RTL2: Das soziale Netzwerk Wishbone startet durch

Wishbone - compare anything

Tinder fĂĽr alles. So einfach lässt sich beschreiben, was Wishbone ist. Das neue soziale Netzwerk funktioniert nach dem Hot-or-Not-Prinzip – dem gleichen Prinzip, mit dem Mark Zuckerberg damals auch Facebook gestartet hat. Die Nutzer können bei einer Frage zwischen zwei Optionen wählen, die per Bild illustriert sind. Nach der Entscheidung sieht man das Abstimmungsergebnis. Die Fragen kommen von […]

Tinder Logo der RTL 2 NewsfĂĽr alles. So einfach lässt sich beschreiben, was Wishbone ist. Das neue soziale Netzwerk funktioniert nach dem Hot-or-Not-Prinzip – dem gleichen Prinzip, mit dem Mark Zuckerberg damals auch Facebook gestartet hat. Die Nutzer können bei einer Frage zwischen zwei Optionen wählen, die per Bild illustriert sind. Nach der Entscheidung sieht man das Abstimmungsergebnis. Die Fragen kommen von den Machern und den Nutzern der App. So wird Community geschaffen.

Die App boomt. Im September ist Wishbone in die Liste der 20 beliebtesten iOS-Apps im Bereich Social Networking aufgestiegen. Über 200.000 Fragen erstellen die Nutzer jeden Tag, mehr als 40 Millionen Mal swipen sie bei einer Wahl nach rechts oder links. Im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken ist das Wachstum von Wishbone überraschend: Facebook hatte nach einigen Monaten erst 1 Mio. User. Tinder – das wie bereits erwähnt mit einem vergleichbaren System arbeitet – brauchte sogar nur 12 Monate, um 2 Mio. Nutzer zu finden.

Doch was ist das Geheimnis der App? RTL II News befragte kakoii Geschäftsführer Stefan Mannes zu Wishbone. Er führte den Erfolg auf folgende 5 zentrale Punkte zurück:

  • Wishbone - compare anythingEinfach: Die App hat keine komplizierten Funktionen. Hot or Not. Mehr muss man nicht voten.
  • Spielerisch: Egal ob Filmstar- oder Fashion-Frage. Die User können bei jeden Themen sofort mitmischen.
  • Serendipity: Jeder Benutzer kann sicher sein auf Wishbone etwas zu finden, das er nicht gesucht hat und das ihn dennoch interessiert.
  • Partizipativ: User können eigene Fragen hochladen, bereichern den Content damit gewaltig und fĂĽhlen sich als Teil des Projektes.
  • Ritualisierbar: Wishbone eignet sich perfekt um in einen Tagesablauf eingebaut zu werden. 12 unterhaltsame Votes gleich nach dem Aufstehen … und der Tag kann beginnen.

Das Interview zur Trendapp Wishbone zeigt RTL II News am 28.10.2015 um 20:00 Uhr.

Hier geht es zum Beitrag über Wishbeone bei RTL II.
Hier geht es zur Wishbone-App bei iTunes.

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Virale Spots: Warum und wie sie wirken

Virale Spots sind nicht tot. Wir leben im Zeitalter von digitalen und vor allem sozialen Medien. Kaum ein Briefing das nicht einfordert, dass ein Spot auch online funktionieren muss. Die Vorteile von sogenannten „viralen“ Spots liegen ja auch auf der Hand: Durch die Weiterempfehlung von Nutzer zu Nutzer kosten-effizient die Reichweite maximieren. Aber wie erreicht […]

Virale Spots sind nicht tot. Wir leben im Zeitalter von digitalen und vor allem sozialen Medien. Kaum ein Briefing das nicht einfordert, dass ein Spot auch online funktionieren muss. Die Vorteile von sogenannten „viralen“ Spots liegen ja auch auf der Hand: Durch die Weiterempfehlung von Nutzer zu Nutzer kosten-effizient die Reichweite maximieren.

Aber wie erreicht man das? Muss man immer Babys und Katzen auf Rollschuhen zeigen? Wie wichtig sind solche kreativen Mechaniken fĂĽr den Erfolg? Einfach scheint es nicht zu sein, da der GroĂźteil der online geschalteten Spots keine nachhaltige virale Wirkung entfaltet.

Die Decode Marketingberatung ist dieser Frage auf den Grund gegangen. Neue Erkenntnisse der Forschung zeigen genau, was erfolgreiche virale Spots ausmacht und was im Kopf passiert, wenn wir Inhalte online teilen.

Lesen Sie mehr dazu im aktuellen Decode Science Update, das wir an dieser Stelle sehr empfehlen möchten.

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Jean-Remy von Matt: Neun von zehn viralen Filmen funktionieren nicht

Bereits 2006 fragte kakoii „Wie viral sind virale Clips wirklich?“ und stellte fest, dass der Wunsch virales Marketing zu betreiben vor allem ein viraler Effekt unter Marketingverantwortlichen ist. Eine Aussage, die von vielen viralen Marketern als unsinnig bezeichnet wurde. 2009 hat sich ErnĂĽchterung breit gemacht und nun auch den Weg in die Wahrnehmung der Medien […]

Bereits 2006 fragte kakoii „Wie viral sind virale Clips wirklich?“ und stellte fest, dass der Wunsch virales Marketing zu betreiben vor allem ein viraler Effekt unter Marketingverantwortlichen ist. Eine Aussage, die von vielen viralen Marketern als unsinnig bezeichnet wurde.

