltige Wellen schlug.

Der Grundgedanke der beiden war, was das Leben einer Fliege wert ist. Das Ganze also umzudrehen. Es wurde eine Rettungsaktion für Fliegen geplant (es war der 1. September 2012) und im Dorf Deppendorf bei Bielefeld wurde eine Riesengaudi daraus gemacht. 902 Fliegen wurden bei dieser Aktion gerettet. Das Ganze war riesig aufgezogen: Bei dem Dorffest wurde die Fliegenrettungsaktion als Gewinnspiel ausgetragen und Fliege Erika flog mit ihren Rettern (den Gewinnern) in ein Wellnesshotel.

Der Dreh, den die Konzeptkünstler hinbekamen und auf den sich der Geschäftsführer von Reckhaus einließ – den Spieß umzudrehen und statt des Tötens das Retten in den Vordergrund zu stellen und dies mit jeder Menge Spaß zu verknüpfen – bewirkte nicht nur einen riesigen Erfolg für das Unternehmen und die Etablierung der Marke INSECT RESPECT®. Es setzte außerdem einiges in der Biozid-Branche in Bewegung. So ist INSECT RESPECT heute ein Gütezeichen – das erste Gütesiegel für Insektenschutzmittel mit ökologischem Ausgleich. Es werden Ausgleichsflächen geschaffen, die Insekten Lebensraum und Überwinterungsmöglichkeiten bieten. Für dieses Projekt erhielt Dr. Reckhaus nicht nur die Auszeichnung „Vordenker des Jahres“ beim Querdenker-Award in München. Auch die künstlerische Komponente wurde gewürdigt: Die Fliege Erika ist heute in der renommierten Kunstsammlung der Universität St. Gallen zu bewundern. mehr

Ausstellungsprojekt MISS YOU

Es erinnert sich bestimmt jeder daran: In den tristen Zeiten der Ausgangssperren und der geschlossenen Kulturstätten und Restaurants tauchten auf einmal Plakate auf und erinnerten daran, wie lebendig dieses Land einmal gewesen war, wie das Nachtleben einmal ausgesehen hatte. Obwohl es noch gar nicht lange her war und vorher immer Normalität gewesen war, hatte man es doch manchmal einfach vergessen: Wie das Leben vor Corona ausgesehen hatte. Da konnten diese Poster durchaus Hoffnung spenden und einen daran erinnern, wie das Leben noch vor Kurzem ausgesehen hatte und hoffentlich bald wieder aussehen würde. Sie weckten Wertschätzung. Wertschätzung für das, was Kunst für die Qualität des persönlichen Lebens bedeutet, was Kunst für die Gesellschaft bedeutet. Sie machten außerdem die Kunstschaffenden und ihre prekäre Situation sichtbar – allerdings ohne zu belehren, ohne zu entmutigen, ohne zu schwächen. Im Gegenteil: Sie transportierten Selbstermächtigung. Sie machten Mut. Sie machten Lust auf den Zeitpunkt, wo Kultur wieder zum Leben dazugehört und wieder ohne Weiteres und in Präsenz zu erreichen ist.

Die Plakate hingen in Berlin, Hamburg und Baden-Baden; in anderen Städten wie Mannheim gab es ähnliche Projekte mit ähnlicher Wirkung.

Interessant bei dem Projekt MISS YOU war unter anderem, dass neben bekannten deutschen Kunstschaffenden wie Max Raabe und Katharina Thalbach auch weniger bekannte gezeigt wurden: eine Puppenspielerin, ein Jazz-Posaunist, ein DJ, Musikproduzenten und Choreografen. Menschen der freien künstlerischen Szene. Das Projekt machte diese Berufsgruppen greifbarer, machte die Vielfalt und Bedeutung der Kunstszene sichtbar und zeigte nicht zuletzt durch das „MISS YOU“ die Bedeutung, die die Zuschauer für die Kreativen haben und umgekehrt. mehr

Kulturmarketing als Chance für die Gesellschaft

Die gänzlich verschiedenen Beispiele zeigen, wie verschieden Kulturmarketing aussehen kann. Schlussendlich ist es immer eine Verbindung zwischen Kunst und Wirtschaft, die mal kommerzieller, mal kreativer und – wie im Falle der Fliegenrettung – auch vollkommen überraschend sein kann. Sicher ist: In den heutigen Zeiten brauchen künstlerische Orte eine Vermarktungsstrategie. In Zeiten zurückgehender Museumsbesucherzahlen, nach der Corona-Krise, in der sich Theater oft nur schleppend füllen und Kinos schließen, brauchen Kulturinstitutionen eine Strategie. Die Betonung liegt auf „kooperieren“, denn eine Kooperation sollte es schon sein – zum beidseitigen Nutzen und im besten Falle auch zum Nutzen der Gesellschaft.

