Die Presse über uns

Starke Marken als emotionale Brücken in das Herz des Spenders

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns — 14. Februar 2010

Der Konkurrenzdruck auf dem deutschen Spendenmarkt steigt. Eine stetig wachsende Zahl großer und kleiner Organisationen bemüht sich um die Gunst von Menschen, die offen sind für die Nöte dieser Welt. Aber nicht nur die Zahl der konkurrierenden NPOs ist größer geworden. Zeitgleich wurden auch die Kommunikationsmethoden stark professionalisiert. Markenstrategien und Branding sind im gemeinnützigen Sektor längst keine Fremdwörter mehr, jedenfalls nicht für große Organisationen. NPOs haben sich in den letzten Jahren verstärkt mit Marketing-Know-how aus dem kommerziellen Bereich ausgestattet. Auch mittlere und kleinere Organisationen machen sich zunehmend Gedanken über den Aufbau einer „starken Marke“. Doch was bedeutet eine „starke NPO-Marke“ und wozu braucht man diese?

Antworten auf diese Fragen gibt Stefan Mannes in der aktuellen Ausgabe des Fundraiser Magazins, das den kakoii Geschäftsführer interviewte.

Weiß ist nicht gleich Weiß

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns, Verpackungsdesign — 7. Oktober 2009

Die Milch macht’s – naja, nicht ganz – eigentlich ist es vor allem ihre Verpackung. Denn bei Gewohnheitsgütern, bei denen der Käufer die Unterschiede zwischen einzelnen Produkten kaum direkt ausmachen kann, beeinflusst wie bei keiner anderen Produktsparte das Verpackungsdesign die Kaufentscheidung. Für das Leitmedium der Milch verarbeitenden Industrie, die „Deutsche Molkerei Zeitung“, ein Grund, die kakoii-Geschäftsführer Thekla Heineke und Stefan Mannes zu befragen.

Zwischen Ölgemälden von Kühen und High-Tech-Käse-Sortiermaschinen werden Gestaltungsprinzipien erörtert. „Crosscultural Awareness“ ist hier das Schlüsselwort, das vor allem international agierende Unternehmen interessieren sollte: unterschiedliche Kulturkreise haben auch unterschiedliche Symbol– und Farbencodes. Die Farbe Weiß etwa, die im westlichen Kulturkreis positiv mit Jugend, Unschuld & Reinheit besetzt ist, symbolisiert in asiatischen Ländern entgegengesetzte Konzepte wie Alter und Herbst – keine Farbe also, die man im für Milchprodukte ohnehin noch jungen japanischen Markt auf Milchtüten verwenden sollte.

Titelseite für kakoii: Packreport über Packingprojekt “Das Korn”

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns, Verpackungsdesign — 29. September 2009

packreport das kornDass Verpackung mehr bewirken soll, als frische Eier vor dem Zerbrechen zu bewahren, ist nicht gerade die allerneueste Erkenntnis. Von Bauhaus über Pop-Art hin zu zeitgenössischem Kunstmerchandising – Kunst und Design pflegen seit jeher ein enges Verhältnis.

Das (Kunst-)Produkt „Das Korn“ des Künstlers Theo Lighthart, dessen Verpackungsdesign in Zusammenarbeit mit kakoii erarbeitet wurde, erregt dennoch immer wieder Aufsehen. So beispielsweise auf der Titelseite des aktuellen „Pack Reports – Dem Fachmagazin für industrielles Verpacken“. Mit einem Markenauftritt, der die Grenze zwischen Kunst und Produkt überschreitet, hat das ungewöhnliche Projekt, auch eine ungewöhnliche Marktpositionierung erreicht. Zwischen Bohème und High-Class-Art spricht das Objekt, das der Künstler selbst als „Soziale Plastik“ bezeichnet, ein Publikum an, für welches sich die Grenze zwischen Kunst und Konsumkultur in einer populärkulturellen Mischform aufgelöst hat. Ob man sich nun „Das Korn“ anbetungswürdig in die Vitrine stellt oder der Kurzlebigkeit des Genusses opfert, bleibt jedem selbst überlassen.

kakoii im Politikmagazin FAKT ist …! des MDR zum Thema Wahlkampf mit Prominenten

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns, Veranstaltungen — 17. September 2009

“FAKT ist …!” – der politische Talk im MDR beschäftigt sich am 21.9.09 kurz vor der Bundestagswahl mit der Frage wie sinnvoll der Einsatz von prominenten Testimonials im Wahlkampf ist.