2009 hat sich Ernüchterung breit gemacht und nun auch den Weg in die Wahrnehmung der Medien gefunden. Der Mitgründer der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt, Jean-Remy von Matt konstatierte anläßlich der ADC Verleihung, dass neue Werbeformen wie virales Marketing, etwa Internet-Filme, die durch Mund-zu-Mund-Propaganda Fans finden,  in der Praxis meist unwirksam seien.

Neun von zehn erreichen weniger als 5000 Seher. Hier entlarvt sich Kreativität als Krenaivität. Das Verführerische dabei: Die wenigen Erfolgsbeispiele sind in aller Munde, doch die exponentiell größere Anzahl von Misserfolgen nimmt niemand wahr, so dass ausschließlich der vermeintliche Erfolg dieser Werbeform sichtbar wird.

Jean-Remy von Matt

Interessant zu sehen, dass Marketer nicht mehr Marketing-Dekonstruktionsvermögen haben als andere Menschen. Der nächste Hype ist bereits im Gange. Willkommen bei Social Media.

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Wie viral sind virale Clips wirklich?

Fand das erste Morhuhn-Spiel und die legendären Spots von Outpost.com noch auf sehr ĂĽberraschendem Wege ein Millionen breites Publikum, stehen heutige virale Kampagnen in nichts mehr ihren klassischen Gegenparts nach. Der Spot, den ein Marketingleiter an seine 5 besten Freunde versendet und in der folgenden Woche schon eine Milliarde Zuschauer findet, gehört vielleicht seit langem […]

Fand das erste Morhuhn-Spiel und die legendären Spots von Outpost.com noch auf sehr überraschendem Wege ein Millionen breites Publikum, stehen heutige virale Kampagnen in nichts mehr ihren klassischen Gegenparts nach. Der Spot, den ein Marketingleiter an seine 5 besten Freunde versendet und in der folgenden Woche schon eine Milliarde Zuschauer findet, gehört vielleicht seit langem in das Reich der Fantasie.

Speziell virale Clips werden heute mir immensem Aufwand hergestellt und vermarktet. Der Produktionsaufwand ist einem TV-Spot vergleichbar. Dazu kommen technische Leistungen fĂĽr die Umwandlung in internettaugliche Formate, das Versehen mit Tracking Code und klickbaren Bereichen. Voraussetzung fĂĽr ĂĽberhaupt die Chance auf einen relevanten Erfolg ist zudem die strategische Erstplatzierung – das äquivalent zu einer klassischen Mediaplanung und -buchung. Spezielle Dienstleister wie z.B. die Londoner Agentur Viralfactory oder die Hamburger Dialog Solutions bieten entsprechende Dienstleistungen an, um die Clips ihren zielgruppenrelevanten Online-Portalen und Communities zu seeden. Die entsprechenden Planungs, Media- und Controllingkosten sind klassischen Kampagnen vergleichbar. Die summarischen Kosten fĂĽr Agentur, Produktion, Tracking und Seeding liegen bis zu diesem Punkt zwischen 70.000 und 200.000 Euro bei einer (bezahlten) Reichweite von 500.000 bis 1 Mio. Kontakte.

Doch dies ist im Vergleich zu klassischen Kampagnen, sei es On- oder Offline wenig Attraktiv. Der Kommunikationsmehrwert ergibt sich erst jenseits dieses Punktes, wenn sich die viralen Container der Markenbotschaft tatsächlich auch viral verbreiten und es so zu einer ebenso hohen wie kostenfreien zusätzlichen Reichweite kommt.

An diesem Punkt hilft den Agenturen – die seriöserweise keine Versprechungen machen können wie viral das Ergebnis sein wird – das Leuchten in den Augen der Marketingverantwortlichen, die unbedingt „etwas virales“ in ihren Kampagnen machen wollen, um Produkt und Marke „buzzword-compliant“ zu halten.

Aus Sicht des Marketingcontrolling seriöse Auswertungen gibt es nur für die Erfolgreichen unter den viralen Kampagnen wie z.B. KFee, Burger King, etc. Uebergreifende empirische Studien stehen fuer den Bereich noch aus. Nach (nicht repraesentativen) Schätzungen , die sich aus Gesprächen mit Agenturverantwortlichen ergaben, verfehlen jedoch 40%-60% aller viralen Clips das Ziel wirklich viral zu wirken, d.h. sie werden nicht von User zu User weitergesendet und der geplante virale Prozess kommt nicht ins Rollen. Das gilt insbesondere im Hinblick auf qualifizierte Kontakte unter Abzug von Streuverlusten. Dem Auftraggeber bleibt ein Werbemittel, dessen Kreations- und Produktionskosten in keinem Verhältnis zum Mediabudget stehen. Beim durchrechnen der Kampagne stehen die Virals dann oft schlechter da bei Cost-per Lead / Sale / etc. als ein Direct-Mailing.
Dass dieser Umstand bislang nirgendwo diskutiert wird liegt an einem einfachen Umstand: die vorgeblich wundersame Wirksamkeit viraler Kampagnen ist selbst ist eine virale Kampagne. Sie repliziert sich selbst unter Marketingverantwortlichen, die es alle ihren Kollegen gleich tun wollen. Und somit steigt jedes Jahr die Zahl der viralen Kampagnen. Viral wirkt also doch.

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