In unserem Drehbuchseminar lernen Sie das professionelle Drehbuchschreiben

Mit uns verfassen Sie ein überzeugend ausgearbeitetes Treatment für Ihr Drehbuch, trainieren den perfekten Pitch im Workshop und profitieren von der Expertise unserer Drehbuchkurse sowie der intensiven Betreuung in der Drehbuchwerkstatt, um Ihr Projekt in einem praxisnahen Seminar oder einem spezialisierten Drehbuch-Seminar zur Marktreife zu führen.
Der Weg von einer ersten vagen Idee bis hin zum fertigen Skript ist oft von Zweifeln und technischen Hürden geprägt. In unserem spezialisierten Drehbuchseminar bieten wir angehenden und fortgeschrittenen Autoren den Raum, ihre Visionen in eine marktfähige Form zu gießen. Es geht dabei nicht nur um das bloße Schreiben, sondern um das Verständnis für die tieferliegenden Mechanismen des Mediums Film. Ein fundiertes Seminar hilft dabei, die eigene Stimme zu finden und gleichzeitig die Erwartungen der Branche zu verstehen. Wir legen großen Wert darauf, dass die Teilnehmer lernen, wie man Stoffe so aufbereitet, dass sie sowohl künstlerisch als auch kommerziell bestehen können. Dabei ist der Austausch in der Gruppe oft genauso wertvoll wie der theoretische Input der Dozenten. Wer sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzt, erkennt schnell, dass Talent zwar die Basis bildet, das Handwerk jedoch den Erfolg bestimmt. Unser Ziel ist es, Ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen Sie Ihre Geschichten auf die Leinwand bringen können. Das Schreiben für den Film erfordert eine ganz spezifische Herangehensweise, die sich deutlich von der Literatur unterscheidet.
Die Architektur einer Geschichte beim Drehbuchschreiben
Beim Drehbuchschreiben geht es vor allem darum, eine Struktur zu schaffen, die den Zuschauer über neunzig Minuten oder länger fesselt. Diese Architektur besteht aus weitaus mehr als nur einer Aneinanderreihung von Szenen oder interessanten Ereignissen. Ein gut konstruiertes Drehbuch folgt klaren Regeln der Kausalität und der emotionalen Logik, die im Vorfeld genau geplant werden müssen. In unseren Einheiten analysieren wir gemeinsam, warum bestimmte Erzählstrukturen seit Jahrzehnten funktionieren und wie man sie modern interpretieren kann. Es ist essenziell, die Grundlagen des Drehbuchschreibens zu beherrschen, bevor man beginnt, mit den Konventionen zu brechen. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren eigenen Stoff zu finden und diesen so zu formen, dass er eine klare Richtung bekommt. Viele Autoren scheitern daran, dass sie zu früh mit dem Ausformulieren der Szenen beginnen, ohne das Gerüst zu festigen. Daher widmen wir uns intensiv der Frage, wie ein emotionales Ereignis so platziert wird, dass es die maximale Wirkung entfaltet. Nur wer die Statik seiner Geschichte versteht, kann darauf ein Gebäude errichten, das dem kritischen Blick einer Redaktion standhält.
Die dramaturgische Kraft und die Dramaturgie des Konflikts
Jede Erzählung lebt von Reibung, weshalb die Dramaturgie das Herzstück eines jeden filmischen Werkes darstellt. Ohne einen zentralen Konflikt bleibt die Handlung flach und der Zuschauer verliert sehr schnell das Interesse an den Figuren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Spannungsbögen aufbauen, die den Rhythmus der Erzählung bestimmen und für die nötige Dynamik sorgen. Dabei ist es wichtig, die äußere Handlung stets mit der inneren Entwicklung der Charaktere zu verknüpfen. In der theoretischen Vermittlung gilt bei uns der Grundsatz: so viel Theorie wie nötig und so viel Praxis wie möglich. Dies bedeutet, dass wir die Konzepte der klassischen Heldenreise ebenso besprechen wie moderne, nicht-lineare Erzählformen. Ein tiefes Verständnis für dramaturgisch relevante Wendepunkte hilft dabei, Leerläufe im Mittelteil zu vermeiden. Wir betrachten auch die verschiedenen Genres und deren spezifische Anforderungen an den Aufbau der Geschichte. Letztlich geht es darum, eine Balance zwischen Vorhersehbarkeit und Überraschung zu finden, die das Publikum bis zum Ende bindet. Dramaturgie ist kein starres Korsett, sondern ein flexibles Werkzeugset, das die emotionale Reise der Zuschauer steuert.
