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Politikexperte Stefan Mannes zur Parteienwerbung bei der Europawahl

Politikexperte Stefan Mannes zur Parteienwerbung bei der Europawahl

Soziale Gerechtigkeit wohin man schaut. Die Parteienwerbung zur Europawahl  gleicht sich – bei allen stilistischen Unterschieden – inhaltlich wie ein Ei dem anderen. kakoii Geschäftsführer und Politikexperte Stefan Mannes kommentiert im Berliner Spreeradio am 3. Juni um 7:10 und 9:10 Uhr die Werke der Parteien. Die Europawahl ist eine alle fünf Jahre stattfindende Wahl, bei […]

Politikexperte Stefan Mannes zur Parteienwerbung bei der EuropawahlSoziale Gerechtigkeit wohin man schaut. Die Parteienwerbung zur Europawahl  gleicht sich – bei allen stilistischen Unterschieden – inhaltlich wie ein Ei dem anderen.

kakoii Geschäftsführer und Politikexperte Stefan Mannes kommentiert im Berliner Spreeradio am 3. Juni um 7:10 und 9:10 Uhr die Werke der Parteien.

Die Europawahl ist eine alle fünf Jahre stattfindende Wahl, bei der die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) ihre Vertreterinnen und Vertreter im Europäischen Parlament direkt wählen. Das Europäische Parlament ist eines der wichtigsten Organe der EU und vertritt die Interessen der EU-Bürgerinnen und -Bürger. Es ist zuständig für die Gesetzgebung, die gemeinsam mit dem Rat der Europäischen Union (dem Ministerrat) ausgeführt wird, und spielt eine wesentliche Rolle bei der Haushaltsplanung und der Überwachung anderer EU-Institutionen. Die Europawahl gibt den Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit, Einfluss auf die politische Ausrichtung und Entscheidungsfindung auf EU-Ebene zu nehmen. Die Anzahl der Sitze, die jedes Mitgliedsland im Europäischen Parlament erhält, richtet sich nach der Bevölkerungsgröße des Landes, wobei jedoch sichergestellt wird, dass auch kleinere Länder angemessen vertreten sind.

 

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Stefan Mannes
Geschäftsführer / Partner
kakoii Berlin
Telefon: 030 440 3232 8
berlin(Replace this parenthesis with the @ sign)kakoii.de

Stefan Mannes ist Co-Gründer der Agentur kakoii Berlin. Als Politologe und Historiker betreut er seit über 20 Jahren Kunden aus den Bereichen Politik, Verbände und Stiftungen sowohl als strategischer Berater als auch bei der operativen Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen. Als Experte für politische Kommunikation ist er oft zitierter Ansprechpartner für Medienvertreter. Seine Statements und Analysen wurden publiziert in Formaten wie ARD Tagesthemen, RTL News, WDR und vielen mehr. Bei Interesse können wir uns natürlich auch als Public Affairs Agentur oder Agentur für Politikberatung und politische Werbung empfehlen.

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Politikberater Stefan Mannes: Ein Plakat wie das andere – zur Parteienwerbung der Europawahl

Politikberater Stefan Mannes über die Parteienwerbung zur Europawahl: Die Parteiplakate zur Europawahl helfen bei der Orientierung kaum weiter. Fast alle werben für dasselbe.

Politikberater Stefan Mannes über die Parteienwerbung zur Europawahl: Die Parteiplakate zur Europawahl helfen bei der Orientierung kaum weiter. Fast alle werben für dasselbe. Tagesspiegel Berlin. Eine Frage an den Politikberater zur Parteienwerbung. Plakate überall – zwei Wochen vor der Wahl des Europäischen Parlaments am 7. Juni geht der Wahlkampf erkennbar in die heiße Phase. Was die […]

Politikberater Stefan Mannes über die Parteienwerbung zur Europawahl: Die Parteiplakate zur Europawahl helfen bei der Orientierung kaum weiter. Fast alle werben für dasselbe.

