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Kirchenmarketing Beispiele

Neues Kirchenmarketing Projekt: Berliner Fest der Kirchen

Von Paulus und Luther lernen, aber auch von aktuellen Vorbildern. Kirchenmarketing Beispiele zeigen wir sich Glaubensgemeinschaften relevant positionieren können. Kirchenmarketing Beispiel sind einen Blick Wert. Denn Kirchenmarketing entwickelte sich nicht erst in der Neuzeit. Der Apostel Paulus war ein Werbeprofi und ging erst einmal durch Athen. Er wollte wissen, worüber die Leute diskutieren, dann konnte […]

Von Paulus und Luther lernen, aber auch von aktuellen Vorbildern. Kirchenmarketing Beispiele zeigen wir sich Glaubensgemeinschaften relevant positionieren können.

Neues Kirchenmarketing Beispiel: Berliner Fest der KirchenKirchenmarketing Beispiel sind einen Blick Wert. Denn Kirchenmarketing entwickelte sich nicht erst in der Neuzeit. Der Apostel Paulus war ein Werbeprofi und ging erst einmal durch Athen. Er wollte wissen, worüber die Leute diskutieren, dann konnte er sie auf dem Marktplatz richtig ansprechen. Auch Luther kannte die Bedeutung guter Kommunikation. Was interessiert die Menschen, was bewegt sie, wie mache ich sie aufmerksam? Ein Leitsatz, der bis heute gilt. Vermittle deine Botschaft überraschend und ansprechend, dann entfaltet sie ihre Wirkung. Das ist gutes, erfolgreiches Kirchenmarketing.

Darth Vader trifft Frodo

Witzig und sehr erfolgreich sind die kleinen YouTube Clips, die für die Kirchenwahl in Baden und Württemberg werben. Darth Vader fliegt zum Todesstern, um abzustimmen. Bud Spencer und Terrence Hill reiten zum Wahllokal und Oaken (aus Disneys Eiskönigin) empfiehlt, seine Stimme abzugeben. Darth Vader erreichte weit tausend über Fans. Besonders erfolgreich war ein kleiner Film, der zeigt, dass auch der Hobbit Frodo – Herr der Ringe – wählen wird. Der Clip wurde über 45.000mal angesehen und eines unserer Lieblings Kirchenmarketing Beispiele.

Ein Teil der positiven Wirkung dieser Clips beruht sicher darauf, dass sie den YouTube-Alltag im positiven Sinne unterbrechen. Fast immer soll dem Zuschauer etwas verkauft, um nicht zu sagen aufgeschwätzt, werden. Die kurzen Filme lösen ein Lächeln aus, geben einen Anstoß. Das ist das Ziel der Kampagne.

Ausschlaggebend ist bei allen Werbeaktionen ihr Erfolg. Gehen deutlich mehr Menschen zur Kirchenwahl? Viele potenzielle Wähler in Deutschland kennen diese demokratische Möglichkeit der Mitbestimmung gar nicht. Die Aktionen machen humorvoll und ohne erhobenen Zeigefinger darauf aufmerksam. Der große Vorteil von YouTube ist, dass die Aufrufe zählbar sind, denn und auch im Kirchenmarketing sind nackte Zahlen wichtig. Es ist nicht sinnvoll, viel Geld und Aufwand in eine ineffektive Kampagne zu stecken, die niemand wahrnimmt.

Albanien trifft Luzern

Die katholische Kirche der Stadt Luzern in der Schweiz entwickelte ein sehr erfolgreiches Plakat, um auf den Buß- und Bettag hinzuweisen. Das Besondere daran: Die Aktion wurde gemeinsam entwickelt von der Luzerner Landeskirche, dem Staat Luzern und der muslimischen Gemeinschaft. Bei dem vielbeachteten Plakat wurde jedoch nicht nur eine andere Glaubensrichtung einbezogen. Es wurde auch in verschiedenen Sprachen – beispielsweise albanisch – produziert. So wurde der Aufruf zur Dankbarkeit am Buß- und Bettag in die Öffentlichkeit getragen. Der Sinn dieses kirchlichen Feiertags sollte nicht nur in kirchlichen Gruppen und im Rahmen der Gottesdienste diskutiert und besprochen werden.

Das Poster weist auf ein Thema hin, das Menschen wichtig ist, worüber sie nachdenken und sprechen wollen. Was ist Integration? Wie können verschiedene Glaubensrichtungen in einem Staat zusammenleben? Das Bild zeigt die Übereinstimmungen verschiedener Religionen und damit die ähnlichen Überzeugungen der Menschen.

Aber sind Plakate nicht veraltet? Wäre es nicht zeitgemäßer, im Internet auf sich aufmerksam zu machen? Für die Kirche der Stadt Luzern schließt das eine das andere nicht aus. Natürlich gibt es eine Website, doch Poster sind eine offensive Art des Marketings. Hier tritt die Kirche direkt an die Menschen heran. Die Botschaft wird von vielen wahrgenommen und richtet sich nicht nur an eine handverlesene Zielgruppe. Gleichzeitig ist die Aussage nicht belehrend oder herablassend, sie überrascht und regt zum Nachdenken an.

