Brand Eins über Kakoii

Kein Aids für alle – kakoii entwickelt Kampagne für Deutsche AIDS-Hilfe

  Eine historische Chance: Die vielleicht letzte Aids-Kampagne Deutschlands „Kein AIDS für alle!“ – unter diesem Motto startete die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) heute eine dreijährige Kampagne, die zusammen mit kakoii Berlin entwickelt wurde. Das Ziel: Ab dem Jahr 2020 soll in Deutschland niemand mehr an Aids erkranken müssen. Beim Auftaktsymposium am Freitag, dem 12. Mai 2017 in […]

 

Eine historische Chance: Die vielleicht letzte Aids-Kampagne Deutschlands

„Kein AIDS für alle!“ – unter diesem Motto startete die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) heute eine dreijährige Kampagne, die zusammen mit kakoii Berlin entwickelt wurde.

Das Ziel: Ab dem Jahr 2020 soll in Deutschland niemand mehr an Aids erkranken müssen. Beim Auftaktsymposium am Freitag, dem 12. Mai 2017 in Berlin hielt die ehemalige Bundestagspräsidentin und Gesundheitsministerin Rita Süssmuth (CDU) eine Keynote mit dem Titel „Das Ende von Aids ist machbar“. Gesundheitsminister Hermann Gröhe und UNAIDS-Direktor Michel Sidibé waren mit Grussworten zu sehen.

Aidshilfe Aids Kampagne

 

Gute Voraussetzung:
Deutschland hat weltweit einzigartig niedrige HIV-Infektionsraten, aber über 1000 vermeidbare Aids-Erkrankungen pro Jahr

Aidshilfe Aids KampagneHIV muss nicht mehr zu Aids führen. Trotzdem erkranken zurzeit in Deutschland jährlich weit mehr als 1.000 Menschen an der Immunschwächekrankheit – die meisten, weil sie nichts von ihrer HIV-Infektion wissen. Knapp 13.000 Menschen leben in Deutschland unwissentlich mit HIV. Andere Menschen haben keinen Zugang zu HIV-Medikamenten. Sie alle laufen Gefahr, an Aids zu erkranken.

Die DAH folgt mit ihrer Kampagne den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, nach denen die Epidemie bis 2030 beendet werden soll. In Deutschland ist dieses Ziel früher erreichbar, weil die Voraussetzungen besonders gut sind: Die Zahl der HIV-Infektionen ist im internationalen Vergleich gering, HIV-Medikamente sind verfügbar und es gibt ein leistungsfähiges Gesundheitssystem.

Es sind vor allem drei Gründe, die Menschen vom HIV-Test abhalten:

Viele haben Angst vor einem positiven Ergebnis, die Folgen schätzen sie dramatischer ein, als sie sind. Sie wissen nicht, dass man mit HIV heute ein weitgehend normales Leben führen kann. Und sie haben Angst vor Diskriminierung und Schuldzuweisungen.

Andere ziehen nicht in Betracht, dass sie HIV haben könnten, weil sie HIV mit bestimmten Lebensweisen oder Gruppen wie schwulen Männern verbinden. Gerade diese Menschen habe ein hohes Risiko zu erkranken, wenn sie sich infiziert haben.

Ärztinnen und Ärzte haben HIV oft im entscheidenden Moment nicht auf dem Schirm. Einen HIV-Test anzubieten, fällt vielen schwer, weil damit das Thema Sexualität ins Spiel kommt.

 

Die Herausforderung: Aids ist in Deutschland besiegbar – mit den richtigen Mitteln.

Die Herausforderung auf den letzten Metern gegen die Krankheit liegt darin, sehr unterschiedliche Menschen zu erreichen. Es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass diejenigen, die bisher durch das Raster bisheriger Gesundheitskampagnen gefallen sind, oft nicht direkt durch eine Aids-Kampagne erreichbar sind. Hier kommt es also auf die Ansprechpartner der speziellen Zielgruppen an, auf die so genannten Multiplikatoren.