Tagesspiegel Berlin. Eine Frage an den Politikberater zur Parteienwerbung. Plakate überall – zwei Wochen vor der Wahl des Europäischen Parlaments am 7. Juni geht der Wahlkampf erkennbar in die heiße Phase. Was die Parteien kommunizieren wollen, wie ansprechend die Plakate gemacht und wie sachlich oder emotional die Argumente sind, dazu hat der Tagesspiegel einen Experten gefragt. Stefan Mannes ist Politikwissenschaftler, Politikberater und Geschäftsführer der Werbeagentur kakoii. Er arbeitet insbesondere zu gesellschaftspolitischen Themen – er hat unter anderem die Kampagne für das Holocaust-Mahnmal konzipiert.

CDU Wahlplakat zur Europawahl 2009 - kommentiert von Politikberater Stefan MannesCDU: Die Plakate sind typisch für die Haltung der großen Parteien vor einer Wahl: Bloß keine Experimente. Gegen die Slogans „Wir in Europa“ oder „Für eine Soziale Marktwirtschaft, die menschlich ist“ hat niemand etwas, sie sind nicht angreifbar. Der Preis dafür ist, dass die Plakate aussagelos bleiben und kaum wahrgenommen werden. Sie sind gestalterisch überladen und in der Farbwahl etwas bieder. Durch das Schwarz-Rot-Gold setzen sie einen patriotischen Akzent. Die Fotos sind aus anderen Kontexten bekannt und dadurch nicht interessant. Noch dazu sprechen sie nicht für sich – was hat eine einkaufende Frau mit sozialer Marktwirtschaft zu tun?

Die CDU arbeitet mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner, um niemanden abzuschrecken. Auf einigen Plakaten wird der Spitzenkandidat Hans-Gert Pöttering gezeigt, damit die Wähler den Namen auf den Wahllisten wiedererkennen.

SPD Wahlplakat zur EuropawahlSPD: Die SPD fährt zwei völlig voneinander getrennte Linien – eine gezeichnete Angriffsserie und ein ruhiges Äquivalent zur CDU-Kampagne.

Die Angriffslinie zuerst zu hängen, ist eher ungewöhnlich und riskant, weil sich die Partei dadurch selbst angreifbar macht. Aufmerksamkeit ist damit allerdings garantiert – und gerade im Hinblick auf die Europawahl, bei der die Wahlbeteiligung sehr niedrig ist, kann das durchaus sinnvoll sein.

Stilistisch ist diese Linie intelligent gemacht: Sie ist einfach, prägnant, plakativ – sie fällt auf. Auch inhaltlich ist sie spannend, weil sie emotionalisiert und gegen den politischen Gegner geht. Solche Plakate werden geschaltet, wenn Parteien eher in der Defensive sind. Nur die Grünen sind als potenzieller Koalitionspartner bei der Bundestagswahl vorsichtshalber ausgespart. Parteienwerbung SPDHier wird deutlich, dass die Europawahl für die Parteien eher unbedeutend ist – die Gesamtstrategien zielen schon auf den Herbst.

Mit der zweiten Linie, die die SPD jetzt nachlegt, ist die Partei auf der sicheren Seite. Wie die CDU versucht sie hier, den kleinsten gemeinsamen Nenner ihrer Zielgruppe zu treffen. Was dort die einkaufende Mutter, ist hier die für Niedriglohn arbeitende Frau. Gestalterisch sind diese Plakate aufgeräumter als die der CDU, klarer fotografiert und auf eine Person fokussiert. Thematisch sind CDU und SPD identisch: Es geht um soziale Marktwirtschaft und darum, die Krise zu bewältigen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Politische WerbungGrüne: Die Grünen haben bei ihren Plakaten gestalterisch mehr Möglichkeiten genutzt als die anderen Parteien. Das Wort „WUMS“ soll über positive Irritation funktionieren. Die Theorie ist: Stehenbleiben, gucken, Sternchen entdecken, die Auflösung lesen – „Wirtschaft und Umwelt, menschlich und sozial“. Stilistisch ist die Parteienwerbung etwas anspruchsvoller als der Rest. Die Signalfarben fallen auf, es gibt ein zentrales Bildmotiv. Der Wähler bleibt daran hängen – etwa an dem Maiskolben, der wie ein Autonomer aussieht.

