17. Juni 2007
Der ehemalige Apple Chief Evengelist und heutige Venture Capital Experte Guy Kawasaki gehört zu den besten Keynote Speakern bei einer ganzen Reihe von Themen. Besonders sehenswert ist sein Vortrag über die Kunst der Innovation.
7. Juni 2007
Nachdem sich bereits zahlreiche Spezialagenturen zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) etabliert haben und CSR zumindest als Kompetenzfeld bei zahlreichen PR-Agenturen Einzug gehalten hat, ziehen nun auch die großen Agenturnetworks nach. Neustes Beispiel ist S&F, die eigens dafür “Scholz & Friends Reputation” gegründet haben.
Das Agenturnetwork folgt damit dem umfassenden Trend zahlreicher Wirtschaftsunternehmen, die Implementierung und Kommunikation verantwortungsvoller Unternehmensführung ernst zu nehmen. Die Themen reichen dabei von CSR-Strategie und CSR-Identity über Corporate Citizenship-Programme bis zu Corporate-Volunteering und werden in Zukunft eine immer größere Rolle im Rahmen der Unternehmens-PR spielen.
20. Mai 2007
Ein hervorragendes Lehrstück in Sachen Viral Marketing gibt derzeit Warner Bros. mit seiner viralen Kampagne für den neuen Film The Dark Knight. Die User werden animiert andere User dazu zu bewegen Pixel für Pixel ein verstecktes Bild aufzudecken. Alles, was dazu nötig ist: 3 Bilder, etwas Technik, ein Emailsystem und eine wirklich gute Idee. Ganz ohne virale Videoclips, hippe Flashgames, strategisches Seeding, integrierte Kampagnen und sonstiges Tamtam. Viral Marketing at its best. Die ganze Geschichte gibt es bei Pronet Advertising.
18. Mai 2007
Erhellendes über die Beziehung von Konsumenten und Werbern findet sich auf dem Blog von Microsoft Trade Marketing Manager Geert Desager.
Der Clip zeigt Werber und Konsument als Charaktere beim Date im Restaurant. Der Dialog einer zerrütteten Beziehung. Die Frau als Consumer macht es direkt am Anfang klar: ?I want a divorce?.
Ein Film voller zeitloser Wahrheiten und ein starkes Plädoyer für strategische Planung. Zu sehen ist das Werk hier.
(via off the record)
16. Mai 2007
Ex Apple Evangelist, Bloglegende und Startup-Experte Guy Kawasaki hat einen eigenen Online-Service gestartet. Bei Truemors können User die neuesten Gerüchte online stellen, verbreiten und nach Digg-Manier bewertet werden. Die Gerüchte erreichen Truemors per Telefon, per E-Mail oder Online-Formular. Das technisch an sich nicht ungewöhnliche Konzept des Services stützt sich vor allem auf Inhalte, die einerseits bei anderen Newssites mangels vorgeblicher Seriosität durch das Raster fallen, andererseits aber einen hohen Awarnesswert und ein hohes virales Potenzial haben. Man darf gespannt sein, wann sich der erste deutsche Clone findet.
13. Mai 2007
Deutschland hat die 50% Marke erreicht vermeldet die ARD/ZDF Online Studie 2007 (.pdf)
12. Mai 2007
Connectedmarketing berichtet in seiner Serie “über den Drang zum Empfehlen” derzeit über “Generating positive word-of-mouth communication through customer-employee relationships” und hebt sich mit Bezug auf aktuelle, wissenschaftliche Quellen sehr positiv von den sonst meist sehr selbstreferentiellen Blogdiskussionen ab. Teil 1 und Teil 2 der Reihe sind ebenfalls sehr zu empfehlen.
8. Mai 2007
?ist Account Planning im Zeitalter der alten Medien.
Ein Ausflug in die Welt der strategischen Planung in mehreren Teilen.
Einfach mehr “Channels” in eine Kampagne zu integrieren ersetzt weder Zielgruppen-”Insights”, noch eine darauf aufbauende strategische Basis. Und schon gar nicht eine daraus entwickelte brilliante kreative Idee. Auch nicht der Einkauf von Traffic oder das Instrumentalisieren von Social Bookmarking Sites oder Search Engine Optimization (SEO), die sowieso mehr und mehr zur Online-PR wird. Denn solange wir über Werbung! sprechen und nicht über Vertrieb, PIs oder Suchmaschinen-Spam, geht es immer noch um eine Kommunikation, die einerseits die Marke reflektiert, andererseits die Zielgruppen adäquat anspricht. In anderen Worten, einerseits um den Aufbau eines klaren Markenkerns und einer klaren Markenpositionierung, andererseits um die Generierung eines starken Markenbilds und einer starken Markenrelevanz im Kopf-Bauch-Herz-System des “Targets”. Das ist die Aufgabe von strategischer Planung bzw. Account-Planning in Agenturdenglisch.