Die Kampagne „Kein AIDS für alle!“ verzichtet auf eine breite Ansprache der Allgemeinbevölkerung zugunsten zielgruppenspezifischer Kommunikationsmaßnahmen. Sie ist im Gegensatz zu zu bisherigen Präventionsaktivitäten auf die Verhinderung des Krankheitsausbruches AIDS fokussiert. Der wichtigste strategische Baustein dieser Aids-Kampagne ist die Identifizierung der speziellen Zielgruppen, bzw. den Menschen, denen diese Zielgruppen vertrauen: Das heißt, auf den letzten Metern wird „Kein AIDS für alle“ auch ungewöhnliche Wege gehen und neben Hausärzten und Suchtpräventionsexperten auch Gefängnisdirektoren, Streetworker und Gesundheitspolitiker ansprechen.

kakoii Geschäftsführer Stefan Mannes: „Es geht hier also nicht darum, die üblichen Verdächtigen von Aids-Kampagnen anzusprechen, denn das hat man ja mit den vorhergehenden Kampagnen auch schon gemacht. Wir meinen es ernst, wir wollen das Ziel erreichen und deswegen sprechen wir Menschen an, die uns helfen können, mit denen in Kontakt zu kommen, die wir bisher eben nicht erreichen konnten! Aus welchen Gründen auch immer.“

 

 

Die Lösung: Respektvolle Kommunikation an der richtigen Stelle ist alles!

kakoii Geschäftsführerin Thekla Heineke betont: „Der Erfolg der Kampagne ist ihre systemische Innovationsfähigkeit. Es geht nicht darum eine kleine Plakatauswahl mit Botschaften für 80 Millionen Menschen zu entwickeln, sondern hochwirksam und effizient die richtigen Menschen zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft anzusprechen.“ Ihr Co-Geschäftsführer Stefan Mannes ergänzt: „Unser strategischer Ansatz, der weit über das übliche Leistungsspektrum einer Werbeagentur hinausgeht, zahlt sich hier aus. Wir waren von Anfang an an der strategischen Konzeption dieser Kampagne beteiligt und der größte Teil unserer Arbeit sind nicht die sichtbaren Elemente der Kampagne, sondern das, was dahintersteht.“

Aidshilfe Kampagne AidsDas Team von kakoii hatte über ein halbes Jahr lang zusammen mit der AIDS-Hilfe die Themen und Aufgabenfelder analysiert und mit Experten aus Ärzteschaft, Migration, Sucht, Justilzvollzug und anderen gesprochen; die gewonnen Erkenntnisse waren die Basis für die Kampagnenentwicklung. Die Maßnahmen werden bis zum Ende der Kampagne 2020 kontinuierlich ergänzt und optimiert.

Dazu gehören Aktionen zur Förderung von regelmäßigen HIV-Tests bei Männern, die Sex mit Männern haben, eine Teilkampagne zur Ansprache von MigrantInnen, Aktivitäten zur besseren Versorgung von DrogengebraucherInnen und Menschen in Haft.

 

 

Die Besonderheit: Das Angebot dieser Kampagne bedarf Fingerspitzengefühl.

In Deutschland bis zum Jahr 2020 Aids zu besiegen, ist ein schönes Ziel. Dafür – das liegt in der Natur der Sache – muss dieses Thema bei Menschen kommuniziert werden, die dieses Thema entweder aus diversen Gründen vermieden haben oder sich aus anderen Gründen nicht vom Thema HIV/AIDS angesprochen fühlen. Hier bedarf es auf kommunikativer Ebene großes Fingerspitzengefühl!

Denn bei jeder Kommunikationsmaßnahme soll eines deutlich werden: „Die optimale medizinische und psychologische Versorgung bei einer HIV-Infektion ist für jeden Menschen, der in Deutschland lebt, ein Menschenrecht. Es ist ein Angebot, das die Gesellschaft jedem Einzelnen macht, also etwas, das jeder einfordern kann – auch und gerade, wenn dies mit einem besonderen Aufwand verbunden sein sollte.