Geschäftsführer Stefan Mannes berät Kultureinrichtungen auch persönlich in strategischer Kommunikation. Seine Grundlagen zum Kulturmarketing bieten einen praxisorientierten Einstieg, sein Workshop-Format richtet sich an Kommunikationsteams, die ihre Arbeit auf eine neue Grundlage stellen wollen.

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Bundesweite Kampagne zum Weltaidstag gestartet

Bundesweite Kampagne zum Weltaidstag gestartet

Leben mit HIV – Bundesweite AIDS-Kampagne zum Welt-Aids-Tag Berlin, 23. Oktober. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr eröffnete heute in Berlin die Kampagne „Positiv zusammen leben“ zum Welt-AIDS-Tag. Ziel dieser europaweit einzigartigen Aktion ist es, HIV/AIDS innerhalb unserer Gesellschaft zum Thema zu machen, Schuldzuweisungen und Berührungsängsten entgegenzuwirken sowie die Stigmatisierung und Diskriminierung der Betroffenen abzubauen. Als Sozialmarketing Agentur […]

Leben mit HIV – Bundesweite AIDS-Kampagne zum Welt-Aids-Tag

Leben mit HIV – Bundesweite AIDS-Kampagne zum Welt-Aids-Tag

Berlin, 23. Oktober. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr eröffnete heute in Berlin die Kampagne „Positiv zusammen leben“ zum Welt-AIDS-Tag. Ziel dieser europaweit einzigartigen Aktion ist es, HIV/AIDS innerhalb unserer Gesellschaft zum Thema zu machen, Schuldzuweisungen und Berührungsängsten entgegenzuwirken sowie die Stigmatisierung und Diskriminierung der Betroffenen abzubauen. Als Sozialmarketing Agentur zeichnet kakoii Berlin für die kreative Umsetzung dieser bundesweiten Kampagne verantwortlich. Wie auch bei der Informationskampagne „Liebesleben“ setzen sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie weitere Partner aus ganz Deutschland gegen Diskriminierung und die Angst vor HIV-positiven Menschen ein.

Das Leben HIV-positiver Menschen in Deutschland

Im Mittelpunkt der Gemeinschaftskampagne, u.a. von der BZgA und der Deutschen Aidshilfe (DAH), stehen HIV-positive Menschen, die offen über ihre Erfahrungen mit der HIV-Infektion berichten. Mit klaren und prägnanten Aussagen teilen sie ihre persönliche Erfahrung mit dem Virus in einem bundesweiten Projekt mutig mit der Öffentlichkeit. Ihre Themen reichen von der Akzeptanz am Arbeitsplatz oder in der Familie bis hin zur wenig bekannten Tatsache, dass HIV-positive Menschen mit der richtigen Behandlung auf natürlichem Wege gesunde Kinder bekommen können oder HIV-Positive bei rechtzeitiger Diagnose gut behandelbar sind und eine fast normale Lebenserwartung haben.

Dank der Unterstützung des Fachverbandes für Außenwerbung und zahlreichen anderen engagierten Partnern wirbt die Kampagne bis zum 1.12. crossmedial im Kino und TV, auf Großplakaten, Postkarten, im Web und auf Social-Media-Portalen für ihr Anliegen. Ein Beispiel dafür, wie wirkungsvolle Gesundheitskommunikation gesellschaftliche Veränderung anstoßen kann.

