What makes good information design?

via hypercatalecta und ryandrumwright
Ein großartiges Beispiel für die inspirierende Kraft von Ideen sind die ‘TEDTalks’. Die Abkürzung ‘TED’ steht für Technology, Entertainment und Design. Das Projekt versucht Menschen aus den drei Bereichen zusammen zu bringen und bietet ihnen die Plattform in 15 Minuten ihre Ideen vorzustellen. Die Redner reichen von Seth Godin über Philipe Starck bis zu der Öffentlichkeit recht unbekannten, aber nicht weniger faszinierenden Personen.
Ein Beispiel dafür ist Sir Ken Robinson mit einem sehr unterhaltsamen und zugleich sehr bewegenden Vortrag über die Aufgabe ein Bildungssystem zu schaffen, das Kreativität fördert.
Von den vielen Präsentation im Netz zu Web 2.0 eine derjenigen, die das Thema ebenso Unterhaltsam wie komprimiert angehen.
Die Milch macht’s – naja, nicht ganz – eigentlich ist es vor allem ihre Verpackung. Denn bei Gewohnheitsgütern, bei denen der Käufer die Unterschiede zwischen einzelnen Produkten kaum direkt ausmachen kann, beeinflusst wie bei keiner anderen Produktsparte das Verpackungsdesign die Kaufentscheidung. Für das Leitmedium der Milch verarbeitenden Industrie, die „Deutsche Molkerei Zeitung“, ein Grund, die kakoii-Geschäftsführer Thekla Heineke und Stefan Mannes zu befragen.
Zwischen Ölgemälden von Kühen und High-Tech-Käse-Sortiermaschinen werden Gestaltungsprinzipien erörtert. „Crosscultural Awareness“ ist hier das Schlüsselwort, das vor allem international agierende Unternehmen interessieren sollte: unterschiedliche Kulturkreise haben auch unterschiedliche Symbol– und Farbencodes. Die Farbe Weiß etwa, die im westlichen Kulturkreis positiv mit Jugend, Unschuld & Reinheit besetzt ist, symbolisiert in asiatischen Ländern entgegengesetzte Konzepte wie Alter und Herbst – keine Farbe also, die man im für Milchprodukte ohnehin noch jungen japanischen Markt auf Milchtüten verwenden sollte.
Dass Verpackung mehr bewirken soll, als frische Eier vor dem Zerbrechen zu bewahren, ist nicht gerade die allerneueste Erkenntnis. Von Bauhaus über Pop-Art hin zu zeitgenössischem Kunstmerchandising – Kunst und Design pflegen seit jeher ein enges Verhältnis.
Das (Kunst-)Produkt „Das Korn“ des Künstlers Theo Lighthart, dessen Verpackungsdesign in Zusammenarbeit mit kakoii erarbeitet wurde, erregt dennoch immer wieder Aufsehen. So beispielsweise auf der Titelseite des aktuellen „Pack Reports – Dem Fachmagazin für industrielles Verpacken“. Mit einem Markenauftritt, der die Grenze zwischen Kunst und Produkt überschreitet, hat das ungewöhnliche Projekt, auch eine ungewöhnliche Marktpositionierung erreicht. Zwischen Bohème und High-Class-Art spricht das Objekt, das der Künstler selbst als „Soziale Plastik“ bezeichnet, ein Publikum an, für welches sich die Grenze zwischen Kunst und Konsumkultur in einer populärkulturellen Mischform aufgelöst hat. Ob man sich nun „Das Korn“ anbetungswürdig in die Vitrine stellt oder der Kurzlebigkeit des Genusses opfert, bleibt jedem selbst überlassen.
Allen, die noch nicht mit der vielleicht spannendsten Stadt der Welt vertraut sind, empfehlen wir den Kurzfilm von Joan Jimenez.