Was also bei aller Entschlossenheit und Enthusiasmus vermieden werden soll, ist der Eindruck, dass diese Aidskampagne gestartet wurde, um auch den letzten HIV-Infizierten in Deutschland „aufzustöbern“. Der Claim „Kein AIDS für alle“ betont die Chance für die Zielgruppen dieser Botschaft und stellt nicht etwas das Ziel in den Vordergrund. Denn letzten Endes sind die Menschen, um die es hier geht, wichtiger als das Ziel!

 

Über kakoii Berlin

kakoii Berlin betreut seit über 10 Jahren Kommunikationskampagnen zum Thema HIV / Aids, darunter Weltaidstag und mach’s mit der BZgA und beriet strategisch Europas größte Gesundheitskampagne Gib Aids keine Chance. Zu den Agenturkunden gehören bis heute nicht nur die Deutsche AIDS-Hilfe, sondern auch die Deutsche Aids-Stiftung.

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The Age of ReEngangement

Gerade aus London zurück bedanken wir uns für einen inspirierenden Tag auf dem Trendbriefing des Future Laboratory mit wichtigen Insights in die Welt in 5 und 20 Jahren. Diesmal ging es um folgende Themen (Beschreibung des FL):   Civic Brands With the decline of the public sector, businesses increasingly need to communicate a real sense […]

Gerade aus London zurück bedanken wir uns für einen inspirierenden Tag auf dem Trendbriefing des Future Laboratory mit wichtigen Insights in die Welt in 5 und 20 Jahren. Diesmal ging es um folgende Themen (Beschreibung des FL):

 

Civic Brands

With the decline of the public sector, businesses increasingly need to communicate a real sense of purpose and create actual social change. The report examines how brands are shifting from employers to educators, profit-driven to community-driven, hierarchical to decentralised, product-led to service-led and closed to collaborative.

The Focus Filter

Attention has become the scarcest resource of the internet age as technology companies apply the science of persuasion with little concern for the psychological costs. The report explores the potential for brands to apply a Focus Filter to aid concentration, improve mental wellbeing and secure deep audience engagement.

Neo-kinship

The notion of the core social unit is changing as online relationships and increasingly sophisticated AI systems contribute to our emotional, social and economic wellbeing. The report examines the commercial opportunities and ethical responsibilities for brands in this new world order, where intimacy, trust and privacy are radically transformed.

 

Wer mehr darüber erfahren will findet hier mehr Informationen und einen Report zum kostenlosen Download.

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autotest VIH – Der erste zuverlässige HIV-Selbsttest?

AIDS – jeder von uns hat sich schon einmal Gedanken darum gemacht. Laut The Lancet HIV sind mehr Menschen als bislang gedacht weltweit mit HIV infiziert, auch die Rate der Neuansteckungen liegt höher als von der UN vermutet. „Aids ist nicht vorbei, soviel ist sicher“, sagte Peter Piot, Direktor der London School of Hygiene and […]

AIDS – jeder von uns hat sich schon einmal Gedanken darum gemacht. Laut The Lancet HIV sind mehr Menschen als bislang gedacht weltweit mit HIV infiziert, auch die Rate der Neuansteckungen liegt höher als von der UN vermutet. „Aids ist nicht vorbei, soviel ist sicher“, sagte Peter Piot, Direktor der London School of Hygiene and Tropical Medicine und früherer Unaids-Direktor. Trotzdem habe der Kampf gegen Aids habe nachgelassen, folgern die Autoren des Fachblattes. 2015 seien die globalen Finanzmittel für die Epidemie erstmals geschrumpft. Was bleibt, ist die Angst und die Suche nach einer schnellen Diagnose. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der Deutschen AIDS-Hilfe sind wir auf das französische Unternehmen AAZ und ihrem HIV-Selbstest – den autotest VIH – aufmerksam geworden.

autotest ist „der erste in Europa offizielle zugelassene HIV-Selbsttest“. Dieser ermöglicht eine Erkennung von HIV in nur 15 Minuten und mit nur einem Bluttropfen.

Die positiven Selbsttests wurden nach eigener Aussage in 100 % der Fälle korrekt interpretiert, weswegen er auch durch die Deutsche AIDS-Hilfe empfohlen wird.