Inhaltlich sagen die Plakate so wenig wie die der anderen Parteien: „Für ein besseres Europa“ könnte auch auf allen anderen Plakaten stehen. Allerdings ist es bezeichnend, dass auch bei den Grünen die Wirtschaft an erster Stelle steht. Die Krise überlagert viele Themen, deshalb müssen sie neben ökologischer auch ökonomische Kompetenz zeigen.

Mit dieser Kampagne spricht die Partei ihre klassischen Wähler an, neue Wähler werden so kaum gewonnen.

FDP WahlkampagneFDP: Die Partei setzt ganz auf ihre Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin. Die Kampagne ist personell sehr stark fokussiert, die Kompetenz soll sich in einer Person bündeln. Eine Frau als Spitzenkandidatin ist noch immer eher ungewöhnlich, das bringt Aufmerksamkeit.

Vom Slogan her ist es wiederum dasselbe wie überall: „Für Deutschland in Europa“. Mit der Ausnahme, dass einen die Schlagwörter, die über dem Slogan stehen, etwas ratlos zurück lassen: „Leistung“ etwa. Wessen Leistung ist da gemeint? Die des Unternehmers? Die der Kandidatin? Diese Irritation wird nicht aufgelöst.

Das ist ein klassischer Anfängerfehler. Die Schlagwörter bilden zwar eine Serie – „Freiheit“ folgt noch –, aber die erkennt man nur, wenn die Plakate nebeneinanderhängen. Agenturen und Kunden finden das toll, aber auf der Straße funktioniert das nicht, weil sich die Reihe im Kopf dort nicht bildet. Gestalterisch sind die Plakate eher unruhig. Fünf verschiedene Schriftgrößen auf einmal, das macht man eigentlich nicht.

ParteienwerbungLinke: Die Kampagne der Linken ist gestalterisch sehr klar. Im Unterschied zu den anderen Parteien thematisiert die Linke auf den verschiedenen Plakaten spezifische politische Forderungen mit einer plakativen Kernaussage. Mit knackig formulierten Aussagen positioniert sie sich links der SPD.

Wer will, kann den erklärenden Text lesen, aber den Gedanken versteht man auch ohne Zusatzinformation. Auch thematisch ist die Partei als Einzige etwas breiter aufgestellt und bezieht etwa die Außenpolitik mit ein.

Fazit: In ihren Aussagen sind die Kampagnen der Parteien nahezu austauschbar. Die Plakate für die Europawahl werben fast alle für dasselbe: ein soziales Europa. Zwar kann Parteienwerbung selten mehr als ein Argument transportieren – aber indem alle dasselbe liefern, bleibt doch unklar, wie sich der Wähler orientieren soll. Schön gewesen wäre: Mehr Reibung, mehr Mut!

(Patricia Hecht im Gespräch mit Politikberater Stefan Mannes. Erschienen im gedruckten Tagesspiegel)

 

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kakoii Berlin
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Stefan Mannes ist Co-Gründer der Agentur kakoii Berlin. Als Politologe und Historiker betreut er seit über 20 Jahren Kunden aus den Bereichen Politik, Verbände und Stiftungen sowohl als strategischer Berater als auch bei der operativen Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen. Als Experte für politische Kommunikation ist er oft zitierter Ansprechpartner für Medienvertreter. Seine Statements und Analysen wurden publiziert in Formaten wie ARD Tagesthemen, RTL News, WDR und vielen mehr. Bei Interesse können wir uns natürlich auch als Public Affairs Agentur oder Agentur für Politikberatung und politische Werbung empfehlen.