Charaktere entwickeln im Workshop für Autoren
In einem intensiven Workshop liegt der Fokus oft auf der Erschaffung von Figuren, die den Zuschauer nicht mehr loslassen. Es reicht nicht aus, einen Protagonisten mit oberflächlichen Merkmalen auszustatten, er muss vielmehr über eine eigene Geschichte und Motivation verfügen. Wir arbeiten gemeinsam daran, Ihre Figuren mit dreidimensionalen Charakteren zu füllen, die Ecken und Kanten aufweisen. Nur wenn eine Figur glaubwürdig handelt, kann das Publikum eine echte Verbindung zu ihr aufbauen und mit ihr mitfühlen. Wir nutzen verschiedene Techniken, um die psychologische Tiefe Ihrer Helden und Gegenspieler auszuloten. Oft hilft es, die Backstory der Figuren weit über das hinaus zu entwickeln, was später tatsächlich im Film zu sehen ist. Ein lebendig gestalteter Charakter treibt die Handlung organisch voran, anstatt nur auf äußere Ereignisse zu reagieren. Im Austausch mit anderen Teilnehmern entstehen oft völlig neue Perspektiven auf die eigenen Schöpfungen. Wir untersuchen zudem, wie Gegenspieler nicht einfach nur böse sind, sondern eine eigene, nachvollziehbare Logik verfolgen. Ein starker Antagonist ist oft der Schlüssel zu einem herausragenden Skript.
Professionelle Stoffentwicklung und das erste Exposé
Bevor die erste Szene geschrieben wird, steht die Stoffentwicklung im Vordergrund, die meist mit einer kurzen Zusammenfassung beginnt. Das Exposé ist das erste Dokument, das Produzenten oder Fördergremien vorgelegt wird, um das Potenzial einer Idee zu prüfen. Es muss die Essenz der Geschichte einfangen und neugierig auf mehr machen, ohne sich in Details zu verlieren. Wir üben, wie man die Prämisse schärft und das Thema der Erzählung klar herausarbeitet. Viele Einsteiger unterschätzen die Arbeit, die in diese wenigen Seiten fließt, doch hier entscheidet sich oft schon der Erfolg eines Projekts. Wir besprechen, wie man die Tonalität des Films bereits im Text spürbar macht und die Atmosphäre vermittelt. Ein strukturiert aufgebautes Dokument hilft nicht nur beim Verkauf, sondern dient dem Autor auch als Kompass für den weiteren Schreibprozess. In der Gruppe lesen und bewerten wir verschiedene Exposés, um ein Gespür für Stärken und Schwächen zu bekommen. Oft zeigt sich erst in der Verdichtung, ob eine Idee wirklich tragfähig für einen ganzen Film ist. Die Fähigkeit, eine komplexe Geschichte auf den Punkt zu bringen, ist eine der wichtigsten Qualitäten eines Autors.
Den Plot meistern und die Handlung vorantreiben
Ein packender Plot ist die logische Folge aus den Entscheidungen der Charaktere und den Hindernissen, die sich ihnen in den Weg stellen. Wir lernen im Kurs, wie man die Handlung so verdichtet, dass jede Szene eine Funktion für das Gesamtwerk erfüllt. Dabei ist es wichtig, die kausalen Ketten so zu knüpfen, dass keine Logiklöcher entstehen, die den Zuschauer aus der Geschichte werfen könnten. Wir thematisieren Techniken wie das Foreshadowing, um spätere Ereignisse elegant vorzubereiten. Der Plot muss einerseits originell sein, andererseits aber auch den Gesetzen der filmischen Erzählung folgen. Wir analysieren gemeinsam klassische und moderne Meisterwerke, um zu verstehen, wie
Information dosiert und Spannung erzeugt wird. Ein häufiger Stolperstein ist die Einführung von zu vielen Nebenhandlungen, die vom eigentlichen Kern ablenken. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren und dennoch eine reiche, vielschichtige Welt erschaffen. Durch gezielte Übungen schärfen wir Ihren Blick für das Timing und die Platzierung von Enthüllungen. Ein gelungener Handlungsverlauf fühlt sich für das Publikum am Ende sowohl überraschend als auch unausweichlich an.
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Fachliteratur und Internetquellen
Egri, Lajos (1946): The Art of Dramatic Writing. Its Basis in the Creative Interpretation of Human Motives. New York: Simon & Schuster.
Field, Syd (2005): Screenplay: The Foundations of Screenwriting. A step-by-step guide from concept to finished script. Überarbeitete Auflage. New York: Delta.
McKee, Robert (1997): Story. Substance, Structure, Style, and the Principles of Screenwriting. New York: ReganBooks/HarperCollins.
Seger, Linda (1994): Making a Good Script Great. 2. Auflage. New York: Samuel French Trade.
Truby, John (2007): The Anatomy of Story. 22 Steps to Becoming a Master Storyteller. New York: Faber and Faber.