Der Test ist mittlerweile in mehr als 12.000 Apotheken in Belgien, Italien und Frankreich verfügbar und hat sein Ziel die Erkennung auszuweiten und zu vereinfachen bereits erreicht. Laut einer Umfrage war es für 40 % der erste HIV-Test. 55 % von ihnen gaben an, dass sie, wenn der Selbsttest nicht verfügbar gewesen wäre, kein Testzentrum aufgesucht hätten.

Wann die deutschen Gesundheitsbehörden den Verkauf von autotest VIH in Apotheken genehmigt ist noch ungewiss. Bislang wird er nur über den Online-Shop, der bereits im Dezember 2016 online gegangen ist, in deutscher Sprache verkauft werden. Doch bereits jetzt hat der Test viele Unterstützer – die Deutsche AIDS-Hilfe und kakoii sind nur zwei von ihnen.

Anwendungsvideo:

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Trendforschung – Der Trend gegen den Trend

Trendscouting Papier 2016/17.

Wir zeigen, dass es auf der Welt noch vieles zu entdecken gibt – oder warum wir von kakoii Trendforschung immer noch am liebsten vor Ort betreiben. Inzwischen gibt es in der Trendforschung die Tendenz, fast ausschließlich in digitalen Quellen zu scouten. Vielleicht lassen sich so weltweite Megatrends am besten erfassen, zumal auch die Sprachbarrieren an Bedeutung […]

Trendscouting Papier 2016/17.

Wir zeigen, dass es auf der Welt noch vieles zu entdecken gibt – oder warum wir von kakoii Trendforschung immer noch am liebsten vor Ort betreiben.

Inzwischen gibt es in der Trendforschung die Tendenz, fast ausschließlich in digitalen Quellen zu scouten. Vielleicht lassen sich so weltweite Megatrends am besten erfassen, zumal auch die Sprachbarrieren an Bedeutung verlieren. Aber zu glauben, man könne einen Trend in einem anderen Land vom deutschen Schreibtisch aus recherchieren, ist ungefähr so absurd, als würde man behaupten, man könne einen Menschen anhand seines Facebook-Accounts kennen lernen.

Unser Verdacht: Es ist einfach Faulheit, wenn man sich nicht bei 40 Grad durch staubige Vororte von Kairo schlägt, um zu erfahren, wie Jugendliche dort ticken, und wofür sie ihr erstes, selbstverdientes Geld ausgeben würden. Wir haben es gemacht, und erfahren, was sie bewegt, was sie cool finden – und was nicht. Das war nicht nur irre aufregend, sondern hat uns dabei geholfen, das Markendesign für eine Produktneueinführung in Ägypten so zu gestalten, dass es den Jugendlichen richtig Laune macht.

Es macht uns Spaß, immer wieder in andere Atmosphären einzutauchen, Menschen kennen zu lernen, lokale Produkte anzusehen, zu fühlen und zu schmecken, weil es uns zeigt, dass die Welt eben doch noch nicht so gleichgeschaltet ist, wie es uns Trendagenturen manchmal glauben machen wollen. Die Welt ist digital, und doch treffen Menschen ihre wichtigsten Entscheidungen ganz analog, mit Kopf und Herz. Deswegen gibt es ja auch immer die Gegentrends, wo sich Menschen entscheiden, eben nicht das zu tun, was alle tun, ganz egal, was gerade Trend ist.

Ein Nebenprodukt dieser Recherchen vor Ort ist die künstlerische Interpretation dessen, was wir vor dort erlebt haben: Unsere Geschenkpapiere sind das bildgewordene Lebensgefühl einer Region, oder, wenn man so will, die Essenz einer Forschungsreise. Seit fünf Jahren geben wir so unseren Erfahrungen eine Gestalt und teilen sie mit anderen. Die Resonanz auf diese „hübschen“ und nützlichen Trend-Analyse überrascht uns immer wieder, wir bekommen viele Rückmeldungen, Kommentare, Gegengeschenke – viel auch analog, was uns besonders freut.

Letztes Jahr waren wir übrigens in Dubai, Marrakesch und Kairo und haben dort unsere Vorstellungen revidiert, mit denen wir losgefahren sind. Das Ergebnis wurde gerade in 1500 Exemplaren an Kunden, Freunde und Mitarbeiter in mehr als 60 Länder verschickt.