Für viele Designer gleicht ihre Arbeit immer mehr einem Lottospiel. Die Initiative No Spec macht sich nun stark gegen die immer populärer werdenden Discount-Designplattformen wie 99designs, designenlassen, 12designer und wilogo stark.
Ziel der Aktion ist es, sich dagegen zu wehren, dass die Designer auf diesen Portalen auf rein spekulativer Basis ohne Auftrag arbeiten.
Meist sind es mehr als 70 Kreative, die ohne Auftrag und Bezahlung fertige Arbeiten abliefern, um dann zu hoffen, dass der Kunde sich für sie entscheidet.
Auch Kunden bezahlen die mutmaßlichen Schnäppchen meist teuer. Eine Beratung, was denn überhaupt zu ihrer Marke passt, entfällt und es gibt keinerlei Sicherheit, dass sich die Designs nicht als Plagiate herausstellen.
70% unserer Kunden nutzen bereits – nicht zuletzt dank unserer Beratung – Social Media, um mit ihren Zielgruppen zu kommunizieren. Eine Entscheidung für oder gegen Social Media bedingt eine profunde Kenntnis der Materie, um Chancen und Risiken abwägen zu können.
Der amerikanische Social-Media-Spezialist Antony Mayfield hat die Frage “Do you speak social?” in einer exzellenten Präsentation zusammengestellt. Sie zeigt, dass nicht Tools wie Facebook, Twitter & Co. wichtig sind, sondern das dahinter liegende Kommunikationsverhalten, das sich in den letzten Jahren gravierend verändert hat.
Weitere Informationen:
Als eine der ersten Agenturen in Deutschland entwickelt die Berliner Kommunikations- und Beratungsagentur kakoii ihr Brand Consulting-System konsequent für die Marke unter den Bedingungen des Google-Zeitalters fort.
Denn Märkte sind inzwischen tatsächlich Gespräche, in denen es nicht mehr reicht, die eigene Identität zu definieren und zu kommunizieren, sondern in denen man auch zuhören und flexibel reagieren können muss. Dazu bedarf es einer anderen Markenidee, als die der bekannten (und starren) „Zwiebel“-Modelle oder Markenlenkräder. Googelnde, bloggende und twitternde Märkte sind extrem dynamisch und verlangen eine Markenidentität und Markenführung, die im Fluss bleibt, authentisch und dialogorientiert ist.
Deshalb hat kakoii das Conversational Brand Design™ entwickelt, einen Beratungsansatz, der Marken fit für die neuen Paradigmen des 21. Jahrhunderts macht.
Dabei definieren wir gemeinsam mit unseren Auftraggebern die Identität von Produkten, Marken, und Unternehmen nach Marke und Märkte 2.0 Gesichtspunkten. Unter Berücksichtigung des Impacts von Google und Social Media wie Youtube, Facebook oder Twitter. Und eines kommunikationsermächtigten Konsumenten, der diesen Namen nicht mehr tragen, sondern als Mensch und Individuum adressiert werden möchte.
Dank dieser neuen Haltung und Methode verstärkt die Agentur ihre Brand Consulting-Aktivitäten vor allem in den Bereichen Banking, Software und NGOs und bietet somit Marken ein einmaliges und wirklich zeitgenössisches Markenberatungs- und -gestaltungsportolio. Der Bereich wird betreut von Ralph Fuss, der seit 12 Jahren als Brand Consultant und Planner auch für international operierende Agenturnetzwerke tätig ist.
>>pack’s!<< Swiss Packaging Newsletter, Mai 2009
Auch wenn es manchen Marketingverantwortlichen nicht geheuer ist, Kaufentscheidungen für Consumer Goods werden zu 74 Prozent am POS getroffen und zu 60 Prozent ist dabei die Produktverpackung und -präsentation entscheidend.