Rennen trifft Religion

Die Pfarrei Sankt-Anton in Luzern wählte einen sehr unkonventionellen Weg, um Menschen anzusprechen. Ihre Kirchentreppe ist ein beliebter Zuschauerpunkt beim Luzern Marathon. Um auf die Menschen zuzugehen, die dort jubeln und anfeuern, entwickelte die Kirche zwei Ideen. An vier Fahnenstangen wehte ein Spruchband „Alles Gute für den Lauf Ihres Lebens“. Außerdem wurden Vitaminbonbons mit dem gleichen Spruch verteilt. Mit dieser freundlichen, unaufdringlichen Geste schaffte die Aktion eine Verbindung zwischen dem eigenen Leben und der Kirche.

Colour meets Christ

In den USA gibt es viel mehr unterschiedliche Kirchen als in Deutschland. First Family Church und Omega Church, Mt. Zion Church und Rehoboth Church. Sie alle haben ihre Webseiten und ihr Logo. Die Vineyard Columbus Church in Ohio hat ihre Website mit Mosaiken in allen Farben gestaltet. Die Idee dahinter ist, dass sie eine Kirche für alle sind. Sie beschränken sich nicht auf Grau- oder Blautöne. Ihre Website ist durchsetzt von leuchtend bunten Mosaiken, die ihre Botschaft verkörpern: Wir sind eine Kirche für alle. Jeder kann seinen Glauben ausdrücken, die Gemeinde besteht nicht nur aus einem bestimmten Typ von Gläubigen. Unsere Mitglieder kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Egal welches Gehalt du beziehst, egal welchen Bildungsgrad du erworben hast, du bist willkommen. Alter, Geschlecht und Herkunft sind unwichtig, unsere Geschichte ist die Geschichte der Erlösung aller Menschen durch Christus. Deshalb beschränken sie sich nicht auf ein oder zwei Farben.

Amen auf TikTok

Die Gestaltung der Webseite muss zu der Atmosphäre und der Botschaft der Kirche passen. Der TikTok Star Amen Alex gestaltet seine Kurzvideos in natürlicher Umgebung und ruhigen Farben. Er lebt auf Kauai, Hawaii, doch die natürlichen Töne finden sich auch in seinen Videos, die in Innenräumen gedreht werden. Sie entsprechen seiner gelassenen Persönlichkeit und seiner unkomplizierten Botschaft. Er erfreut sich einer großen Fangemeinde durch seine glaubwürdigen und aktuellen Posts. Erfolgreiches Marketing bedeutet viel Arbeit und braucht insbesondere eine gute Strategie. Zu einem stimmigen Erscheinungsbild gehört das passende Logo. Das Zeichen der kanadischen Kirche Catch The Fire verkörpert mit den symbolischen Flammen das Feuer. Drei Flammen versinnbildlichen die Dreieinigkeit, gleichzeitig formen die Flammen den Buchstaben C für Church. So steht das Logo sowohl für den Namen „Catching the Fire“ als auch für die Botschaft.

Gott kommt auch … zum Berliner Fest der Kirchen

„Aus Freude am Glauben“ präsentierten Christen beim 5. Berliner Fest der Kirchen am 08. September 2018 ihre bunte Vielfalt und stellten ihr religiöses, soziales und kulturelles Engagement vor. Das Werbemotiv, das mit viel Presse und Kirchenvertretern öffentlich präsentiert wurde: Ein goldenes Plakat, auf dem Stand „Gott kommt auch“. Klar, einfach, theologisch korrekt und trotzdem mit viel Humor präsentierten sich die christlichen Glaubensgemeinschaften in Berlin mit dem Motiv.

Kirchenmarketing Beispiele und was man daraus lernen kann

Vielen Kirchen und deren Verantwortlichen ist es unangenehm, über Marketing zu sprechen. Als sei ihre Glaubensgemeinschaft eine Firma, die optimiert werden muss. Doch Marketing bedeutet nicht automatisch, schlechte Ware lauthals anzupreisen, im Gegenteil. Marketing bedeutet, der Welt seine Produkte, seinen Service zu zeigen und sie einzuladen, diese kennenzulernen. Pfarrer sind hochspezialisierte Fachleute, nicht unbedingt Werbeprofis. Das gleiche gilt auch für Bischöfe. Für alle angeführten Kirchenmarketing Beispiele haben die Verantwortlichen die Hilfe von Marketingexperten in Anspruch genommen. Und hier können wir uns Ihnen als Kirchenmarketing Agentur wärmstens empfehlen.