Als Experte im Gespräch mit Moderatorin Ines Klein: kakoii Geschäftsführer Stefan Mannes, der als Politikwissenschaftler und Kommunikationsstratege die Rolle von prominenten Wahlunterstützern kritisch analysiert.

Anzeige des Monats

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns — 30. Juli 2009

Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung “Anzeige des Monats Juli” des Magazins UNICUM für das Motiv “rock’n rollen” unserer aktuellen Aidspräventionskampagne mach’s mit Liebesorte. Besonders freut uns, dass das Votum einer Publikumswahl der Magazinleser entspringt und bestätigt, dass die Kampagne bei der Zielgruppe auch wirkt.

mach's mit Liebesorte Rock'n Rollen

Die Kampagne mach’s mit Liebesorte von GIB AIDS KEINE CHANCE ist Europas größte Aidspräventionskampagne. Derzeit sind 13 Motive auf über 100.000 Großplakatflächen, in verschiedenen Anzeigenflights sowie als TV-Spot zu sehen.

Weitere Informationen

Titelseite für Gott und kakoii

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns — 6. Juli 2009

Die Kirche, 5. Juli 2009

titel_kirche_gott_kommt_auch1Titelseite für die Kampagne, die kakoii für das Berliner Fest der Kirchen entwickelte.

Mit der Headline “Gott kommt auch” waren die Berliner eingeladen worden, ein ebenso spannendes wie familientaugliches Fest zu besuchen, das auch für “religiös unmusikalische” viel zu bieten hat.

Mehr als 30 unterschiedliche Kirchen hatten gemeinsam zum FdK am 4. Juli eingeladen, zu dem mehr als 20.000 Besucher kamen.

Visuelle Verhandlungen

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns — 5. Juli 2009

Stylepark, 3. Juli 2009

stylepark packaging

Russen mögen es luxuriös, die Japaner verspielter als man denkt – und die Franzosen natürlich weiblich und sinnlich: Ein Blick auf das Marken- und Verpackungsdesign in Zeiten der Globalisierung. Birgit S. Bauer interviewt Thekla Heineke und Stefan Mannes von kakoii.

Was nun, Herr Steinmeier?

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns — 8. Juni 2009

Kölnische Rundschau, 8.6.09

(…) War die Wahlkampagne der SPD falsch?

Der SPD-Wahlkampfmanager Kajo Wasserhövel hat alles auf eine Karte gesetzt und die politischen Gegner der SPD im Europawahlkampf direkt angegriffen („Dumpinglöhne würden CDU wählen“, „Finanzhaie würden FDP wählen“, „Heiße Luft würde Linkspartei wählen“). Allerdings taugen diese Slogans nichts in der gegenwärtigen Großwetterlage. Stefan Mannes, Politikwissenschaftler und Geschäftsführer der Werbeagentur kakoii, meint: „Eine solche Kampagne mit dieser Angriffslinie fährt der, der nichts mehr zu verlieren hat. Allerdings konnte dieses Kalkül nicht aufgehen, weil die Wähler viel mehr wissen wollten, wie die aktuellen realen Fragen zu Opel und Arcandor gelöst werden können.“ Im Grunde sei die Zeit der Wahlplakate ohnehin vorbei, so Mannes: „Die Menschen fühlen sich durch differenzierte Werbestrategien stärker angesprochen. Selbst Jacobs-Kaffee ist heute mit 28 verschiedenen Werbelinien auf dem Markt – für die Schwangere wie für den Schwulen.“ Die SPD dagegen habe allein auf althergebrachte Polarisierung gesetzt.

