Kunden, die man nicht haben möchte. Heute: THW Berlin

Kategorie: Kuriosa — 30. März 2007 Kommentare deaktiviert

Es gibt zahlreiche Richtlinien zur Vergabe von Aufträgen an externe Dienstleister, sprich Agenturen, die besonders bei öffentlichen Einrichtungen immer wieder zu skurilen Auswüchsen führen. In fast allen Fällen gibt es bereits eine Agentur des Vertrauens und man hat das Problem, trotzdem Vergleichsangebote einholen zu müssen, die aber eigentlich keinesfalls einen Zuschlag erhalten sollten. Eine sehr typische Anfrage dieser Art erreichte uns vor einigen Tagen, die wir hier auszugsweise publizieren wollen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erbitte ich ein Angebot bis zum 30.03.07, 11.00 Uhr über folgende Leistungen (bitte Einzelleistungen detailliert ausweisen): (…)

a) Gestaltung und Bereitstellung einer Druckvorlage für eine Druckerei zum Druck von 6 Visitenkarten. Der Visitenkartenkopf müßte in Anlehnung der bei Ihnen vorliegenden Gestaltungsrichtlinie für Visitenkarten unter (…) verändert werden.

b)
Gewährleistung der Druckabwicklung über die Rahmenvertragsagentur der Bundesanstalt THW. Hinweis: Die Druckkosten habe ich bereits bei der Rahmenvertragsagentur angefragt. (…)

Mit freundlichem Gruß
xxxx xxxxxxxxx
Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
Länderverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt

Zusammengefasst: Das THW schreibt über eine unpersonalisierte (Massen?-)Mail den Satz von 6 (!) Visitenkarten aus. Geschätzter Arbeitsaufwand: 1 Stunde. Es gibt bereits eine Agentur, die einen Rahmenvertrag mit dem THW hat. Die Druckabwicklung soll über diese erfolgen. Offensichtlich müssen aber die Satzarbeiten ausgeschrieben werden. Die Bemerkung “der bei Ihnen vorliegenden Gestaltungsrichtlinie” deutet darauf hin, dass der Text eigentlich für einen anderen Empfänger geschrieben wurde. Wow!

Positiv aufgefallen ist uns jedoch, dass es sich immerhin um keinen Pitch handelt. Wir wünschen dem THW Berlin – trotz der Unsicherheit, wie die Kreation aussehen wird – eine erfolgreiche Ausschreibung und der Rahmenvertragsagentur der Bundesanstalt viel Erfolg.

Nachlassendes Markeninteresse an Second Life?

Kategorie: Marketing, Social Media, Viral Marketing — 29. März 2007 Kommentare (0)

second-life-brand-map-v2.jpgLangsam scheint vielen Marken  bewusst zu werden, dass sie sich mit einem Engagement in Second-Life ein einem Umfeld befinden, das von Nazi-Skandalen erschüttert, von  Online-Prostitution und Glücksspiel dominiert wird und zudem zahlreiche Jugendschutz-Fragen aufweist. Gleichzeitig zeigen erste Studien, dass die Second Life User überhaupt nicht glücklich sind mit der zunehmenden Marken- und Marketingbelästigung.

Der aktuelle Stand in Second Life vertretener Brands steht jedenfalls erstmals in einer Karte mit einer lokalen Verortung der Marken zur Verfügung.

Auch wenn die Liste zunehmend länger wird, scheint jedoch vielfach ein Nachdenken einzusetzen, ob sich mit dem Aufwand tatsächliche Marketingziele abseits einer Pressemitteilung erzielen lassen.

kakoii unterliegt Jung von Matt/Spree um Myvideo.de

Kategorie: Viral Marketing — 26. März 2007 Kommentare (0)

Bei weniger selbstbewussten Agenturen wird eigentlich über verlorene Pitches nie gesprochen. Da uns in diesem Fall  immerhin der zweite Platz des vieragenturigen Pitches blieb und Gewinner Jung von Matt/Spree einen ganz ansehnlichen Job machte, möchten wir die Gelegenheit nutzen, um Myvideo.de zur ersten Imagekampagne zu gratulieren. Die Spots, die dies ermöglichen finden sich hier und hier und hier.