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Beispiele für politische Werbung, erfolgreiche Wahlwerbung und Wahlkampagnen

Politische Kommunikation: Erfolgreiche Wahlkampagnen und was Akteure daraus lernen können

Wie mobilisiert man Wähler? Beispiele für politische Werbung, erfolgreiche Wahlwerbung und Wahlkampagnen Wahlkampagnen und politische Werbung haben ein vorrangiges Ziel: Wähler zu mobilisieren. Alles andere, was man mit ihnen verbindet (Interesse wecken, für Transparenz sorgen,  Zustimmung erzeugen oder gar eine politische Debatte zu fragmentieren usw.), sind lediglich Zwischenschritte auf dem Weg dorthin. Für die Erreichung […]

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Wie mobilisiert man Wähler? Beispiele für politische Werbung, erfolgreiche Wahlwerbung und Wahlkampagnen

Wahlkampagnen und politische Werbung haben ein vorrangiges Ziel: Wähler zu mobilisieren. Alles andere, was man mit ihnen verbindet (Interesse wecken, für Transparenz sorgen,  Zustimmung erzeugen oder gar eine politische Debatte zu fragmentieren usw.), sind lediglich Zwischenschritte auf dem Weg dorthin. Für die Erreichung dieses Ziels ist die Kommunikation ein ausschlaggebender Faktor.

Was ist dabei konkret zu beachten, worauf kommt es besonders an? Welche Plattform (soziale Medien und soziale Netzwerke – wie facebook und instagram oder etwa linkedIn – oder doch die Printmedien) wählt man bspw. für die zielgerichtete Verbreitung politischer Kampagnen? Welche Art Microtargeting ist von Nöten, um eine erfolgreiche Autorisierung von Wählern zu erreichen? Gibt es bestimmte Regeln für politische Werbung? Mit diesen Fragen haben sich bereits zahlreiche Studien und Analysen ausführlich beschäftigt. In aller Kürze zusammengefasst, sind folgende Punkte entscheidend:

  • Meta-Thema: Eine für Wähler ansprechende Kampagne darf sich nicht in politischen Details und programmatischen Einzelmaßnahmen verlieren. Stattdessen erfolgt sie nach einem ausgeklügelten Algorithmus und vermittelt ein übergreifendes Thema, eine begeisternde Vision und/oder eine packende Erzählung (Narrativ) so unmissverständlich, wie möglich.
  • Botschaft: Unverzichtbar für die  erfolgreiche Kommunikation sind kurze, einprägsame und griffige Botschaften, zum Beispiel in Form von Wahlkampfslogans. Sie sollten einfach formuliert sein und häufig wiederholt werden.
  • Personalisierung: Personen werden wesentlich stärker wahrgenommen als abstrakte Organisationen (Parteien). Politiker, insbesondere natürlich Kandidaten, sollten deshalb sorgfältig inszeniert und präsentiert werden. Vor allem müssen sie als glaubwürdig und kompetent wahrgenommen werden können.
  • Zielgruppe: Die Zielgruppe muss gut definiert sein. Idealerweise ist die Kommunikation nicht nur auf diese zugeschnitten, sondern geht noch über die eigenen Stammwähler hinaus., sprich sie ist möglichst „anschlussfähig“ für Wechselwähler und Unentschlossene. Das erfordert eine gewisse Unbestimmtheit und Offenheit, die aber nicht als beliebig oder konturlos wahrgenommen werden darf.
  • Eine erfolgversprechende Kampagne verfügt über einen stimmigen Dreiklang aus Thema, Botschaft und Person(en), mit dem sie eine breite Zielgruppe anspricht.

Politische Werbung: Sechs Beispiele erfolgreicher Wahlkampagnen

Damit eine erfolgversprechende Kampagne in der Realität aber auch tatsächlich erfolgreich ist, muss noch etwas hinzukommen. Sie muss bei ihrer Zielgruppe „den Nerv treffen“. Je mehr Betroffenheit oder Begeisterung sie auslöst, umso mobilisierender wirkt sie. Bei den nachfolgenden Beispielen ist das in besonderer Weise gelungen.

Barack Obama: Präsidentschaftswahl USA 2008: Yes We Can

Der vielleicht berühmteste Wahlkampfslogan überhaupt ist Barack Obamas „Yes we can“, obwohl das gar nicht das offizielle Motto seiner Wahlkampagne im Präsidentschaftswahlkampf war. Es geht zurück auf seine berühmte Rede in New Hampshire nach der ersten Vorwahl. Dort beschreibt Obama den steinigen Weg der Kandidatur und die großen Ziele, die er für Amerika habe. Geschickt nutzt er die Gelegenheit, unterschiedliche Botschaften an unterschiedliche Gruppen zu richten. Und er ruft dazu auf, die Herausforderungen gemeinsam zu meistern: „Yes we can“. Dann spannt er -darauf abgezielt die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen- den Bogen von den Gründervätern über die Sklaven, die Gewerkschaften bis zu Martin Luther King. Sie alle hätten sich diesen Satz gesagt. Und sie hätten das Land zum Besseren verändert, mit Hilfe positiver politischer Inhalte, weil sie daran geglaubt hätten, dass man alles erreichen kann. Damit findet er den perfekten Übergang zu seinem eigentlichen Claim: „Change we can believe in“.