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Andere Länder, andere Sitten: Internationale Verpackungstrends

Andere Länder, andere Sitten: Internationale Verpackungstrends

Internationale Verpackungstrends spielen eine immer wichtigere Rolle und beeinflussen Verpackungsdesign und Verpackungsgestaltung Internationale Verpackungstrends sind von zentraler Wichtigkeit beim Verkauf von Produkten. Auch wenn es manchen Marketingverantwortlichen nicht geheuer ist, Kaufentscheidungen für Consumer Goods werden zu 74 Prozent am POS getroffen und zu 60 Prozent ist dabei die Produktverpackung und -präsentation entscheidend. In einer Zeit, […]

Internationale Verpackungstrends spielen eine immer wichtigere Rolle und beeinflussen Verpackungsdesign und Verpackungsgestaltung

Andere Länder, andere Sitten: Internationale Verpackungstrends

Internationale Verpackungstrends sind von zentraler Wichtigkeit beim Verkauf von Produkten. Auch wenn es manchen Marketingverantwortlichen nicht geheuer ist, Kaufentscheidungen für Consumer Goods werden zu 74 Prozent am POS getroffen und zu 60 Prozent ist dabei die Produktverpackung und -präsentation entscheidend.

In einer Zeit, in der Mediabudgets für Massenmedien an immer differenzierteren Zielgruppen vorbeizielen und ambitionierte Internetkampagnen vor allem als Highlight in Geschäftsberichten dienen, ist der visuelle und haptische Auftritt eines Produktes mehr denn je die Manifestation einer Marke. Denn nur die Verpackung eines Produktes hat den unmittelbaren, direkten Kontakt zum Konsumenten. Deswegen sind Internationale Verpackungstrends so wichtig.

Crosscultural awareness

Während allgemeine Verpackungstrends noch relativ offensichtlich sind und von vielen Markenartiklern berücksichtigt werden, kommt es bei der Expansion in andere Kulturkreise immer wieder zu gravierenden Problemen. Die Design-Agentur kakoii begleitet mit Büros in Berlin und Tokio zahlreiche internationale Kunden und weiss um die Veränderung der Märkte. Um Konsumenten dort anzusprechen, ist es gerade für international auftretende Markenführer wichtig, ihr Packaging auf die Spezifika lokaler Märkte abzustimmen. «Dies erfordert von Unternehmen und Agenturen ein sensibles Gespür für crosscultural awareness», so Thekla Heineke, Kreativdirektorin bei kakoii.

«Ein Packaging, das Kunden in Deutschland gefällt, wird manchmal bereits in Frankreich anders interpretiert. In Russland oder Japan funktioniert es oft nicht mehr. Zu verschieden sind auch in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft die kulturellen Hintergründe der Märkte.»

Zum einen gibt es die klassischen Fallstricke aus der Designpsychologie. Zum Beispiel die Tatsache, dass die in Mitteleuropa zur Kommunikation von Reinheit verwendete Farbe Weiß in manchen asiatischen Ländern als die Farbe des Todes gilt. Deutlich anspruchsvoller sind jedoch die komplexen kulturellen und soziologischen Besonderheiten, die es zu beachten gilt, soll eine Marke auch wirklich erfolgreich werden, so Heineke.

Von Mitteleuropa…

Nach Jahren der werblichen Überfrachtung von Verpackung und Kommunikation zeigt sich in Mitteleuropa ein klarer Trend zu Einfachheit und Eleganz. Auch das sind Internationale Verpackungstrends. Die Loha-Zielgruppen („Lifestyle of Health and Sustainability“) haben hier den Weg geebnet. «Die Konsumenten suchen nach Komplexitätsreduktion. Es sind klare, einfache Verpackungen, die Authentizität und Wertigkeit ausstrahlen, die verkaufen», weiß Heineke und verweist auf Apple-Verpackungen und die zahlreichen neuen Bio-Marken. Diesen Weg verfolgt kakoii derzeit bei der Markenentwicklung für ein neues französisches Premium-Mineralwasser, das in einem heiß umkämpften Markt bestehen soll, in dem Flaschen oft von Stardesignern entworfen werden und in dem die Halbliterflasche nicht selten mehr als 15,- Euro kostet.