Eine besondere Rolle innerhalb des Medienmixes nimmt der im Sommer produzierte Spot ein, der bundesweit ab sofort in den Kinos und im TV geschaltet ist. In Zusammenarbeit mit Regisseurin und Filmpreisträgerin Esther Gronenborn hat kakoii ein eindrucksvolles Konzept entwickelt, das schwierige Thema „Testimonials“ zu emotionalisieren. Die Eindrücklichkeit des Spots ergibt sich nicht nur aus der bestechenden Offenheit der Betroffenen, sondern auch der technischen Raffinesse einer subtilen Montage von bis zu vier unterschiedlichen Bildebenen in jeweils unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Mit Solidarität gegen Diskriminierung am Welt-Aids-Tag

Alle werblichen Maßnahmen werden durch zahlreiche Kooperationen mit Firmen und Verbänden aus Wirtschaft und Gesellschaft vertieft. So gibt es jetzt z.B. einen speziell zum Kampagnenstart entwickelten Ratgeber für Unternehmen als Hilfestellung, HIV-positiven Arbeitnehmern zu begegnen und Diskriminierung im Arbeitskontext oder Benachteiligung zu verhindern.

Die deutsche Welt-AIDS-Tag-Aktion ist eine gemeinsame Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA, des Bundesministeriums für Gesundheit, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.

Über den Welt-Aids-Tag

Der Welt-AIDS-Tag findet jährlich am 1. Dezember statt und ist ein Tag der Solidarität, der dazu dient, das Bewusstsein für die AIDS-Pandemie zu schärfen, die durch die Ausbreitung des HIV-Virus verursacht wird. Dieser Tag wurde erstmals im Jahr 1988 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeführt und markiert einen wichtigen Anlass, um Solidarität mit den Millionen von Menschen weltweit zu zeigen, die mit HIV leben, oder der an AIDS Verstorbenen zu gedenken. Der Welt-AIDS-Tag bietet eine Plattform, um über Fortschritte und Herausforderungen in der Prävention, Behandlung und Betreuung von HIV/AIDS zu informieren, Aufklärungsarbeit zu leisten und Diskriminierung und Stigmatisierung entgegenzuwirken.

Ziele des Welt-AIDS-Tages umfassen die Förderung eines besseren Verständnisses der Krankheit, die Ermutigung zu Tests, die Unterstützung der Forschung zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und eines Impfstoffs sowie die Sensibilisierung für die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen. Er ist auch eine Gelegenheit, finanzielle Mittel für die AIDS-Hilfe zu mobilisieren und politisches Engagement zu stärken. Die globale Bekämpfung von HIV und AIDS erfordert partnerschaftliche Anstrengungen aller Gesellschaftsbereiche, um die Verbreitung zu stoppen und das Leben der Betroffenen zu verbessern.

Mehr Infos auf dem Kampagnenportal zum Weltaidstag.

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kakoii gibt Anschwung für frühe Chancen

Corporate Identity und Kampagne für die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung: Anschwung für frühe Chancen Wow. Das war selbst für unsere Maßstäbe ein aufregendes Fotoshooting. Für das Projekt Anschwung für frühe Chancen der DKJS und des Familienministeriums waren wir mit Fotograf Jan von Holleben im hessischen Helsa und haben mit mehr als 200 Freiwilligen – Kinder, […]

Corporate Identity und Kampagne für DKJS – Anschwung für frühe Chancen

Corporate Identity und Kampagne für die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung: Anschwung für frühe Chancen

Wow. Das war selbst für unsere Maßstäbe ein aufregendes Fotoshooting. Für das Projekt Anschwung für frühe Chancen der DKJS und des Familienministeriums waren wir mit Fotograf Jan von Holleben im hessischen Helsa und haben mit mehr als 200 Freiwilligen – Kinder, Eltern, Großeltern, Kindergartengruppen, Grundschulklassen, pädagogische Fachkräfte, Vertreter aus Politik, Kirche und Verwaltung – an drei Tagen zahlreiche Fotomotive entwickelt, die zeigen, wie die Menschen aus Helsa zusammenarbeiten, damit Kinder von Anfang an ihren Weg gehen können.

Mehr als 15 unterschiedliche Motive entstanden in dem einzigartigen Draufsicht-Look, den wir schon in einem ersten Fotoshooting im vergangenen Jahr etabliert hatten. Die neuen Bilder werden in den kommenden zwei Jahren für zahlreiche Kommunikationsmaterialien vom Flyer bis zum Großplakat eingesetzt. Ein Projekt, bei dem Sozialmarketing, Corporate Identity und Design zusammenwirken.