Derart positive Botschaften sind enorm wichtig. Und hier liegt alles drin: das Narrativ von Wandel und Fortschritt in Amerika. Politische Akteure brauchen politische Positionen, die darauf abgezielt sind, eine breite Wählerschaft anzusprechen. Die Vision von einem besseren Land, in dem nahzu alles möglich ist, ist schließlich für sämtliche WählerInnen verlockend. Barack Obama kann allein schon durch die Rolle des Kandidaten als ein neues Phänomen in der politischen Agenda betrachtet werden. Nicht nur, dass er als erster afroamerikanischer und einer der jüngsten Präsidenten diesen Wandel glaubhaft verkörperte. Sein Slogan, komprimierte in acht Buchstaben all das, was sich „das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ per se versprach. Bereits am nächsten Tag versammeln sich 37 Künstler mit einem Musikvideo hinter Obama, in dem die Rede verarbeitet wird. Die Mobilisierung hat begonnen, und „Yes we can“ hatte nicht nur großen Einfluss auf das Abstimmungsverhalten, sondern geht schon bald in den alltäglichen Sprachgebrauch über. Der Rest ist Geschichte.

Donald Trump, Präsidentschaftswahl USA 2016: Make America Great Again

Nach Obamas Amtszeiten geht mit Donald Trump ein umstrittener Bewerber gegen die favorisierte Hillary Clinton ins Rennen. Trump werden bis zuletzt nur Außenseiterchancen eingeräumt. Wenige trauen ihm zu, mit seiner polarisierenden Art und den für ihn typischen Desinformationskampagnen, außerhalb der konservativen und nationalen Stammwähler zu punkten. Doch seine Vision von einem Amerika, das zu altem Glanz und früherer Stärke zurückfindet, ist auch darüber hinaus attraktiv. Analysen des Wahlverhaltens zeigen, dass Trump mit dieser rückwärtsgewandten Erzählung bei den über 40-jährigen Wählern weit vor seiner Konkurrentin landet. Als erfolgreicher Unternehmer und Selfmademan repräsentiert er zudem dieses Narrativ nahezu perfekt.

Das Motto „Make America Great Again“, das Ronald Reagan bereits 1980 benutzt hat, ist in Trumps Kampagne allgegenwärtig. Es ziert nicht nur seine unzähligen Wahlplakate, sondern wird zudem vielfach auf den gängigen Social-Media-Plattformen und Sozialen Netzwerken (wie bspw. Facebook oder Instagram) veröffentlicht aufgrund der Algorithmen und geteilt, es wird aber auch zum Namen seiner Webseite greatagain.gov und zum Untertitel seines Buches „Time To Get Tough“. Legendär ist auch die rote Baseballmütze mit dem eingenähten Slogan, die Trump selbst und seine Anhänger bei vielen Auftritten tragen. Trumps politische Kampagnen sollen in der Regel nicht nur für Polarisierung und Desinformation sorgen, sondern sind zudem immer auch als eine Art Aufruf zu verstehen im Gedanken von politischer Propaganda. Clever ist in diesem Zusammenhang die Formulierung des Slogans, die zeigt, dass es bei politischer Kommunikation auf Feinheiten ankommt. „Make“ (statt beispielsweise „let us make“) ist eine direkte und unmissverständliche Aufforderung zum Handeln. Die Mobilisierung zur Stimmabgabe ist hier schon in der Wortwahl angelegt.

Vote Leave, Brexit-Referendum Großbritannien 2016: Take Back Control

Parallel zum Trump-Wahlkampf in den USA findet 2016 in Großbritannien das Referendum über einen EU-Austritt (Brexit) statt. Die Kampagne der Brexit-Befürworter hat erstaunliche Ähnlichkeiten mit der Trump-Kampagne. Sie knüpft ebenfalls an frühere, vermeintlich bessere, Zeiten an und fordert die Wähler   direkt zum Handeln auf. Nur heißt es hier „take“ statt „make“.

Der Appell an die Briten, sich die Selbstbestimmung zurückzuholen, aktiviert – wie in den USA – vor allem also eine Personengruppe, nämlich die der älteren Wählerschaft, zumeist ältere Männer. Die Wahlbeteiligung steigt bei Wählern ab Alter 45 stark an, ebenso der Stimmenanteil für den EU-Austritt (siehe dazu die Wahlstatistik). Das bringt am Ende den unerwarteten Sieg für „Vote Leave“ mit 51,9 % und eine neue Verordnung. Der Politologe Tim Haughton ist überzeugt, dass der kraftvolle Slogan „Take back control“ erheblich dazu beigetragen hat. Zumal sich die Gegenseite nicht einmal auf ein gemeinsames Motto einigen konnte.

CDU Parteienwerbung, Bundestagswahl 1957: Keine Experimente

Im Deutschland der 50er-Jahre sind solche eher rückwärtsgewandten Parolen kurz nach dem Dritten Reich undenkbar und tabu. Mitten im Wirtschaftswunder will die Mehrheit der Wähler ohnehin Stabilität und keine Experimente. Genau diese Erkenntnis, verstärkt durch ein dickes Ausrufezeichen, macht die regierende CDU 1957 zu ihrem Wahlkampfmotto.