In einer Zeit, in der Mediabudgets für Massenmedien an immer differenzierteren Zielgruppen vorbeizielen und ambitionierte Internetkampagnen vor allem als Highlight in Geschäftsberichten dienen, ist der visuelle und haptische Auftritt eines Produktes mehr denn je die Manifestation einer Marke. Denn nur die Verpackung eines Produktes hat den unmittelbaren, direkten Kontakt zum Konsumenten.
Während allgemeine Verpackungstrends noch relativ offensichtlich sind und von vielen Markenartiklern berücksichtigt werden, kommt es bei der Expansion in andere Kulturkreise immer wieder zu gravierenden Problemen. Die Design-Agentur kakoii begleitet mit Büros in Berlin und Tokio zahlreiche internationale Kunden und weiss um die Veränderung der Märkte. Um Konsumenten dort anzusprechen, ist es gerade für international auftretende Markenführer wichtig, ihr Packaging auf die Spezifika lokaler Märkte abzustimmen. «Dies erfordert von Unternehmen und Agenturen ein sensibles Gespür für crosscultural awareness», so Thekla Heineke, Kreativdirektorin bei kakoii.
«Ein Packaging, das Kunden in Deutschland gefällt, wird manchmal bereits in Frankreich anders interpretiert. In Russland oder Japan funktioniert es oft nicht mehr. Zu verschieden sind auch in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft die kulturellen Hintergründe der Märkte.»
Zum einen gibt es die klassischen Fallstricke aus der Designpsychologie. Zum Beispiel die Tatsache, dass die in Mitteleuropa zur Kommunikation von Reinheit verwendete Farbe Weiß in manchen asiatischen Ländern als die Farbe des Todes gilt. Deutlich anspruchsvoller sind jedoch die komplexen kulturellen und soziologischen Besonderheiten, die es zu beachten gilt, soll eine Marke auch wirklich erfolgreich werden, so Heineke.
Nach Jahren der werblichen Überfrachtung von Verpackung und Kommunikation zeigt sich in Mitteleuropa ein klarer Trend zu Einfachheit und Eleganz. Die Loha-Zielgruppen („Lifestyle of Health and Sustainability“) haben hier den Weg geebnet. «Die Konsumenten suchen nach Komplexitätsreduktion. Es sind klare, einfache Verpackungen, die Authentizität und Wertigkeit ausstrahlen, die verkaufen», weiß Heineke und verweist auf Apple-Verpackungen und die zahlreichen neuen Bio-Marken. Diesen Weg verfolgt kakoii derzeit bei der Markenentwicklung für ein neues französisches Premium-Mineralwasser, das in einem heiß umkämpften Markt bestehen soll, in dem Flaschen oft von Stardesignern entworfen werden und in dem die Halbliterflasche nicht selten mehr als 15,- Euro kostet.
Der russische Markt hingegen wird einer stetig wachsenden, besser verdienenden Oberschicht geprägt, die sich vor allem an teuren ausländischen Marken orientiert. Ein von kakoii für den russischen Markt entworfenes Kaffee-Packaging wurde folglich entsprechend den Bedürfnissen von wohlhabenden, luxus-orientierten, männlichen Russen klar als importierte Luxusmarke positioniert und in Fokusgruppen vor Ort immer wieder verfeinert, bis die Mischung aus Opulenz und Machismo stimmte.
Die Königsdisziplin des Packaging ist nach wie vor die Entwicklung von Designs für den japanischen Markt. Im traditionellen Land des Verpackungsdesigns gibt es sehr ausdifferenzierte Packaging-Strategien. Während niedrigpreisige Produkte in einem für Europäer absolut abenteuerlich wirkenden Manga-Stil verpackt werden, gilt bei einer steigenden Wertigkeit eine ebenso steigende Reduktion des Designs. Die Kosmetikmarke Shiseido ist hier ideales Beispiel, bei der Thekla Heineke in Japan ihr Handwerk als Verpackungsdesignerin lernte und für die kakoii Tokio zahlreiche Kosmetiklinien entwickelte.