Anschwung für frühe Chancen ist ein bundesweites Serviceprogramm für den Aus- und Aufbau 600 lokaler Initiativen für frühkindliche Entwicklung. Das gemeinsame Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) unterstützt lokale Initiativen dabei, Antworten auf ihre individuellen Fragen zur Verbesserung der Kindertagesbetreuung zu finden – ein Vorhaben an der Schnittstelle von Public Affairs und Bildungskommunikation.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich für die Bildung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein. Die Stiftung arbeitet daran, die Bildungschancen für junge Menschen zu verbessern, indem sie Programme und Projekte in den Bereichen frühkindliche Bildung, Schulentwicklung und außerschulische Bildung unterstützt und umsetzt. Die DKJS arbeitet eng mit staatlichen Einrichtungen, privaten Partnern und anderen Organisationen zusammen.

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So können Unternehmen in Zeiten von Inflation, Greedflation bzw. Gierflation weiterhin wachsen und Kunden binden trotz Preiskontrolle und hoher Preise.

So können Unternehmen in Zeiten von Inflation, Greedflation bzw. Gierflation weiterhin wachsen und Kunden binden trotz Preiskontrolle und hoher Preise.

Einleitung: Das Phänomen der Gierflation In Zeiten hoher Inflation, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben, wird immer wieder ein Begriff hervorgebracht: Gierflation oder „Greedflation“. Dieser Begriff bezeichnet die Praxis von Unternehmen, ihre Preise übermäßig zu erhöhen und so die Preissteigerungen weiter anzutreiben. Was bedeutet hohe Inflation für Ihr Geschäft? Während viele Faktoren […]

Greedflation und Gierflation: Wie Unternehmen in Zeiten hoher Inflation wachsen können

Einleitung: Das Phänomen der Gierflation

In Zeiten hoher Inflation, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben, wird immer wieder ein Begriff hervorgebracht: Gierflation oder „Greedflation“. Dieser Begriff bezeichnet die Praxis von Unternehmen, ihre Preise übermäßig zu erhöhen und so die Preissteigerungen weiter anzutreiben. Was bedeutet hohe Inflation für Ihr Geschäft? Während viele Faktoren dazu beitragen, werfen einige Experten einen kritischen Blick auf die Gewinnmargen und Preisstrategien der Unternehmen. Doch was steckt wirklich hinter der Gierflation, und wie lässt sich die anhaltende Preiserhöhung erklären? Als Agentur für Finanzkommunikation beobachten wir diese Entwicklung mit besonderem Interesse.

Die Wurzeln der Inflation: Angebotsschocks und geopolitische Krisen

Es ist ein komplexes Phänomen, das durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Ein wesentlicher Treiber in den letzten Jahren war der Krieg in der Ukraine, der zu erheblichen Unterbrechungen globaler Wertschöpfungsketten und steigenden Produktionskosten geführt hat. Die DIW Berlin stellte fest, dass insbesondere Angebotsschocks die Preissteigerung in der Eurozone und den USA anheizen.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Banca d’Italia deutet darauf hin, dass die Inflation eher mit den Angebotsschocks des Jahres 2022 zusammenhängt als mit einem Wettbewerbsproblem. Die Forscher fanden keine signifikante Korrelation zwischen der Veränderung der Gewinnaufschläge auf Unternehmensebene und der Veränderung der Preise auf Branchenebene.

Die Rolle der Unternehmen: Gewinnerhöhungen und Preispolitik

Trotz der oben genannten Faktoren gibt es Hinweise darauf, dass Unternehmen in einigen Fällen die Gelegenheit genutzt haben, ihre Gewinnmargen zu erhöhen. Dies wird als „Gewinninflation“ oder „Gierflation“ bezeichnet. Studien zeigen, dass in vielen Sektoren ein steigender Gewinnanteil an der Wertschöpfung beobachtet wurde. Dies bedeutet, dass Firmen ihre Preise stärker anheben, als es die gestiegenen Herstellungskosten rechtfertigen würden.

Eine Analyse der Europäischen Zentralbank aus dem Jahr 2023 ergab, dass Marken teilweise Preise in Erwartung künftiger Kostensteigerungen anheben, anstatt auf tatsächliche Kostensteigerungen zu reagieren. Dies führt zu einer Spirale steigender Preise, die die Inflation weiter anheizt. Gerade hier wird die Rolle von Markenführung und Markenwahrnehmung deutlich: Unternehmen, die über eine starke Marke verfügen, können Preiserhöhungen besser kommunizieren und das Vertrauen ihrer Kunden bewahren.