  • Hier geht es zur Ausgabe 2016/17 unserer Trendscouting-Papiere
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Unsere Trendscouting Papiere 2016/17 – Dubai, Kairo und Marrakesch

Trendscouting Papier 2016/17.

Kairo, Dubai und Marrakesch. Da sind sie. Unsere Trendscouting Papier 2016/17. Sie sind viel mehr als nur Geschenkpapier – es sind die Impressionen unserer weltweiten Trendscouting-Abenteuer. In dieser Edition reisen wir in diese drei Städte, um die Faszination der arabischen Welt hautnah zu erleben. Lassen Sie sich von vielschichtigen Entdeckungen und bewegenden Geschichten inspirieren, die […]

Trendscouting Papier 2016/17.

Kairo, Dubai und Marrakesch. Da sind sie. Unsere Trendscouting Papier 2016/17. Sie sind viel mehr als nur Geschenkpapier – es sind die Impressionen unserer weltweiten Trendscouting-Abenteuer. In dieser Edition reisen wir in diese drei Städte, um die Faszination der arabischen Welt hautnah zu erleben. Lassen Sie sich von vielschichtigen Entdeckungen und bewegenden Geschichten inspirieren, die abseits von Klischees nachhaltig ihre Spuren in unserem Denken, Fühlen und Schaffen hinterlassen haben. Mehr als 1500 davon sind bereits unterwegs zu Kunden, Freunden und Mitarbeitern in mehr als 80 verschiedenen Ländern.

KAIRO

Das war’s jetzt! Hier hat man die Jahrhundertchance auf eine demokratische Revolution verpasst und trauert den verwelkten Blüten des Arabischen Frühlings hinterher. Die Wirtschaft, die Politik, die komplette Gesellschaft steht still. Wir haben uns im Rahmen eines Projektes ausführlich mit dieser Situation beschäftigt und junge Ägypter nach ihren Träumen gefragt. „Dieses Land bietet keine Träume. Ich habe eine Zulassung als Rechtsanwalt und arbeite in einem Einkaufszentrum als Sicherheitsmann.“ Am Stadtrand thronen, über jeden Zweifel erhaben, die Pyramiden von Gizeh – und vermitteln seit fast 6000 Jahren das tröstende Gefühl, dass neue Hoffnung nur eine Frage der Zeit sein kann.

DUBAI

Die ganze Welt guckt auf Dubai. Mit voreingenommenen Blicken – geformt von der Geschichte und der Herkunft des Betrachters. Unecht, gekünstelt, ein Spielplatz für Superreiche. Wer sich jedoch von seiner europäischen Perspektive befreit, wird mit einem einzigartigen Lebensgefühl belohnt: der unbefangenen Freiheit des Hier und Jetzt. 1,3 Millionen Menschen aus allen Winkeln der Welt erschaffen sich und ihre Geschichte jeden Tag neu. Willkommen im „Center Of Now“! Und spätestens, als wir sehen, wie die mystisch angeleuchtete Spitze des Burj Khalifa buchstäblich den Himmel über unseren Köpfen teilt, verstehen wir – das hier ist echter als das Berliner Stadtschloss.

MARRAKESCH

Die Offenbarung der Sinne. Wir werden eins mit kräftigen Farben, verspielten Formen und würzigen Gerüchen. Der Wind pfeift klangvoll durch die Flöten der Schlangenbeschwörer. Kurze Zeit später hält unsere Pferdekutsche vor einem H&M. Modern gekleidete Mädchen mit Starbucks-Bechern in der Hand shoppen aufreizende Dessous. Aus diesen Kontrasten lebendiger Vergangenheit werden hier die verlockendsten Trends der Zukunft entwickelt. Unter der stabilen Hand der Königsfamilie hat es Marrakesch geschafft, seine reichhaltige Geschichte und Tradition aufrechtzuerhalten. Wie eine Muse entfacht die ästhetische und ungehemmte Energie der roten Stadt die kreativen Kräfte von Künstlern aus aller Welt.

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