Kampagne für Kinderhilfsorganisation NINA abgeschlossen

Kategorie: Marketing, Sozialmarketing NPO — 26. März 2007 Kommentare (0)

nina_karte_01_800.jpgNach einjähriger Laufzeit findet diese Tage die kakoii Plakatkampagne für die Kinder-Hilfsorganisation NINA erfolgreich ihr Ende. Dank eines Mediasponsorings von Boomerang Medien und der Wall AG warben die vergangenen 12 Monate 6 Millionen Freecards und mehrere tausend Citylights für Deutschlands erstes und einziges Notruftelefon zum Thema Kindesmissbrauch.

Gestartet war die Kampagne bereits 2005 mit einer Serie von Spots für TV und Kino, die kakoii Berlin entwickelt hatte und die Regisseur und Oscar-Preisträger Florian Gallenberger umgesetzt hatte. Zudem konnten weitere Prominente wie Suzanne von Borsody und Heino Ferch als Projektpaten gewonnen werden.

Die NINA Kampagne zeigt sich nach zwei Jahren damit als eine der erfolgreichsten Sozialkampagnen Deutschlands und als ein Beispiel für effiziente NPO-Kommunikation.

Google Earth Userzahl überschreitet 200 Millionen

Kategorie: Marketing, Social Media — 23. März 2007 Kommentare (0)

Während Myspace mit großer Medienaufmerksamkeit seinen 100 Millionsten User feierte und zum Synonym für ein Massenphänomen wurde, hat ein anderer Online-Dienst unbeachtet eine weit höhere Userzahl erreicht. Google Earth verzeichnete laut einer fast beiläufgigen Bemerkung in der Washington Post seinen 200 Millionsten User und zeigt sich als eine DER Vorzeigeapplikationen im Netz.

Interessant dabei ist vor allem, dass es sich dabei um etwas handelt, das eigentlich nicht in die gängigen Web 2.0 Konzepte passt, die sich auf User-Interaktion und User-generated-Content konzentrieren – sondern um eine eigentlich ganz altmodische Client-Applikation für einen Kartenserver. Es lässt sich derzeit leider nur vermuten, was die Usermotivationen dieser hohen Nutzungszahlen sind – praktische Orientierungserwägungen oder die derzeit mutlimedial beste Bedienung des Fernwehs.

Mustang in Motion dank transparenter Blur-Folien

Kategorie: Marketing — 18. März 2007 Kommentare (0)

transparent_billboards2.jpgMustang wirbt in den USA mit transparenten Blur-Folien, die einen rasanten Bewegungseffekten auf einem Billboard abbilden, indem sie die dahinter liegende Landschaft verzerren. (via Billboardom)

kakoii startet neuen Drogenpräventionsfilm

Kategorie: Marketing, Sozialmarketing NPO — 9. März 2007 Kommentare (0)

Das Land Brandenburg hat die Agentur kakoii Berlin mit der Entwicklung eines interaktiven Drogenpräventionsfilmes beauftragt. Der Film wird auf verschiedenen Medien zum Einsatz kommen und durch Printmaterialien ergänzt. Es ist der zweite Film eines vierteiligen, modularen Präventionskonzeptes, das auf Intiative des Landeskriminalamtes entsteht.

Als Regisseurin konnte kakoii wieder Filmregisseurin Esther Gronenborn gewinnen, die bereits 2001 für “Alaska.de” mit dem deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet wurde und die auch bereits bei dem ersten Teil Regie führte.

Derzeit laufen Castings in Berlin und Potsdam. Nach den Dreharbeiten in Mai/Juni ist die Fertigstellung bis August 2007 geplant.

Second Life vor dem aus ?

Kategorie: Marketing, Social Media, Viral Marketing — 2. März 2007 Kommentare (0)

Während internationale Marken nach wie vor mit Hochdruck Repräsentanzen in Second Life eröffnen und das Thema mittlerweile auch im deutschen Medienmainstream angekommen ist, zeigen sich erste Hinweise, dass die Blase bald platzen könnte. Kritisch rechnende Marketer haben bemerkt, dass die Anmeldezahlen bei Second Life weiter überproportional über den Nutzerzahlen liegen. Das heißt nichts anderes, als dass die Mehrzahl der Personen, die sich – durch das Medienecho auf SL aufmerksam geworden – angemeldet haben, kein nachhaltiges Interesse an einem virtuellen, zweiten Pixelleben entwickeln.

Als ernste Konkurrenz ist Second Life zudem auch durch First Life erwachsen. Die Userzahlen liegen hier nicht nur höher, sondern das Nutzungsverhalten ist auch weitaus nachhaltiger.

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