Die Debatte um Preiskontrollen: Ein umstrittenes Instrument

Die Diskussion über die Einführung von Preiskontrollen zur Bekämpfung der Inflation ist hitzig. Während einige Experten argumentieren, dass staatliche Eingriffe notwendig sind, um Verbraucher vor überhöhten Preisen zu schützen, warnen andere vor den langfristigen negativen Folgen solcher Maßnahmen.

Die DIW Berlin betont, dass Preiskontrollen nur in Ausnahmefällen praktikabel sind und meist zu Marktverzerrungen führen. Ein gelungenes Beispiel für eine Preiskontrolle wurde in Deutschland während der Energiekrise eingeführt: Der Energiepreisdeckel entlastete ärmere Haushalte, indem der Bund einen Zuschuss zahlte, während die Verbraucher weiterhin die Marktpreise für die verbrauchte Energie zahlten.

Empirische Evidenz und langfristige Muster von Greedflation

Die empirische Evidenz zur Gierflation ist gemischt. Einige Studien deuten darauf hin, dass Unternehmen ihre Markups in Zeiten hoher Inflation erhöhen, um ihre Gewinnmargen zu schützen oder zu steigern. Andere Analysen zeigen jedoch, dass die langfristigen Muster eher darauf hindeuten, dass Inflation primär durch Angebotsschocks und geopolitische Ereignisse getrieben wird.

Eine Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) stellte fest, dass die Hälfte der Kostensteigerungen im Jahr 2021 durch Angebotsschocks und höhere Rohstoffpreise erklärt werden kann. Auch die aktuelle Forschung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) unterstützt diese Ansicht.

Der Einfluss von Produktionskosten und Preisstrategien bei Preiserhöhungen

Die Beziehung zwischen Produktionskosten und Preisen ist ein zentraler Punkt in der Diskussion um Gierflation. In vielen Fällen werden gestiegene Kosten direkt an die Verbraucher weitergegeben. Dies geschieht oft aufgrund mangelnder Wettbewerbskräfte oder vorübergehender Monopole.

In Zeiten der Inflation müssen Unternehmen jedoch wachsam bleiben und ihre Preisstrategien sorgfältig abwägen. Eine zu aggressive Preiserhöhung kann nicht nur das Vertrauen der Verbraucher schädigen, sondern auch langfristig zu einem Verlust von Marktanteilen führen. Hier kann eine durchdachte Markenberatung helfen, Preisanpassungen so zu kommunizieren, dass die Kundenbeziehung erhalten bleibt.

Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung: Was kann getan werden?

Um die Inflation zu bekämpfen, müssen verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Zum einen ist es wichtig, die Angebotsseite der Wirtschaft zu stärken und die globalen Wertschöpfungsketten zu stabilisieren. Dies kann durch Investitionen in Infrastruktur, Technologie und Bildung erreicht werden.

Darüber hinaus sollten Wettbewerbspolitiken gestärkt werden, um sicherzustellen, dass Firmen keinen Anreiz haben, ihre Preise übermäßig zu erhöhen. Wettbewerbshüter müssen in Zeiten der Inflation wachsam bleiben und gegen wettbewerbswidrige Praktiken vorgehen.

Schlussfolgerung: Ein vielschichtiges Problem

Die Diskussion um Gierflation bzw. Greedflation zeigt, dass die Ursachen und Auswirkungen von Preiserhöhungen komplex und vielschichtig sind. Während einige Unternehmen zweifellos ihre Preise und Gewinnmargen in diesen Zeiten erhöhen, sind externe Faktoren wie Angebotsschocks und geopolitische Krisen ebenso bedeutend.

Die wirtschaftspolitische Diskussion sollte ehrlich und evidenzbasiert geführt werden, um effektive Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung zu entwickeln. Nur durch eine umfassende Analyse und einen ausgewogenen Ansatz können wir die Herausforderungen meistern und langfristig stabile Preise sicherstellen.

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Neuer Fundraisingkunde: Save the Children

kakoii Berlin übernimmt Full-Service Fundraising Aktivitäten für Kinderhilfsorganisation Save The Children Deutschland.