Interview mit Stefan Mannes zur Parteienwerbung bei der Europawahl

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns — 2. Juni 2009

Soziale Gerechtigkeit wohin man schaut. Die Parteienwerbung zur Europawahl 2009 gleicht sich – bei allen stilistischen Unterschieden – inhaltlich wie ein Ei dem anderen. kakoii Geschäftsführer Stefan Mannes kommentiert im Berliner Spreeradio am 3. Juni 2009 um 7:10 und 9:10 Uhr die Werke der Parteien.

Ein Plakat wie das andere – zur Parteienwerbung der Europawahl

Kategorie: Agentur, Die Presse über uns — 24. Mai 2009

Die Parteiplakate zur Europawahl helfen bei der Orientierung kaum weiter. Fast alle werben für dasselbe.

Tagesspiegel vom 24.05.2009

Plakate überall – zwei Wochen vor der Wahl des Europäischen Parlaments am 7. Juni geht der Wahlkampf erkennbar in die heiße Phase. Was die Parteien kommunizieren wollen, wie ansprechend die Plakate gemacht und wie sachlich oder emotional die Argumente sind, dazu hat der Tagesspiegel einen Experten gefragt. Stefan Mannes ist Politikwissenschaftler und Geschäftsführer der Werbeagentur kakoii. Er arbeitet insbesondere zu gesellschaftspolitischen Themen – er hat unter anderem die Kampagne für das Holocaust-Mahnmal konzipiert.

CDU Wahlplakat zur Europawahl 2009CDU: Die Plakate sind typisch für die Haltung der großen Parteien vor einer Wahl: Bloß keine Experimente. Gegen die Slogans „Wir in Europa“ oder „Für eine Soziale Marktwirtschaft, die menschlich ist“ hat niemand etwas, sie sind nicht angreifbar. Der Preis dafür ist, dass die Plakate aussagelos bleiben und kaum wahrgenommen werden. Sie sind gestalterisch überladen und in der Farbwahl etwas bieder. Durch das Schwarz-Rot-Gold setzen sie einen patriotischen Akzent. Die Fotos sind aus anderen Kontexten bekannt und dadurch nicht interessant. Noch dazu sprechen sie nicht für sich – was hat eine einkaufende Frau mit sozialer Marktwirtschaft zu tun?

Die CDU arbeitet mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner, um niemanden abzuschrecken. Auf einigen Plakaten wird der Spitzenkandidat Hans-Gert Pöttering gezeigt, damit die Wähler den Namen auf den Wahllisten wiedererkennen.

SPD Wahlplakat zur Europawahl 2009SPD: Die SPD fährt zwei völlig voneinander getrennte Linien – eine gezeichnete Angriffsserie und ein ruhiges Äquivalent zur CDU-Kampagne.

Die Angriffslinie zuerst zu hängen, ist eher ungewöhnlich und riskant, weil sich die Partei dadurch selbst angreifbar macht. Aufmerksamkeit ist damit allerdings garantiert – und gerade im Hinblick auf die Europawahl, bei der die Wahlbeteiligung sehr niedrig ist, kann das durchaus sinnvoll sein.

Stilistisch ist diese Linie intelligent gemacht: Sie ist einfach, prägnant, plakativ – sie fällt auf. Auch inhaltlich ist sie spannend, weil sie emotionalisiert und gegen den politischen Gegner geht. Solche Plakate werden geschaltet, wenn Parteien eher in der Defensive sind. Nur die Grünen sind als potenzieller Koalitionspartner bei der Bundestagswahl vorsichtshalber ausgespart. SPD Wahlwerbeplakat zur Europawahl 2009Hier wird deutlich, dass die Europawahl für die Parteien eher unbedeutend ist – die Gesamtstrategien zielen schon auf den Herbst.