Während die SPD große Veränderungen im Bundestagswahlkampf anstrebt, zum Beispiel einen NATO-Austritt, trifft die CDU mit diesem noch heute zitierten Slogan auf überragende Zustimmung. Der bereits 81 Jahre alte, gemütliche Kanzler Adenauer ist für diese statische Kampagne genau richtig. Er wird im Wahlspot als „tüchtiger Verwalter, stets mit „weisem Rat“ parat stehend, dargestellt. Was in der heutigen, dynamischen Zeit, eher als Filterblasen abgetan und kaum erfolgversprechend wäre, kommt seinerzeit jedoch an. Die Wahlkampagne ist höchst erfolgreich. Die Union gewinnt die Wahl mit 50,2 %, die bis heute einzige absolute Mehrheit einer Partei bei einer Bundestagswahl. Ein solches Ergebnis, ist bis dato und danach auch nie wieder keiner der großen deutschen Parteien gelungen. Wie man sieht, ist es nicht ausreichend, einfach Botschaften an unterschiedliche Gruppen auszuspielen, sondern, dass politische Kommunikation immer auch ein gewisses Gespür für das aktuelle Zeitgeschehen benötigt.

Willy Brandt (SPD), Bundestagswahl 1972: Wahlkampagne Willy wählen!

Eine weitere Folge der Erfahrungen im Dritten Reich: Personenkult wird in der jungen Bundesrepublik eher abgelehnt. Daher sind Wahlkämpfe stärker durch Parteienwerbung geprägt und nur mäßig personalisiert. Das ändert sich 1972 drastisch, als es nach einem gescheiterten Misstrauensvotum gegen Kanzler Willy Brandt zu Neuwahlen kommt. Brandt, erst kurz zuvor mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, ist bei großen Teilen der Bevölkerung hoch angesehen und beliebt. Die Wahlkampagne konzentriert sich deshalb komplett auf seine Person, wirkt aber mit trockenen Slogans wie „Willy Brandt muss Kanzler bleiben“ etwas hölzern.

Doch wie aus dem Nichts taucht die markige Verkürzung „Willy wählen“ auf. Sie wird zum Leitspruch des Wahlkampfs. Vor allem seine jüngeren Anhänger tragen „Willy wählen“ als Button oder Aufkleber. Künstler und Prominente solidarisieren sich und werben öffentlich mit dem Spruch. Der sogenannte Willy-Wahlkampf führt zu einer nie da gewesenen Massenmobilisierung bei einer Bundestagswahl. Am Ende liegt die Wahlbeteiligung bei sensationellen 91,1 % und Brandts SPD wird im Wahljahr 1972 zum ersten Mal stärkste Partei.

CDU, Bundestagswahl 1994: Rote-Socken-Kampagne

1994 geht es auch für Helmut Kohl um die Verteidigung der Kanzlerschaft, die Vorzeichen sind aber ganz anders als 1972 bei Brandt. Kohls Umfragewerte sind schlecht, die Euphorie der deutschen Wiedervereinigung ist längst verflogen, die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Die CDU hat daher weder den Kandidaten noch ein Thema, mit dem sie punkten kann. Wenige Monate vor der Wahl liegt die SPD in den Prognosen mit 39 % deutlich vor der Union mit 35 %.

Dann kommt es im Sommer 1994 in Sachsen-Anhalt zu einer rot-grünen Minderheitsregierung, die von der sozialistischen PDS toleriert wird. Die Union erkennt ihre Chance und suggeriert, dass ein solches Modell auch als Ergebnis der Bundestagswahl denkbar wäre. Mit der sogenannten Rote-Socken-Kampagne dreht sie geschickt den positiven Begriff der Zukunftsfähigkeit, der mit der SPD assoziiert wird, ins Negative. „Auf in die Zukunft … aber nicht auf roten Socken!“, steht auf den Plakaten. Nachdem der SPD-Vorsprung schon vorher zusammengeschmolzen war, kippt mit dieser Aktion die Stimmung endgültig. Die Union gewinnt am Ende die Wahl deutlich mit 5 % Vorsprung. Ihr Generalsekretär Hintze sagt dazu, die Rote-Socken-Kampagne sei wahlentscheidend gewesen.

Was das für Parteien und Verbände bedeutet

Kommunikation für politische Anliegen ist nicht trivial und Bedarf des Know-Hows von spezialisierten Experten. In diesem Zusammenhang können wir uns als Agentur für politische Kommunikation, Politikberatung und politische Werbung empfehlen sowie als Agentur für Public Affairs.

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Neuer Kosmetik Kunde: IONTO Comed

kakoii Berlin setzt Packagingkonzept für die medizinische Kosmetikmarke IONTO Comed über gesamtes Verpackungsssortiment um.