… über Russland…

Der russische Markt hingegen wird einer stetig wachsenden, besser verdienenden Oberschicht geprägt, die sich vor allem an teuren ausländischen Marken orientiert. Ein von kakoii für den russischen Markt entworfenes Kaffee-Packaging wurde folglich entsprechend den Bedürfnissen von wohlhabenden, luxus-orientierten, männlichen Russen klar als importierte Luxusmarke positioniert und in Fokusgruppen vor Ort immer wieder verfeinert, bis die Mischung aus Opulenz und Machismo stimmte.

…nach Japan

Die Königsdisziplin des Packaging ist nach wie vor die Entwicklung von Designs für den japanischen Markt. Im traditionellen Land des Verpackungsdesigns gibt es sehr ausdifferenzierte Packaging-Strategien. Internationale Verpackungstrends sind hier besonders schnellliebig. Während niedrigpreisige Produkte in einem für Europäer absolut abenteuerlich wirkenden Manga-Stil verpackt werden, gilt bei einer steigenden Wertigkeit eine ebenso steigende Reduktion des Designs. Die Kosmetikmarke Shiseido ist hier ideales Beispiel, bei der Thekla Heineke in Japan ihr Handwerk als Verpackungsdesignerin lernte und für die kakoii Tokio zahlreiche Kosmetiklinien entwickelte.

>>pack’s!<< Swiss Packaging Newsletter, Verpackungstrends

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Wen wollen auf Schockeffekte setzende Anti-Aids-Kampagnen eigentlich erreichen?

Wen wollen auf Schockeffekte setzende Anti-Aids-Kampagnen eigentlich erreichen?

Wen wollen auf Schockeffekte setzende Anti-Aids-Kampagnen eigentlich erreichen? Nicht diejenigen, die sie erreichen sollten, meint Stefan Mannes, Geschäftsführer von kakoii in Berlin. Anti-Aids-Kampagnen sind klassische Spielwiesen für Agenturen: Die Kombination aus Sex und Bedrohung ist dafür prädestiniert, sich kreativ auszutoben. So entstehen die Opfer diffamierenden Schockmotive, in denen Mütter Kinderwagen in Sargform herumfahren (Jung von […]

Wen wollen auf Schockeffekte setzende Anti-Aids-Kampagnen eigentlich erreichen? Nicht diejenigen, die sie erreichen sollten, meint Stefan Mannes, Geschäftsführer von kakoii in Berlin.

Münchner Aidshilfe kleiner DiktatorAnti-Aids-Kampagnen sind klassische Spielwiesen für Agenturen: Die Kombination aus Sex und Bedrohung ist dafür prädestiniert, sich kreativ auszutoben. So entstehen die Opfer diffamierenden Schockmotive, in denen Mütter Kinderwagen in Sargform herumfahren (Jung von Matt für die Michael Stich Stiftung), oder seltsame Penis-Diktatoren wie in der .start-Kampagne für die Münchner Aids-Hilfe e.V.; Adressat ist in solchen Fällen die Jury von Kreativpreisen – schließlich versenden die Agenturen die Pressemitteilungen, nicht die Präventionsinstitutionen.

Es stimmt, dass, wie in der Kampagne der Münchner Aids-Hilfe anvisiert, schwule Männer mit hohem Risikoverhalten derzeit zu den Hauptzielgruppen der Aidsprävention gehören. Dass die Plakate diese Zielgruppe – mit dem Hinweis auf angebliche Triebgesteuertheit – nicht auf adäquate Schutzstrategien, sondern auf ein Testangebot hinweisen sollen, erschließt sich jedoch nicht. Man gewinnt den Eindruck, dass das Thema Aidstest aus dem Briefing ins Kleingedruckte gerutscht ist, weil die Diktatoren-Idee so sehr gefiel.