Mit der zweiten Linie, die die SPD jetzt nachlegt, ist die Partei auf der sicheren Seite. Wie die CDU versucht sie hier, den kleinsten gemeinsamen Nenner ihrer Zielgruppe zu treffen. Was dort die einkaufende Mutter, ist hier die für Niedriglohn arbeitende Frau. Gestalterisch sind diese Plakate aufgeräumter als die der CDU, klarer fotografiert und auf eine Person fokussiert. Thematisch sind CDU und SPD identisch: Es geht um soziale Marktwirtschaft und darum, die Krise zu bewältigen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Wahlplakat der GRÜNEN zur Europawahl 2009Grüne: Die Grünen haben bei ihren Plakaten gestalterisch mehr Möglichkeiten genutzt als die anderen Parteien. Das Wort „WUMS“ soll über positive Irritation funktionieren. Die Theorie ist: Stehenbleiben, gucken, Sternchen entdecken, die Auflösung lesen – „Wirtschaft und Umwelt, menschlich und sozial“. Stilistisch ist die Kampagne etwas anspruchsvoller als der Rest. Die Signalfarben fallen auf, es gibt ein zentrales Bildmotiv. Der Wähler bleibt daran hängen – etwa an dem Maiskolben, der wie ein Autonomer aussieht.

Inhaltlich sagen die Plakate so wenig wie die der anderen Parteien: „Für ein besseres Europa“ könnte auch auf allen anderen Plakaten stehen. Allerdings ist es bezeichnend, dass auch bei den Grünen die Wirtschaft an erster Stelle steht. Die Krise überlagert viele Themen, deshalb müssen sie neben ökologischer auch ökonomische Kompetenz zeigen.

Mit dieser Kampagne spricht die Partei ihre klassischen Wähler an, neue Wähler werden so kaum gewonnen.

Fdp Partei Plakat zur Europawahl 2009FDP: Die Partei setzt ganz auf ihre Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin. Die Kampagne ist personell sehr stark fokussiert, die Kompetenz soll sich in einer Person bündeln. Eine Frau als Spitzenkandidatin ist noch immer eher ungewöhnlich, das bringt Aufmerksamkeit.

Vom Slogan her ist es wiederum dasselbe wie überall: „Für Deutschland in Europa“. Mit der Ausnahme, dass einen die Schlagwörter, die über dem Slogan stehen, etwas ratlos zurück lassen: „Leistung“ etwa. Wessen Leistung ist da gemeint? Die des Unternehmers? Die der Kandidatin? Diese Irritation wird nicht aufgelöst.

Das ist ein klassischer Anfängerfehler. Die Schlagwörter bilden zwar eine Serie – „Freiheit“ folgt noch –, aber die erkennt man nur, wenn die Plakate nebeneinanderhängen. Agenturen und Kunden finden das toll, aber auf der Straße funktioniert das nicht, weil sich die Reihe im Kopf dort nicht bildet. Gestalterisch sind die Plakate eher unruhig. Fünf verschiedene Schriftgrößen auf einmal, das macht man eigentlich nicht.

Die Linke Wahlplakat zur Europawahl 2009Linke: Die Kampagne der Linken ist gestalterisch sehr klar. Im Unterschied zu den anderen Parteien thematisiert die Linke auf den verschiedenen Plakaten spezifische politische Forderungen mit einer plakativen Kernaussage. Mit knackig formulierten Aussagen positioniert sie sich links der SPD.

Wer will, kann den erklärenden Text lesen, aber den Gedanken versteht man auch ohne Zusatzinformation. Auch thematisch ist die Partei als Einzige etwas breiter aufgestellt und bezieht etwa die Außenpolitik mit ein.

Fazit: In ihren Aussagen sind die Kampagnen der Parteien nahezu austauschbar.Die Plakate für die Europawahl werben fast alle für dasselbe: ein soziales Europa. Zwar können Plakate selten mehr als ein Argument transportieren – aber indem alle dasselbe liefern, bleibt doch unklar, wie sich der Wähler orientieren soll. Schön gewesen wäre: Mehr Reibung, mehr Mut!

(Von Patricia Hecht. Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.05.2009)

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