Wir freuen uns sehr IONTO Comed als neuen Kunden begrüßen zu dürfen. Ab sofort wird kakoii das neue Packaging-Konzept der bekannten Kosmetikmarke über das gesamte Produktportfolio adaptieren und zur druckreife bringen. Als Agentur konnten wir uns nicht nur wegen unserer mehr als 20-jährigen Erfahrung mit Kosmetikmarken empfehlen, sondern vor allem durch eine exzellente Expertise in […]

kakoii Berlin setzt Packagingkonzept für die medizinische Kosmetikmarke IONTO Comed über gesamtes Verpackungsssortiment um.Wir freuen uns sehr IONTO Comed als neuen Kunden begrüßen zu dürfen. Ab sofort wird kakoii das neue Packaging-Konzept der bekannten Kosmetikmarke über das gesamte Produktportfolio adaptieren und zur druckreife bringen. Als Agentur konnten wir uns nicht nur wegen unserer mehr als 20-jährigen Erfahrung mit Kosmetikmarken empfehlen, sondern vor allem durch eine exzellente Expertise in Packaging-Projekten.

IONTO-COMED, ein visionäres Unternehmen im Kosmetikbereich, steht für Innovation, Qualität und eine reiche Tradition. Gegründet wurde IONTO-COMED 1979, basierend auf den Pionierleistungen von Gertraud La Fontaine, die in den 1970er Jahren das erste batteriebetriebene Iontophorese-Gerät entwickelte. Dieses Gerät, eine Innovation in der apparativen Kosmetik, legte den Grundstein für das Unternehmen​​​​.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich IONTO-COMED kontinuierlich weiter und brachte zahlreiche Produktinnovationen auf den Markt. Zu den bemerkenswerten Produkten gehören der Kräuterbedampfer IONTO-HERB, eingeführt in den 1980er Jahren, sowie die erste Behandlungsliege mit E-Motor und der IONTO-STEAM CONCEPT Bedampfer​​​​​​. Darüber hinaus zeichnet sich das Unternehmen durch seine Vielzahl an Produktinnovationen aus, die es in den 1990er Jahren und darüber hinaus eingeführt hat, darunter Reizstromgeräte, Muskelstimulation, das erste Nadelpilationsgerät und die Entwicklung von Ultraschalltechnologie LDM​​​​.

Neben Produktinnovationen hat IONTO-COMED auch wichtige Meilensteine in seiner Unternehmensentwicklung erreicht. Dazu gehören der Aufbau eines modernen Produktionsstandorts in Nischwitz bei Leipzig im Jahr 1990, der Neubau nach einem Großbrand am Standort Leipzig im Jahr 2012 und der Umzug der Zentrale nach Karlsruhe-Hagsfeld. Diese Entwicklungen spiegeln das Engagement und die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens wider​​​​.

IONTO-COMED hat im Laufe der Jahre mehrere Auszeichnungen erhalten, die seine herausragende Position in der Branche unterstreichen. Dazu gehören der TOPHOTEL STAR AWARD, der READERS‘ CHOICE AWARD sowie mehrere BEAUTY FORUM Awards. Diese Auszeichnungen belegen die hohe Qualität und den innovativen Charakter der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens​​​​​​​​.

Die Geschichte von IONTO-COMED ist eine Geschichte des stetigen Strebens nach Exzellenz und Innovation. Von den bescheidenen Anfängen eines einzelnen Geräts bis hin zu einem umfangreichen Portfolio an hochwertigen kosmetischen Geräten und Behandlungslösungen hat sich IONTO-COMED als ein führender Anbieter in der Kosmetikbranche etabliert. Mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse von Kosmetikerinnen und Kosmetikern weltweit hat IONTO-COMED maßgeblich zur Entwicklung und zum Fortschritt in der Kosmetikindustrie beigetragen​​.

Weitere Informationen auf der Unternehmenswebsite. Bei Interesse stehen wir Ihnen auch als Agentur Verfügung mit den Kompetenzbereichen Kosmetikverpackungsdesign, Kosmetik Packaging und Verpackungsdesign Kosmetik.

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Facebook-Kampagne zu Persönlichkeitsrechten von Kindern im digitalen Raum

Facebook-Kampagne zu Persönlichkeitsrechten von Kindern im digitalen Raum

Kinderfotos im Netz. Wie schützt man Kinder im Digitalen Raum. Persönlichkeitsrechte und Schutz auf TikTok, Instagram, Facebook und Co. Haben Kinder Persönlichkeitsrechte im Internet? Schaut man sich an, welche Kinderbilder Erwachsene in sozialen Medien posten, dann bekommt man bisweilen das Gefühl, dass diese sich eher als Mamas und Paparazzi sehen anstatt als verantwortungsvoll handelnde Menschen. […]

Kinderfotos im Netz. Wie schützt man Kinder im Digitalen Raum. Persönlichkeitsrechte und Schutz auf TikTok, Instagram, Facebook und Co.Kinderfotos im Netz. Wie schützt man Kinder im Digitalen Raum. Persönlichkeitsrechte und Schutz auf TikTok, Instagram, Facebook und Co.