Neuer Fundraisingkunde bei kakoii: Save the Children. Für die weltweit agierende Kinderhilfsorganisation sind wir ab sofort in allen Belangen des Fundraisings tätig. Dabei können wir unsere langjährigen Erfahrung mit Spenden sammelnden Organisationen einbringen sowie unseren integrierten 360 Grad Kommunikationsansatz. Konkret werden wir Spendenmailings, Online-Fundraising-Aktivitäten, Face2Face Promotions, Anlassspenden und Nachlassspenden sowie PR-Aktivitäten entwickeln. Weiter Kunden von […]

kakoii Berlin übernimmt Full-Service Fundraising Aktivitäten für Kinderhilfsorganisation Save The Children Deutschland.Neuer Fundraisingkunde bei kakoii: Save the Children. Für die weltweit agierende Kinderhilfsorganisation sind wir ab sofort in allen Belangen des Fundraisings tätig. Dabei können wir unsere langjährigen Erfahrung mit Spenden sammelnden Organisationen einbringen sowie unseren integrierten 360 Grad Kommunikationsansatz. Konkret werden wir Spendenmailings, Online-Fundraising-Aktivitäten, Face2Face Promotions, Anlassspenden und Nachlassspenden sowie PR-Aktivitäten entwickeln.

Weiter Kunden von kakoii im Bereich Fundraising sind: Caritas International, Diakonie Katastrophenhilfe, Brot für die Welt, Misereor und das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

Save the Children, gegründet im Jahr 1919 von Eglantyne Jebb und ihrer Schwester Dorothy Buxton, begann als Reaktion auf die Hungersnot unter Kindern in Deutschland und Österreich-Ungarn während der alliierten Blockade Deutschlands im Ersten Weltkrieg. Die Organisation, die in der Londoner Royal Albert Hall öffentlich eingeführt wurde, zielte darauf ab, „Kindern, die unter den Auswirkungen des Krieges leiden, Hilfe zu leisten“. Jebb, eine Pionierin in der Nutzung von Massenwerbekampagnen für wohltätige Zwecke, führte 1920 das Konzept der individuellen Kindspatenschaft ein, wodurch im ersten Jahr etwa 8 Millionen Pfund für die Arbeit der Organisation gesammelt wurden.

Mit der Internationalisierung von Save the Children, einschließlich der Gründung der International Save the Children Union in Genf im Jahr 1920, baute Jebb Beziehungen zu anderen in Genf ansässigen Organisationen auf, darunter das Rote Kreuz. Im Jahr 1924 wurde Jebbs Entwurf für eine Kinderrechtscharta vom Völkerbund angenommen, die später zur Basis für die UN-Konvention über die Rechte des Kindes wurde, die 1989 von den Vereinten Nationen angenommen wurde.

In den folgenden Jahrzehnten expandierte Save the Children sowohl in Umfang als auch in seinen Zielen. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg half die Organisation Flüchtlingskindern und Vertriebenen in Europa, einschließlich Überlebenden der Nazi-Konzentrationslager. In den 1950er Jahren reagierte Save the Children auf Krisen wie den Koreakrieg und die Ungarische Revolution von 1956 und dehnte seine Arbeit auf Afrika, Asien und den Nahen Osten aus. Die Organisation engagierte sich auch in größeren Katastrophen wie dem Vietnamkrieg und der Biafra-Sezession in Nigeria, wobei sie erfolgreiche Massenmarketingkampagnen einsetzte, um öffentliche Spenden in großem Umfang zu sammeln.

Heute ist Save the Children eine internationale Dachorganisation mit 30 nationalen Mitgliedsorganisationen, die in über 120 Ländern tätig sind. Mitglieder leiten Aktivitäten in ihrem Heimatland und arbeiten mit Spendern zusammen, um Programme im Ausland zu entwickeln, die von einem zentralen Organ – Save the Children International – über Teams in jedem Land koordiniert und durchgeführt werden. Zu den Hauptinitiativen der Organisation gehören die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Bildung für 8 Millionen Kinder, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind, und der Ausbau der Notfallhilfe für Kinder weltweit.

Mehr Informationen auf der Website der Organisation. Natürlich stehen wir Ihnen auch jederzeit als Fundraising Agentur zur Verfügung. Siehe auch Hintergründe und Beratung: Stefan Mannes über Fundraising-Strategie

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