Wirksame Prävention sieht zumeist langweiliger aus – dafür wirkt sie nachweislich, wenn sie wissenschaftlich begleitet und bei Zielgruppen getestet wird. Sie arbeitet entweder mit Role Models oder mit der Darstellung von Entscheidungssituationen. Eine der unscheinbarsten Aids-Präventions-Kampagnen ist übrigens zugleich die erfolgreichste. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung propagiert mit ihrer „mach’s mit“-Kampagne seit Jahren Kondomnutzung als sichersten Selbstschutz – mit Kondomen über Obst und Gemüse. Unter Werbern wird sie meist belächelt, weil ohne Provokation und all die raffinierten Kniffe, die ADC-Juroren beeindrucken. Aber über 90 Prozent der Deutschen kennen die Motive, 2008 erreichten die Kondomverkaufszahlen ein Rekordniveau. Im selben Jahr stiegen auch erstmals die Infektionszahlen nicht mehr.

page 05.2009 / Ansichtssache

Gerne empfehlen wir uns in diesem Zusammenhang auch als Healthcare Agentur, Sozialmarketing Agentur, Agentur für GesundheitskommunikationPublic Affairs Agentur und Agentur für Politikberatung und politische Kommunikation.

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Bundesweiter Start der Aidspräventionskampagne: mach’s mit

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Bundesweiter Start der Aidspräventionskampagne 'mach's mit'

Aidspräventionskampagne GIB AIDS KEINE CHANCE – mach’s mit mit neuer Staffel

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eröffnete heute morgen in Berlin die neue Staffel von Deutschlands bekanntester Aidspräventionskampagne „Gib Aids keine Chance – mach’s mit“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Die Staffel „Liebesorte“ löst die bisherige „Obst-und-Gemüse-Staffel“ ab und inszeniert reale Schauplätze an denen Menschen Sex hatten. Dabei bleibt dem Betrachter selbst überlassen, die Motive mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen, Geschichten und Fantasien zu füllen.

Romantische Seeufer, plüschige Bordelle und nächtliche Sandstrände – insgesamt 11 Motive kommen bundesweit im Rahmen der integrierten Kampagne zum Einsatz. Zu dieser gehören dank Unterstützung des FAW rund 65.000 Großplakate/ Citylights, 1,5 Mio Freecards, Anzeigenflights in Publikums- und Special-Interest-Zeitschriften, Online-Werbemittel und der Relaunch des Internetportals www.machsmit.de.

Die Aidspräventionskampagne wird nach dem Start fortlaufend durch neue Motive, d.h. neue Liebesorte erweitert, die u.a. von Usern auf der Kampagnenwebsite eingereicht werden können.

Die Kampagnenidee für „Liebesorte“ ging 2006 aus einem Ideenwettbewerb an deutschen Hochschulen hervor und wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Für den Lead zeichnete die die Agentur kakoii Berlin verantwortlich, die zusammen mit der Gewinnerin des Wettbewerbs und dem Fotografen Jan von Holleben die Motivserie umsetzte. Die Online-Medien betreut d-SIRE (Köln). Die Mediaplanung liegt bei Mediaedge:cia (Düsseldorf).

Die mach’s mit-Kampagne von GIB AIDS KEINE CHANCE der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist das bekannteste Element der nationalen Strategie gegen die Ausbreitung des Virus. Logo und Motive der Kampagne sind über 90 Prozent der deutschen Bevölkerung bekannt.

New Business, 27. März

„Mach’s mit“ ist die bekannteste Aidspräventionskampagne in Deutschland, die darauf abzielt, das Bewusstsein für HIV/AIDS zu schärfen und die Verbreitung des Virus durch Aufklärung und die Förderung von Schutzmaßnahmen zu verhindern. Die Kampagne wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ins Leben gerufen und umfasst eine Vielzahl von Medien und Aktivitäten, darunter Plakate, Anzeigen, Informationsmaterialien und Online-Angebote. Ein wesentlicher Aspekt der Kampagne ist die Förderung des Gebrauchs von Kondomen als effektive Methode zur Verhinderung der Übertragung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STIs). Die „Mach’s mit“ Kampagne richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und zielt darauf ab, Diskussionen über sexuelle Gesundheit zu fördern und das Stigma, das mit HIV/AIDS verbunden sein kann, zu verringern.

Hier geht es zur Website der BZgA. Gerne empfehlen wir uns in diesem Zusammenhang auch als Healthcare Agentur, Sozialmarketing Agentur, Agentur für GesundheitskommunikationPublic Affairs Agentur und Agentur für Politikberatung und politische Kommunikation.

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