Haben Kinder Persönlichkeitsrechte im Internet? Schaut man sich an, welche Kinderbilder Erwachsene in sozialen Medien posten, dann bekommt man bisweilen das Gefühl, dass diese sich eher als Mamas und Paparazzi sehen anstatt als verantwortungsvoll handelnde Menschen.

Die Gründe dafür sind vielfältig und oft spielt eine gewisse Arglosigkeit eine Rolle. Dabei haben auch kleine Kinder Persönlichkeitsrechte, die es im digitalen Raum zu schützen gilt. Und genau hier soll die Kampagne ansetzen, die wir in den letzten 6 Monaten zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW) erarbeitet haben.

Der Public Affairs Ansatz arbeitet mit sechs aussagekräftigen, prägnanten Bildmotiven und entsprechenden Claims. Diese Bildmotive werden über einen Zeitraum von ca. drei Wochen auf Facebook geschaltet und führen die Nutzerinnen und Nutzer auf eine entsprechende Landing-Page mit Informationen rund um den verantwortungsbewussten Umgang mit Kinderfotos in Sozialen Medien.

Die Motive sollen die Erwachsenen, und hier insbesondere Eltern, für die Persönlichkeitsrechte von Kindern in Sozialen Medien sensibilisieren. Dabei sollen den Erwachsenen aber keine Vorschriften gemacht werden, sondern sie in erster Linie zur Selbstreflexion und zum Dialog mit ihren Kindern anregen. Denn das Posten von Bildern oder von Informationen über Kinder ohne deren Zustimmung ist aus kinderrechtlicher Sicht in vielerlei Hinsicht bedenklich. Es verletzt die Privatsphäre der Kinder, es widerspricht auch ihrem Recht auf Beteiligung und letztlich sind Fotos im Netz frei zugänglich und können auch in falsche Hände geraten.

Eine in der letzten Woche vom Deutschen Kinderhilfswerk veröffentlichte repräsentative Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass viele Erwachsene ein fehlendes Problembewusstsein in Bezug auf die Persönlichkeitsrechte von Kindern haben, wenn es um die Veröffentlichung von Informationen oder Bildern über Soziale Medien wie WhatsApp, Facebook oder Instagram geht. 34 Prozent derjenigen, die Bilder und Informationen von Kindern posten, gaben an, Kinder dabei gar nicht einzubeziehen, 30 Prozent informieren die Kinder lediglich darüber. Eine explizite Erlaubnis der Kinder holt nur eine Minderheit von 31 Prozent der Befragten ein.

Die Facebook-Kampagne erfolgt im Rahmen eines Projektes der Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerkes. Die Koordinierungsstelle Kinderrechte begleitet die Umsetzung der aktuellen Strategie des Europarates für die Rechte des Kindes und wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Mehr Informationen:

 

Die Kampagnenmotive

Für das Deutschen Kinderhilfswerk entwickelte kakoii Berlin eine Kampagne, die auf die Persönlichkeitsrechte von Kindern online hinweist.

Über das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW)

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1972 für die Rechte und das Wohlergehen von Kindern in Deutschland einsetzt. Als eine der führenden Kinderrechtsorganisationen in Deutschland arbeitet das DKHW daran, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, insbesondere für jene, die von Armut, Diskriminierung oder Gewalt betroffen sind.

Eines der zentralen Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerks ist die Förderung und der Schutz der Kinderrechte, basierend auf der UN-Kinderrechtskonvention. Das DKHW setzt sich dafür ein, dass die in der Konvention festgelegten Rechte in Deutschland bekannt gemacht, umgesetzt und weiterentwickelt werden. Dazu gehört das Recht auf Bildung, Freizeit, kulturelle Teilhabe und ein angemessenes Lebensniveau.

Das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert sich hauptsächlich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften. Mit diesen Mitteln unterstützt es zahlreiche Projekte und Initiativen, die direkte Hilfe für bedürftige Kinder leisten oder sich für die strukturelle Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einsetzen. Hierzu zählen unter anderem Bildungsprogramme, Freizeitangebote und Projekte, die Kindern und Jugendlichen eine Stimme in politischen und gesellschaftlichen Prozessen geben.

Neben der Projektarbeit führt das DKHW auch Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit durch, um auf Missstände aufmerksam zu machen und für die Rechte der Kinder zu sensibilisieren. Es arbeitet eng mit Schulen, Kindergärten, Politik und anderen Organisationen zusammen, um seine Ziele zu erreichen.

Das Engagement des Deutschen Kinderhilfswerks trägt wesentlich dazu bei, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland ihre Potenziale entfalten können, unabhängig von ihrem sozialen oder kulturellen Hintergrund. Durch seine Arbeit leistet das DKHW einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung einer gerechten und inklusiven Gesellschaft, in der die Rechte und Bedürfnisse von Kindern an erster Stelle stehen.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir uns uns natürlich auch als Sozialmarketing Agentur, als Public Affairs Agentur | Agentur für politische Werbung | Politikberatung Agentur.Lesenswert ist ebenso unsere Initiative zum Schutz von Kinder-Influencern.