Dass all dies von Branche und Geschäftsmodell abhängt, versteht sich selbst. www.idealo.de verdankt seinen Erfolg sicherlich in erster Linie dem Einstiegszeitpunkt ins Preisvergleichbusiness sowie der “Qualität” seiner Suchalgorithmen bzw. seinen Kooperationen. und dann vielleicht auch noch ein bisschen Onlinemarketing. Umgekehrt: wo wäre Idealo heute mit einer phantastischen integrierten Kampagne? Statt nur ein Player unter anderen neben dem wunderbar generischen und damit unschlagbaren www.preisvergleich.de, dem unverständlichen (weil französischen) www.kelkoo.de oder dem Gotch’a-mäßigen www.shophunter.at zu sein? Vielleicht das Apple des Preisvergleichs.
Dass auch in Branchen, deren bisherige Kommunikation eher durch Schweinebauchwerbung aufgefallen ist und die über andere Gesetze als FMCG-Brands funktionieren, gute Werbung so gut funktioniert, dass auf einmal der vorher als unerreichbar scheinende Marktführer angegriffen werden kann, zeigt das sattsam bekannte (virale) Hornbach-Beispiel. Und das besonders gut, da die Idee der Kampagne eine plannerische ist. Denn was bewegt die Kunden von Baumärkten wirklich? Richtig liebe “Wer wird Millionär”-Mitrater, “es gibt immer was zu tun”. Da die Werbeagentur Heimat, soweit wir wissen allerdings kein Account-Planning betreibt, nehmen wir das als genialische Übertragungsleistung des CDs, der ja auch immer was zu tun hat, 24/7 und auch am Wochende.
Da kann man sich in die Zielgruppe natürlich auch ohne Planning prima hineinversetzen. Und trotz Heimats Stolz auf “95 Monate ohne Internetauftritt” (gefunden auf dem Internetauftritt der Agentur?) ist die Hornbach-Kampagne sehr effektvoll (Ron Hammer?) ins so geschmähte Medium übertragen worden ? ohne starke Marke Hornbach schwer vorstellbar. Da drängt sich doch fast die umgekehrte Frage auf: wo wäre Heimat heute mit Internetauftritt? Und mit Planning?
Fortsetzung folgt …
6. Mai 2007
Das größte unabhängige Gedenkprojekt in deutscher Sprache Shoa.de startet einen eigenen Blog und betritt damit als erstes Geschichtsportal seiner Art die Blogsphäre. Das seit 1996 bestehende Non-Profit-Projekt präsentiert mit über 100 ehrenamtlichen Autoren umfassende Informationen zu den Themen Holocaust, Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg.
2. Mai 2007
Leider ist das Thema AIDS eine beliebte Spielwiese, auf der sich Agenturen gerne mit skurrilen Ideen und der Aussicht auf Kreativpreise tummeln. Jüngstes Beispiel ist die Kampagne, die Jung von Matt für die Michael Stich Stiftung realisiert hat und die Angst- und Schreckszenarien in hochwertige Zeitgeistästhetiken giesst.
Das ist ein umso ärgerlicher Planning-Fehler, als dass laut Experten heute ganz andere als die dargestellten Inhalte kommuniziert werden sollten. So sind z.B. heute nicht die Übertragungswege das wichtigste AIDS-Thema, sondern die durch die Medien begünstigte Meinung, die Krankheit wäre durch moderne Medikamente heilbar. Zudem kriminalisieren die Motive z.T. die Betroffenen als Täter und stehen damit diametral zu Solidaritätskampagnen z.B. des Weltaidstages.
Immerhin feinfühliger zeigt sich ein französischer TV-Spot, der aber vor lauter 60sekündiger Emotionsoverload offen lässt, wie AIDS den nun wirklich übertragen wird, aber klar Solidarität mit den Betroffenen demonstriert.
Mit gemischten Gefühlen lassen auch die Kampagnen des AIDS Reminders-Days (“Vergessen ist ansteckend”) zurück, die mit kopflos kopulierenden Menschen und kotzenden Stofftieren von der Agentur “Etwas Neues entsteht” gegen das Vergessen der Unheilbarkeit von AIDS erinnern.
(via Werbeblogger, Fontblog und ibelievinads)