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Neukunde: Standortkommunikation für die Stasi Gedenkstätte Hohenschönhausen

Neukunde: Standortkommunikation für die Stasi Gedenkstätte Hohenschönhausen

Wissenschaftliche Aufbereitung der Vergangenheit für eine spannende Gedenkstätte Wir freuen uns sehr ab sofort für die Stasi Gedenkstätte Hohenschönhausen zu arbeiten und für die Stiftung Ideen für eine verbesserte Standortkommunikation zu erarbeiten. In Planung ist eine Kampagne, die sowohl Zitate von Besuchern als auch ehemaligen Häftlingen auf Plakaten thematisiert. kakoii kann als Agentur für Museumsmarketing […]

Neukunde: Standortkommunikation für die Stasi Gedenkstätte HohenschönhausenWissenschaftliche Aufbereitung der Vergangenheit für eine spannende Gedenkstätte

Wir freuen uns sehr ab sofort für die Stasi Gedenkstätte Hohenschönhausen zu arbeiten und für die Stiftung Ideen für eine verbesserte Standortkommunikation zu erarbeiten. In Planung ist eine Kampagne, die sowohl Zitate von Besuchern als auch ehemaligen Häftlingen auf Plakaten thematisiert. kakoii kann als Agentur für Museumsmarketing und Kulturkommunikation hier voll seine langjährige Erfahrung ausspielen. Ebenso durch die Expertise in der Aufbereitung von historisch-wissenschaftlichen Themen. So arbeiteten wir bereits für das Jüdische Museum Berlin, das Alliiertenmuseum sowie für das Historische Museum der Bundeswehr in Dresden.

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen erstreckt sich auf dem historischen Areal der einstigen Stasi-Untersuchungshaftanstalt und widmet sich intensiv den Formen und Konsequenzen der politischen Verfolgung in der ehemaligen DDR.

Seit Juli 2000 öffnet die Gedenkstätte in Hohenschönhausen ihre Tore für Besucher. Dieser geschichtsträchtige Ort an der Genslerstraße 66 trägt eine lange Historie in sich, die untrennbar mit der Vergangenheit der DDR verbunden ist. In Form von Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen informiert die Gedenkstätte Besucher über die verschiedenen Ausprägungen und Konsequenzen der kommunistischen Diktatur, wobei sie sich auf die exemplarische Verwendung des Gefängnisses als zentralem Schauplatz konzentriert.

Die Historie des Areals der Gedenkstätte Hohenschönhausen reicht zurück bis zum Mai 1945, als es unter sowjetischer Kontrolle stand. Die einstige Großküche der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt wurde in ein Sammel- und Durchgangslager umgewandelt, in dem unter katastrophalen Bedingungen rund 1.000 Gefangene, darunter hauptsächlich Spione, Saboteure, Terroristen, Polizeibeamte und als „feindliche Elemente“ bezeichnete Personen, aufgrund der unmenschlichen Lebensumstände ihr Leben verloren und anonym in Massengräbern begraben wurden.

Ab Ende 1946 wandelte sich das Sammellager in ein Gefängnis unter sowjetischer Besatzungsmacht. Vor allem vermeintliche politische Gegner wurden hier inhaftiert und grausamen Folterungen unterzogen. Im Jahr 1951 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit (MfS/Stasi) das Gelände. Über 11.000 Menschen wurden in dieser Anstalt inhaftiert und litten unter physischer und psychischer Gewalt. Die Pforten des Gefängnisses schlossen sich am 3. Oktober 1990. Dann wurde es zur Gedenkstätte Hohenschönhausen.

Besonders beeindruckend ist die Dauerausstellung mit dem Titel „Inhaftiert in Hohenschönhausen – Zeugnisse politischer Verfolgung 1945 bis 1989“. Die Gedenkstätte konnte Teile der Gebäude und Ausstattung nahezu unberührt bewahren, wodurch sie ein sehr authentisches Bild des Haftregimes in der DDR vermittelt. Die Ausstellung beleuchtet die Lebensrealität der Inhaftierten im Stasi-Gefängnis anhand zahlreicher Originalobjekte, darunter Fotografien, Dokumente und persönliche Gegenstände. Darüber hinaus werden auch das Leben und die Arbeitsbedingungen des Personals und der Gefängnisleitung näher beleuchtet. Für eine umfassende Information stehen den Besuchern 100 Medienstationen zur Verfügung.

Ergänzend zu dieser Dauerausstellung präsentiert die Gedenkstätte Hohenschönhausen regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die das Informationsangebot bereichern und die Bedeutung dieses historischen Ortes weiter verdeutlichen.

Hier gibt es weitere Informationen zur Gedenkstätte. Gerne empfehlen wir uns in diesem Kontext auch als Museumsmarketing Agentur,  Kulturmarketing Agentur sowie als Public Affairs Agentur und Wissenschaftskommunikation Agentur.

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